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Potenzialstudie Medizintourismus Berlin-Brandenburg_2015

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Abschätzungen für die bisherige und zukünftige Entwicklung des Gesundheitstourismus in Berlin-Brandenburg

Delegationsgruppen von

Delegationsgruppen von Ärzten, Klinikmanagern, Gesundheitspolitikern und weiteren Multiplikatoren zählten ebenfalls zu den Marketingmaßnahmen. Das als Blaupause für andere Regionen in NRW angedachte Projekt erwies sich als sehr erfolgreich, zeigt aber auch, dass für eine umfassende Vermarktung im Ausland Mittel in nicht unerheblichem Umfang vorhanden sein müssen. Für Bundesländer mit überwiegend ländlicher Struktur ist eine primäre Ausrichtung auf akutmedizinische Dienstleistungen schwer umzusetzen. Wie man trotzdem ein für internationale Patienten attraktives Angebot vermarkten kann, zeigt die HealthRegion Freiburg. Ein stark auf Freizeit und Erholung fokussiertes Portfolio schließt Themen wie ästhetisch-plastische Chirurgie, Zahnmedizin, ganzheitliche Medizin, betriebliches Gesundheitsmanagement, Medical Wellness und Spa mit ein. Rehabilitationskliniken, private Fachkliniken und Arztpraxen, Kur- und Thermalbäder sowie Hotels zählen zu den Leistungsanbietern. Ergänzt wird das Programm durch Vermittlungsagenturen, Dolmetscherdienste und Touristiker. Brandenburg wäre in der Lage, ein ähnliches gesundheitstouristisches Angebot für internationale Patienten mit den Schwerpunkten Rehabilitation und Medical Wellness zu erstellen und als Ergänzung zu dem auf Akutmedizin ausgelegten Berliner Leistungsspektrum im Markt zu positionieren. Geeignete Akteure könnten die Brandenburgklinik in Bernau (kardiologische, orthopädische und neurologische stationäre Rehabilitation), die Neurologische Rehabilitationsklinik Beelitz (neurologische stationäre Rehabilitation) oder die Helios Klinik Hohenstücken (neurologische stationäre Rehabilitation von Kindern und Jugendlichen) sein. Im Rahmen einer Integrierten Versorgung für internationale Patienten sollte die Nachsorgeeinrichtung bereits beim Kostenvoranschlag von der Akutklinik in den Behandlungsplan einbezogen werden. 56

5. E-Health 5.1. Leistungskatalog Der Aufbau eines Leistungskataloges schließt auch die Einrichtung von Sektor übergreifenden e-Health-Anwendungen in Berlin ein. Dementsprechend werden im Anschluss e-Health-Anwendungen definiert, und im Laufe des Dokuments weiter konkretisiert. Generell wird e-Health in einen präventionsorientierten (Beispiel: Metabolomic Discoveries) und indikationsorientierten (Beispiel Diabetes: Mysugr, Myrehab, Goderma) Bereich untergliedert. Demzufolge können e-Health Anwendungen entweder für präventive Maßnahmen in der vor- und nachgelagerten Versorgung verwendet werden, oder um eine Behandlung direkt zu unterstützen. Die Bandbreite in beiden Anwendungsgebieten kann sich von der „einfachen“ Erinnerung zur Medikamenteneinnahme bis zur „komplexen“ genetischen Analyse der Wirkungsweise von pharmazeutischen Medikamenten für den individuellen Patienten erstrecken. Berlin als „Start Up“-Hauptstadt Deutschlands besitzt eine im nationalen Vergleich hohe Anzahl an e- Health Unternehmen (10-20 Firmen) und eine herausragende Ausgangslage für deren Ausbau. Diese Position wird von DAX 30 Unternehmen wie z.B. Bayer oder Telekom („Grants for Apps Accelerator“, „Hubraum“) gefördert und auch durch staatliche Behörden unterstützt. Brandenburg profitiert von den start-up-freundlichen Rahmenbedingungen in Berlin und bietet ebenfalls Fördermöglichkeiten wie z.B. durch die ZAB. Im internationalen Vergleich fallen die in Deutschland negativen rechtlichen Bedingungen (Datenschutz, Pilotierung, Ethikkommissionen der Krankenhäuser etc.) auf, welche ein Aufschließen zu e-Health-Nationen wie den USA oder lateinamerikanischen Staaten erschweren. Diese Tatsache könnte für den Gesundheitstourismus in Berlin jedoch eine außergewöhnliche Chance sein, da sich Berlin im nationalen Vergleich mit Städten wie München oder Freiburg besser für Patienten mit e-Health-Anwendungen von ausländischen Institutionen aufstellen könnte. Es ist wichtig zu beachten, dass e-Health im Patiententourismus grenzüberschreitend agiert und somit auch lokale rechtliche Anforderungen zeitnah überwinden kann. Es könnte z.B. ein „Fast Track to Internationalization“ für Start Ups in Berlin etabliert werden, der zwischen Indikation (langsam und strukturiert mit Kliniken) und Prävention (schnelle Anwendung durch Health Lifestyle Monitoring wie z.B. die Anwendung Noom) unterscheidet. 5. 2. Schnittstellen Des Weiteren ergibt sich Bedarf im e-Health-Segment, um Schnittstellen innerhalb und außerhalb des Krankenhauses zu verbinden. Dies resultiert aus der Tatsache, dass e-Health als innovative Form der 57

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