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Potenzialstudie Medizintourismus Berlin-Brandenburg_2015

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Abschätzungen für die bisherige und zukünftige Entwicklung des Gesundheitstourismus in Berlin-Brandenburg

Aufgrund der zunehmenden

Aufgrund der zunehmenden Anzahl von Diabeteserkrankungen und damit verbundener Krankheitsbilder (z.B. Adipositas, Augenkrankheiten, kardiovaskuläre Erkrankungen) ist eher mit einer Zunahme an Behandlungsanfragen zu rechnen. Nahezu ein Viertel der Bevölkerung leidet unter Diabetes und 31% aller Todesfälle lassen sich bereits darauf zurückführen. Nachgefragt werden zudem die Bereiche Unfallchirurgie, Orthopädie, Neurologie, Innere Medizin, Zahnheilkunde, Urologie und Pädiatrie. 26 In den vergangenen Monaten sind onkologische Behandlungsanfragen stark gestiegen. 4.1.2. Saudi Arabien Im bevölkerungsreichsten Land der Golfregion sind rund 60% der 30 Millionen Einwohner saudische Staatsbürger. Die medizinische Versorgung der Bevölkerung ist durch einen Mangel an Fachkräften sowie eine nicht flächendeckende Krankenhausinfrastruktur gekennzeichnet. Zwar wurden in den vergangenen Jahren hunderte Rehabilitationskliniken, Notfallzentren und Krankenhäuser gebaut, dennoch sind sowohl die Kapazitäten als auch die Versorgungsqualität nicht mit Deutschland zu vergleichen. Insbesondere in den Bereichen Onkologie, Transplantationsmedizin, Orthopädie oder Neurologie mangelt es an medizinischen Angeboten, so dass die Patienten ins Ausland geschickt werden. 27 Dabei entsenden der saudische Staat sowie die rund 30 Krankenversicherungen bzw. kooperativen Versicherungsfonds ihre Patienten bevorzugt in die USA, nach Deutschland oder Großbritannien. Die klassischen Zivilisationskrankheiten der arabischen Welt, Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck und Herzerkrankungen, nehmen auch in Saudi Arabien kontinuierlich zu. Hinzu kommen Atemwegserkrankungen, insbesondere Lungenerkrankungen durch Tabakkonsum, sowie Suchterkrankungen infolge verstärkten Alkohol- und Drogenkonsums (ebd., S. 39f.). Es ist daher anzunehmen, dass auch in den nächsten Jahren die Nachfrage nach Behandlungen im Ausland weiter steigt. Als problematisch haben sich in der Vergangenheit die Volatilität der Nachfrage (vgl. Abb. 7) sowie Zahlungsverzögerungen bzw. -ausfälle erwiesen. Hier sollten die medizinischen Leistungs-träger gegebenenfalls auf Sicherungsmechanismen, Vorkasse statt Kostenübernahmeerklärungen oder Diversifizierung auf andere Staaten zurückgreifen. 26vgl. Ozod-Hamad 2012 27vgl. ebd., S. 34 32

Typische Nachfrageentwicklung arabischer Staaten 900 800 700 600 500 400 300 200 100 Daten: Statistisches Bundesamt 2011 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 Gefördert durch: Abb. 7: Volatilität der Behandlungen saudischer Patienten (stationär) Quelle: Eigene Darstellung, Daten des Statistischen Bundesamtes 2011 4.1.3. Kuwait Im Emirat Kuwait leben etwa 3,5 Millionen Einwohner, davon sind allerdings nur 30 Prozent Einheimische, die auch den Großteil der Kaufkraft auf sich vereinen (vgl. Tab. 4). Trotz eines zufriedenstellenden Gesundheitssystems mit einem dichten Kliniknetz entsendet der kuwaitische Staat jährlich für fast eine Milliarde Euro Patienten zur Behandlung ins Ausland. Im Jahr 2010 übernahm die Regierung für etwa 3.000 Patienten die kompletten Kosten und weitere 8.000 Patienten waren Selbstzahler. Primäre Zielländer sind dabei die USA, Großbritannien, Frankreich und die Bundesrepublik. 28 Insgesamt stellte das Auswärtige Amt im Jahr 2012 mehr als 1.400 medizinische Visa für Kuwaiter aus. Dies entspricht einem Zuwachs von fast 40 Prozent innerhalb von zwei Jahren. Kaufkraft (in Intl.-$) Rel. Kaufkraft (in %) Kuwait 84.800 195,1 VAE 56.390 129,7 Saudi-Arabien 49.940 114,9 Deutschland 43.470 100,0 Tab. 4: Bruttonationaleinkommen pro Kopf 2012 28vgl. Ozod-Hamad 2012, S. 43 33

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