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Potenzialstudie Medizintourismus Berlin-Brandenburg_2015

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Abschätzungen für die bisherige und zukünftige Entwicklung des Gesundheitstourismus in Berlin-Brandenburg

Für die arabischen

Für die arabischen Gäste sind Parks sowie die Wald- und Seenlandschaft in Berlin und Brandenburg von besonderer Bedeutung, denn aus ihren Heimatländern kennen sie das in diesem Umfang nicht. Weitere Ausflugsziele sind oft Schlösser, Moscheen, das Botschaftsgebäude der Vereinigten Arabischen Emirate oder der Berliner Fernsehturm. Großes Interesse zeigen vor allem die gut betuchten Araber am Berliner Immobilienmarkt. Einkaufszentren (Mall of Berlin, Gesundbrunnen Center), Hotels (Hotel Grand Hyatt, Hotel Maritim, Waldorf-Astoria) oder Büro- und Wohnkomplexe (Quartier am Auswärtigen Amt, Palais am Alten Wall) sind bereits in Besitz arabischer Investoren und Makler sind bei Anfragen zum Erwerb von Immobilien neue Dienstleistungspartner auch im Medizin-tourismus. Das Thema „Einkaufen“ ist für fast alle Medizintouristen aus den arabischen Staaten, Osteuropa und Asien von Bedeutung. Günstigere Preise als im Heimatland sowie keine Angst vor Imitaten sorgen für eine rege Nachfrage in den Einkaufsmeilen Berlins wie der Friedrichstraße, dem Kurfürstendamm, dem Hackeschen Markt oder dem Alexanderplatz sowie den Designer Outlets außerhalb der Stadtzentren. Führende Anbieter wie beispielsweise die Galeries Lafayette, das KaDeWe oder das KulturKaufhaus Dussmann wären wichtige Partner für Kliniken, Patientenbetreuer oder Hotels, da sie eigene Shoppingassistenten mit den gewünschten Sprachkenntnissen zur Verfügung stellen oder Sonderöffnungszeiten vereinbaren können. Berlin verfügt über 800 gewerbliche Beherbergungsbetriebe, von denen 234 als Hotels (ohne Hotel garnis) geführt werden. Laut DEHOGA Berlin sind darunter derzeit zehn Hotels mit 5 Sternen sowie 94 Hotels mit 4 Sternen klassifiziert. Von den zehn Premiumbetrieben im 5-Sterne-Bereich führen acht den Zusatz „Superior“ und stellen somit Spitzenbetriebe dar. Auch aufgrund des relativ geringen durchschnittlichen Preises für ein Hotelzimmer von 96 Euro 19 sind die Aufenthaltskosten in Berlin günstiger als in vergleichbaren Metropolregionen. Bei den Hotels bietet sich insbesondere das Luxussegment als geeigneter Partner für Kliniken beim Aufenthalt von VIP-Patienten und deren Begleitung an, da diese Kategorie auch bei Geschäftsreisen oder Urlauben bevorzugt wird. In Berlin sind das folgende Einrichtungen: • Regent Berlin • Grand Hyatt Berlin • Hotel Adlon Kempinski • Schlosshotel im Grunewald • The Ritz Carlton Berlin • Hotel de Rome • Sofitel Berlin • The Mandala Hotel • Brandenburger Hof Berlin • Kempinski Hotel Bristol. 19vgl. hotels.com (Hrsg)./ 2005, S. 23 16

Aktuell sind rund 30 Hotels in und um Berlin im Relax-Guide als Wellness-Hotels gelistet. Hierbei handelt es sich vorrangig um Betriebe der renommierten Hotelketten im 4-5-Sternebereich, die über moderne und gut ausgestattete Spa- und Fitnessbereiche verfügen. Meist werden auch Anwendungen wie Massagen etc. und Personal-Fitnesstraining und Ernährungsberatung sowie Entspannungs-verfahren (Yoga etc.) mit qualifizierten Trainern angeboten. Mit den vorhandenen Hotels im 4-Sterne-Segmenet bietet die Stadt Potsdam noch eine für den Medizintourismus geeignete ergänzende Beherbergungsinfrastruktur im direkten Umland von Berlin. Im wettbewerbsstarken Umfeld der 3- und 4-Sterne-Hotels können sich vor allem Häuser in unmittelbarer Nähe der medizinischen Einrichtungen positionieren oder Wellness- und Gesundheit-hotels wie zum Beispiel das Centrovital in Spandau. Das im Hotelkomplex integrierte Gesundheitszentrum bietet den Gästen vom Checkup bis zur ambulanten orthopädischen Rehabilitation ein für ein Hotel sehr breites medizinisches Leistungsportfolio, welches auch bei den internationalen Gästen Anklang findet. Medizinische Dienstleistungen in das Hotel zu holen, ist für Stadthotels eher ungewöhnlich. Eine engere Kooperation mit Kliniken oder niedergelassenen Ärzte könnte zu neuen Dienstleistungen und damit zu einer Differenzierung im Wettbewerb führen. Als Beispiel lässt sich das DeepSleep-Programm des swissotel am Kurfürstendamm benennen, welches mit einem Schlafmediziner für Gäste mit Schlafproblemen oder Stress entwickelt wurde. Immer mehr Kliniken setzen auf eigene Gästehäuser und Komfortstationen und wollen so an Übernachtungen der Begleitpersonen partizipieren. So betreibt zum Beispiel die Charité direkt auf dem Gelände des Campus Virchow-Klinikum das Hotel garni Virchow-Gästehaus, das in 22 modernen Gästezimmern Patienten und deren Begleitpersonen Unterkunft bietet. Ebenfalls auf dem Gelände des Campus Virchow-Klinikum betreibt das Deutsche Herzzentrum Berlin das Hotel „Gästehaus Axel Springer“ mit 35 Zimmern. Weiterhin befinden sich auf dem Gelände des Unfallkrankenhauses Berlin zwei Gästehäuser, die in 15 Zimmern die Möglichkeit bieten, in direkter Nähe zum Unfallkrankenhaus zu übernachten. Vivantes hat an fünf Standorten sogenannte Komfortkliniken errichtet, die Patienten und Begleitpersonen einen Aufenthalt im Hotelambiente versprechen. Einzelne Hotels kooperieren bereits mit verschiedenen Kliniken und bieten Sonderkonditionen für die Patienten und Begleit-personen oder weiterführende Dienstleistungen an. Folgende ausgewählte Kooperationen bestehen derzeit bzw. werden kommuniziert: • Die Helios Kliniken Gruppe bietet unter „HELIOS healthcare international“ Serviceleistungen für Patienten aus dem Ausland an. Neben der Visa-Beantragung und einem Flughafen-Shuttle wird die Vermittlung von Hotels sowie Freizeitprogrammen angeboten. Zu diesem Zweck wurde ein Partnernetzwerk u.a. mit dem Ritz-Carlton und dem Marriot-Hotel aufgebaut. Patienten und Begleitpersonen erhalten vergünstigte Konditionen bei den Netzwerkpartnern. • Das internationale Krankenhaus Berlin Klinik bzw. die internationale Zahnklinik am Leipziger Platz kooperieren mit dem Mandala Hotel und dem Ritz Carlton Berlin und bieten den Patienten besondere Konditionen an. Darüber hinaus beliefert ein Sterne-Restaurant auf Wunsch auch die stationären Patienten während ihres Aufenthalts in der Berlin Klinik. 17

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