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Potenzialstudie Medizintourismus Berlin-Brandenburg_2015

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Abschätzungen für die bisherige und zukünftige Entwicklung des Gesundheitstourismus in Berlin-Brandenburg

Therapien. Einige

Therapien. Einige Ärztezentren wie das MVZ Uhlandstraße oder das Ärztezentrum CityPraxen Berlin bieten in verschiedenen Fachbereichen Leistungen auch für internationale Patienten an, andere konzentrieren sich auf einzelne Bereiche wie • Zahnheilkunde (Berlin Klinik, KU64, Zahnzentrum in Berlin Dr. Khalouf & Partner) • Augenheilkunde (Augenärzte KuDamm 54) • Innere Medizin (Praxis für Innere Medizin im Ärztehaus Pankow) • Orthopädie (Praxis Ortho-Mitte) • Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie (Berlin Klinik, Belleza Praxis-Klinik) • Gynäkologie und Geburtshilfe (Praxis Prof. Ebert , Praxis für Kinderwunschtherapie Berlin- Helle Mitte, Kinderwunschzentrum am Potsdamer Platz). Dies deckt sich mit den häufigsten Thematiken der gesundheitstouristischen Eingriffe weltweit: • Kosmetische Chirurgie (z.B. Brustvergrößerung, Facelifting und Fettabsaugung) • Zahnmedizin (z.B. Implantate, Zahnersatz, Kronen, Bleaching) • Kardiologie/Herzchirurgie (z.B. Bypass-Ventil und Ersatz) • Orthopädische Chirurgie (z.B. Hüftprothesen, Resurfacing, Kniegelenkersatz und Gelenkchirurgie) • Adipositaschirurgie (Magenbypass und Magen z.B. Streifenbildung) • Fruchtbarkeit/Fortpflanzungssystem (zum Beispiel in-vitro-Fertilisation und Geschlechtsumwandlung) • Organ-, Zell- und Gewebetransplantation (z.B. Organtransplantation und Stammzellen- Therapie) • Ophthalmologische Verfahren (z.B. Laser-Augenchirurgie und Linsenimplantate) Diagnose, Check-ups und andere Behandlungen. In Berlin und Brandenburg gibt es zahlreiche niedergelassene Ärzte, deren Fremdsprachkenntnisse über Englisch hinausgehen und die ambulante Leistungen für ausländische Gäste anbieten könnten. Ein übergreifendes Ärztenetzwerk, welches die verschiedenen Anbieter mit internationaler Ausrichtung bündeln und vermarkten könnte, existiert allerdings nicht. Ebenso ist das Kliniknetzwerk von visitBerlin mit derzeit wenigen Teilnehmern noch ausbaufähig. Ergänzend zur Gesamtvermarktung medizinischer und touristischer Leistungen der Hauptstadt sollten die Netzwerke weitere wichtige Aufgaben, wie die Organisation von Veranstaltungen, den Ausbau von Delegationsreisen, die Weiterbildung sowie eine Unterstützung beim Forderungsmanagement/Inkasso übernehmen. Da ein besonderes Interesse an möglichst genauen Kennzahlen der gesamten Wertschöpfungskette der Medizintouristen besteht, könnten die Netzwerke ein Kennzahlensystem zum Medizintourismus aufbauen, welches neben den Patienten/Erlösen im medizinischen Bereich auch Gäste/Umsätze in der Hotellerie, dem Einzelhandel sowie weiteren Dienstleistungen erfasst und veröffentlicht. Berlin profitiert außerordentlich stark vom Image der Hauptstadtregion. Der Hauptstadtstatus ist der wichtigste Wettbewerbsvorteil und sollte in der Kommunikation unter der bereits eingeführten Marke „HealthCapital“ herausgestellt werden. Bei der Vermarktung der medizinischen Leistungen steht die 14

Hochleistungsmedizin im Vordergrund. Vivantes als eines der größten europäischen Krankenhausunternehmen mit einem der leistungsfähigsten International Offices und - laut Befragung - auch den meisten Auslandspatienten sollte gemeinsam mit der Charité, Europas größtem Universitätsklinikum mit der wohl stärksten Markenbekanntheit im Ausland, sowie dem Deutschen Herzzentrum, der weltweit führenden Einrichtung in der Kunstherzforschung, im Zentrum der Kommunikation stehen. Eine durchschnittliche Bettenauslastung der Berliner Kliniken von 80 Prozent deutet auf freie Kapazitäten hin; vor allem in den Bereichen Orthopädie, Kinderheilkunde oder Strahlentherapie. Hier bietet sich eine Chance für neue Angebote und Produkte. Im Rahmen einer „Integrierten Versorgung“ auch für internationale Patienten sind Paketlösungen und die Bündelung von Angeboten entlang der Schiene Vorsorge-Akutmedizin-Rehabilitation gefragt. Eine ineinandergreifende Zusammenarbeit bei der Betreuung der Patienten schließt zudem Bereiche wie E-Health oder die medizinische Forschung (z.B. das Max-Delbrück-Centrum für molekulare Medizin) ein. 2.2. Strukturübersicht der touristischen Dienstleister In vielen Bereichen ist Berlin bereits sehr gut an die internationalen Zielregionen angeschlossen. Am Berliner Hauptbahnhof laufen Schnellverbindungen aus allen wichtigen Städten Europas zusammen und der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg sorgt für die lückenlose Anbindung der Region. Engpass sind derzeit die Kapazitäten des Flughafens Berlin-Tegel, die einen Ausbau der Direktverbindungen ins Ausland sowie eine Erhöhung der Flugfrequenzen nicht zulassen. Mit dem zukünftigen Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt wird die Hauptstadtregion das Angebot an internationalen Flügen jedoch schnell erweitern können. Für die Mobilität in der Stadt sorgen neben den öffentlichen Angeboten diverse Autovermietungen sowie Niederlassungen von Autoherstellern, die neben der Vermietung an Selbstfahrer ebenfalls Limousinenservices vermitteln. Touristisch profitiert die Region von einem reichhaltigen Freizeit- und Kulturangebot, dazu zählen unter anderem der Reichstag, die Museumsinsel, der Berliner Dom, der Gendarmenmarkt oder die historischen Sehenswürdigkeiten Potsdams. Stadtführungen werden in diversen Sprachen von den Tourismusgesellschaften angeboten. Entsprechende Informationen sind für Touristen beispielsweise über die Hotels einfach erhältlich. Insbesondere für die russischen Gäste verfügt Berlin über eine ähnliche Anziehungskraft wie Baden- Baden. Die Vielzahl von Sehenswürdigkeiten wie das Brandenburger Tor, die Berliner Mauer, der Checkpoint Charlie, die Russische Kolonie Alexandrowka, das Schloss Cecilienhof, die beiden Sowjetischen Ehrenmale in Tiergarten und im Treptower Park sowie das Deutsch-Russische Museum Berlin-Karlshorst bilden gerade für die Begleitpersonen russischer Patienten attraktive Ausflugsziele und sollten explizit in der touristischen Vermarktung herausgestellt werden. Nicht fehlen dürfen Attraktionen wie der Filmpark Babelsberg oder Madame Tussauds sowie die gastronomischen Einrichtungen (Gourmetrestaurants und heimatliche Küche gleichermaßen). 15

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