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Potenzialstudie Medizintourismus Berlin-Brandenburg_2015

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Abschätzungen für die bisherige und zukünftige Entwicklung des Gesundheitstourismus in Berlin-Brandenburg

Quelle: Weltbank,

Quelle: Weltbank, http://data.worldbank.org/indicator/NY.GNP.PCAP.PP.CD Ebenso wie in allen anderen Golfstaaten stehen die klassischen Zivilisationskrankheiten im Fokus der Gesundheitsversorgung. Fast zwei Drittel der Einwohner Kuwaits leiden laut WHO an Herz-Kreislauf- Erkrankungen, gefolgt von Übergewicht (43%) und Diabetes (30%). Ebenfalls stark zunehmend sind Krebserkrankungen. Im Vergleich zu Deutschland hat Kuwait nicht einmal ein Viertel so viele Krankenhausbetten sowie etwa die Hälfte an Ärzten – jeweils pro 1.000 Einwohner. Eine stark steigende Nachfrage nach Gesundheitsdienstleistungen wird demzufolge auch in den nächsten Jahren noch auf ein nicht dafür ausgelegtes Gesundheitssystem treffen. Auch wenn enorme Investitionen in den Krankenhausneubau getätigt werden, ist zu bezweifeln, dass die personellen Kapazitäten ebenso schnell wachsen wie die technische Infrastruktur. Demzufolge ist mit einer Verringerung der Auslandsentsendung von Patienten, wenngleich dies Ziel der kuwaitischen Regierung ist, kaum zu rechnen. Insgesamt kann festgestellt werden, dass trotz großer baulicher Anstrengungen die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung in den meisten arabischen Staaten noch weit hinter den europäischen Industrienationen zurück liegt. Eine rasche Zunahme von Erkrankungen aufgrund falscher Ernährung und Bewegungsmangel sowie von onkologischen Krankheiten schafft eine große Nachfrage nach entsprechenden medizinischen Angeboten, welche in der Golfregion kaum gedeckt werden kann. Daher ist auch zukünftig eine steigende Zahl von Medizintouristen aus den Golfstaaten zu erwarten. Deren Verteilung erfolgt in der Regel über verschiedene Regierungsstellen. Die wichtigsten sind dabei die Büros der Gesundheitsministerien sowie der Verteidigungsministerien, die Herrscherhäuser und die Polizeidepartements. Während bisher vor allem die USA, Großbritannien und Deutschland als Behandlungsdestinationen präferiert wurden, könnten zukünftig die Türkei sowie südostasiatische Länder wie Thailand Singapur, Indien, die Philippinen oder Südkorea häufiger ausgewählt werden. Die arabischen Regierungen erwarten immer mehr, dass sich die Behandlungsländer auch vor Ort engagieren, beispielsweise durch Investitionen in die nur sehr selten vorhandene Nachbetreuung von Patienten oder die Ausbildung und Entsendung von Klinikpersonal. Hierbei erhalten die Golfstaaten insbesondere aus den angeführten Ländern immer öfter Unterstützung. 4.1.4. Russland Seit 2012 gilt Russland für deutsche Kliniken als der wichtigste Quellmarkt für ausländische Patienten. Mit etwa 11.000 stationären und 16.000 ambulanten Patienten kommen mittlerweile so viele Patienten aus Russland wie aus allen arabischen Staaten zusammen. In den vergangenen zehn Jahren hat sich die Patientenzahl um das 9fache erhöht (vgl. Abb. 8). Mit jährlichen Wachstumsraten im zweistelligen Bereich stieg die Nachfrage kontinuierlich. Neben den Patienten aus den Golfstaaten sind die russischen Patienten ebenso stark umkämpft. Allerdings ist das potenzielle Marktvolumen deutlich größer. Es liegt schätzungsweise bei 4,5 Millionen 34

Patienten, einem Vielfachen des derzeitigen Patientenaufkommens. Deutschlands stärkste Wettbewerber sind Israel und die Türkei. Aber auch die Schweiz, Kuba, Großbritannien oder Zypern gelten als attraktive Behandlungsdestinationen für Russen (vgl. Abb. 9). Dabei verfügen einige Länder über schwer kopierbare Wettbewerbsvorteile. So benötigen russische Bürger für Israel kein Visum, die Schweiz und Großbritannien profitieren von Geldanlagemöglichkeiten und Deutschland vom zahlreichen russischsprachigen Personal durch die Spätaussiedler. Gerade die Sprachbarriere ist für Kliniken in Südostasien ein großes Hindernis, da Englisch von den russischen Patienten nur in geringem Maße gesprochen wird. Abb. 8: In Deutschland stationär behandelte Patienten aus Russland Quelle: Eigene Darstellung, Daten des Statistischen Bundesamtes Abb. 9: Weltweiter Wettbewerb um russische Patienten 35

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