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Potenzialstudie Medizintourismus Berlin-Brandenburg_2015

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Abschätzungen für die bisherige und zukünftige Entwicklung des Gesundheitstourismus in Berlin-Brandenburg

Zusammenfassung

Zusammenfassung Potenzialstudie Medizintourismus Es besuchen ca. 17.000 - 21.000 internationale Patienten jährlich Berlin (ambulant und stationär) und generieren einen Umsatz von ca. 100-150 Mio Euro pro Jahr. Die Erlöse medizinischer Einrichtungen betragen 80-102 Mio Euro, die Umsätze der Hotellerie 4-11 Mio Euro und die des Handels 10-15 Mio Euro. Für die Kliniken sind die internationalen Patienten nicht nur aufgrund der zusätzlichen Einnahmen interessant. Die Auslandspatienten helfen auch, wie zum Beispiel in Rehabilitationsein-richtungen, freie Kapazitäten auszulasten. Für Städte mit einer hohen Klinikdichte, wie Berlin, München oder Köln/Bonn, sind Patienten aus dem Ausland auch aus diesen Gründen von Bedeutung. Hinzu kommen touristische Effekte wie Übernachtungen oder Konsum. Ein Vergleich zeigt: Trotz des bereits erheblichen Gesamtumsatzes ist noch eine deutliche Steigerung möglich. Bei den internationalen Übernachtungen lag Berlin 2014 mit 12,5 Millionen deutlich vor München mit 6,6 Millionen Gästen. Bei den stationären Auslandspatienten weist dagegen München im Vergleich zu Berlin rund ein Drittel mehr Patienten auf. Die Studie listet Optionen auf, den Gesamtumsatz weiter zu steigern. Vor Allem Angebote und Vermarktungsstrategie sollten ausgebaut werden, um einen Auftritt als „Medizinhauptstadt Europas“ zu etablieren: • Hochleistungsmedizin wie Herzunterstützungssysteme, neuartige Tumortherapien oder endoskopische Operationsmethoden sowie neueste Medizintechnik sollten als klare Unterscheidungsfaktoren wahrnehmbar sein • E-Health sollte als Infrastruktur- und Behandlungsoptimierungstool verwenden werden: die Verknüpfung von Voruntersuchungen sowie Nachsorge durch die Schaffung einer virtuellen, indikationsbezogenen Sprechstunde der Auf- bzw. Ausbau des Zweitmeinungsangebotes mit Telediagnostik der Einsatz von Livestreaming von Operationen und Therapien zur Veranschaulichung und Angstreduktion vor Behandlungen die Nachbetreuung von Diabetespatienten durch Monitoring der Vitalparameter über Telemedizin oder die telemedizinische Nachsorge von Implantatpatienten die Entwicklung von Trainingsangeboten basierend auf Unterhaltungselektronik (Kinect Technologie, Serious Games) die elektronische Mitnahme von Daten (z.B. Befunde) auch auf mobilen Endgeräten • Integrierte Versorgungskonzepte sollten für internationale Patienten mit Netzwerken (Niedergelassenen, Praxisgemeinschaften/MVZs und Nachsorgeanbieter) und bidirektionalen Zusammenarbeiten von etablierten Unternehmen aus Patientenmanagement, Handel, Transport, Touristik etabliert werden • Eine Leuchtturmwirkung kann durch den Aufbau von exklusiven Alleinstellungsmerkmalen wie z.B. die medizinische Hotellerie (siehe InterContinental Düsseldorf) erreicht werden 74

Handlungsempfehlungen Angebotsentwicklung und Innovationen Abstimmung der Module der medizinisch-therapeutischen und touristischen Dienstleistungskette: Die Prozesse für internationale Patienten sollten in allen Phasen der Behandlung und bei allen Leistungsträgern, auch unter Berücksichtigung der Schnittstellen mit ausgewählten Gesundheitsdienstleistern der Heimatstaaten, optimiert werden: Kooperationen mit medizinisch therapeutischen „Center of Excellence“ in den Heimatstaaten der internationalen Patienten (Partnerschaften „Hochleistungsmedizin“) Aufbau einer e-Health Plattform, in der Funktionalitäten für den Erstkontakt, Nachsorge und Expertenaustausch gebündelt sind (siehe obige Auflistung an Funktionalitäten) Aufbau von Netzwerken in der Region, um Angebote „aus einer Hand“ bieten zu können (z.B. für institutionelle Kostenträger) Weitere Anpassung der Angebote der Beherbergungsbetriebe an die spezifischen Bedürfnisse von Medizintouristen (spezifische Hotelangebote als Alleinstellungsmerkmale durch die Vernetzung mit medizinischen Leistungen z.B. Reha) Infrastrukturentwicklung Ausweitung des Einsatzes von International Offices: Alle Kliniken, die am Geschäftsfeld „Medizintourismus“ partizipieren wollen, sollten ein solches Office, am besten als Profitcenter, einrichten Bei kleineren Kliniken oder niedergelassenen Ärzte ist ein gemeinsames Betreiben einer solchen Organisationseinheit zu empfehlen Weitere Anpassung der Einrichtungen der Hotellerie an die Gewohnheiten der internationalen Patienten v.a. des arabischen Raumes Einrichtung einer zentralen Organisationsstelle für eine ganzheitliche Abwicklung mit internen und externen Aufgaben Qualitätsmanagement und Qualifizierung Aufbau eines Qualitätssystems: Externe Audits und Vergabe von Zertifikaten Angebot von Schulungsmaßnahmen zur Unterstützung des Zertifizierungsprozesses: Basisschulungen und Spezialkurse u.a. Marktübersicht, Abrechnungsmodalitäten, rechtlichen Rahmenbedingungen, Marketing und Controlling, spezielle Zielgruppen Marketing und Vertrieb Gebündelte Darstellung der medizinischen Kompetenzen der Region sowie der touristischen Möglichkeiten in „Kompetenzschaufenstern“: Plattformen: Internet, App, Reiseführer für die Medizintourismusdestination Kontakte: Persönliche Kontakten auf Messen, Roadshows, Konferenzen und Delegationsreisen Internes Marketing: Enge Zusammenarbeit aller Akteure mit dem Ziel der Schaffung einer optimalen Willkommenskultur für die internationalen Patienten 75

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