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Potenzialstudie Medizintourismus Berlin-Brandenburg_2015

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Abschätzungen für die bisherige und zukünftige Entwicklung des Gesundheitstourismus in Berlin-Brandenburg

Behandlung hohes

Behandlung hohes Potenzial für Veränderungen in der gesamten Prozesskette des Gesundheitswesens mit sich bringt. Die Anwendungen bedürfen einer Integration in den täglichen Klinikablauf auf operativer und strategischer Ebene. Dies schließt eine aufgeschlossene Haltung und ein Vertrauen gegenüber dem Thema seitens des Arztes und des Patienten ein. Beides lässt sich allerdings nur durch klare Regelungen hinsichtlich der Nutzung, Haftung und für die Abrechnung etablieren. Es wurden bisher sehr gute Erfahrung mit einer stufenweisen Einführung sowie einer Risikominimierung der e-Health Anwendungen gemacht. Dementsprechend könnte beispielsweise mit einer standardisierten Online- Video-Nachbetreuung von Patienten nach kosmetischen Eingriffen oder nach präventiven Umstellungen begonnen werden. Es wird somit eine Gefährdung durch missverstandene Empfehlungen minimiert (keine ernste Gefährdung im Vergleich zu z.B. Bypass Operationen) und eine strukturierte Diskussion mit dem Patienten begonnen. Eine genaue Aufgliederung möglicher Leistungen wird im Kapitel 5.4 vorgenommen. 5.3. Internationale Ausrichtung Der internationale Wettbewerb wird des Weiteren durch die Zunahme an e-Health Anwendungen signifikant beeinflusst. Obwohl Deutschland komplexe rechtliche Rahmenbedingungen für verschiedene Anwendungen aufweist, werden internationale Patienten mit dem Thema im Ausland konfrontiert und erwarten dementsprechend eine grenzüberschreitende Anwendung. Einige Publikationen haben sich mit der Einschätzungen zur Vereinbarkeit von e-Health und Tourismus auseinandergesetzt und zwei Kurzzusammenfassungen werden im Folgenden genannt: 1) Obwohl sich die Kombination von e-Health und Tourismus stark anbietet, gibt es aktuell immer noch keine einheitliche Antwort auf die Frage, welche Informationen die Menschen im Krankheitsfall im Ausland bereitstellen müssen und welche Medien geeignet sein könnten. Die Rolle des Internets wurde vielfach untersucht und es lässt sich eine zunehmende Akzeptanz für e-Health Anwendungen, deren mediale Nutzung und auch einer Zahlungsbereitschaft für medizinische Dienste im Ausland feststellen. Ein erster Schritt muss daher zentralisiert erfolgen und es sollte eine standardisierte Hard- und/oder Software verwendet werden. 38 2) Dem klaren Trend der Versorgung von „World Travellers“ müssen entsprechende mobile Lösungen zur Verfügung gestellt werden. Der Export und Import von medizinischen Dienstleistungen wird dabei eine deutlich größere Rolle spielen. Dies betrifft sowohl Business- als auch Privatreisen, vor allem aber auch gezielte Gesundheitsreisen. Es werden vier Kategorien unterschieden: 1) Langzeitreisende die im Ausland leben (einschließlich Rentnern) 38 vgl. Heuwinkel, 2008 58

2) Kurzbesucher wie z.B. Urlauber 3) „Outsourced patients“, welche im Ausland bessere Versorgung oder bestimmte Finanzierungsmöglichkeiten in Zusammenarbeit mit ihrem heimischen System erhalten und 4) Selbstzahler, die eine günstige Behandlung suchen. Die momentane Hauptherausforderung laut OECD 39 ist das Fehlen systematischer Daten zu der angebotenen Gesundheitsdienstleistungen, der Durchführung der Behandlung und der Nachfrage der Patienten. Der Wissensaustausch der Ärzte ist also ein entscheidender Faktor. E-Health wird dabei für die langfristige Nachversorgung als sehr erfolgsversprechend angesehen. Eine Verbindung durch internationales Marketing ist dabei essentiell und wird auch durch Einrichtungen wie das International Journal of Healthcare Management unterstützt. 40 Es lassen sich zudem klare Benchmarks aus dem e-Health Segment im Ausland analysieren. So hat z.B. Zypern einen „2012-2020 E-Health Action Plan“ entwickelt, der einen Fahrplan bereitstellen soll, um Patienten und medizinisches Personal bei der Vernetzung von Hardware und Technologien zu unterstützen. Des Weiteren sollen sich Forschungsinstitutionen darauf ausrichten, mehr in Richtung der personalisierten Medizin von morgen zu investieren. Für den Patienten bedeutet dies: • Verständnis des Behandlungsprozesses und höheres Vertrauen, • Interoperabilität, • Medizinischer Zugang für auch abgelegene Regionen, • Rechtsklarheit über die Datenerfassung und die Vergütungssysteme.41 Als ein weiteres Beispiel kann Indien genannt werden, welches versucht die Servicequalität im Gesundheitswesen deutlich zu verbessern, indem es sich auf zwei wichtige Segmente in der Telemedizin fokussiert: 1) Store and forward medicine: Die Aufzeichnung medizinischer Daten (medizinische Bilder, Biosignale usw.) und eine Online-Übermittlung dieser Daten zum Arzt, welche zu einem geeigneten Zeitpunkt für die Beurteilung offline abrufen werden können. Dermatologie, Radiologie und Pathologie sind häufig Spezialgebiete dieser Anwendung. 2) Remote monitoring: Das auch als "Selbstüberwachung" bezeichnete Verfahren, ermöglicht es Fachleuten, einen Patienten aus der Ferne mittels verschiedener technischer Geräte zu überwachen. Vor allem für das Management von chronischen Krankheiten und bei spezifischen Anforderungen wie z.B. Herzerkrankungen, Diabetes mellitus oder Asthma wird diese Lösung angeboten. Dies kann durch eine Echtzeit-Interaktion über Systeme wie Telefon- oder Videokonferenzen stattfinden und auch entsprechend erweitert werden. Viele Aktivitäten wie die Krankheitshistorie, die körperliche 39 vgl. OECD, 2012 40 vgl. Moreira, 2013 41 vgl. Shizas, 2014 59

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