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Potenzialstudie Medizintourismus Berlin-Brandenburg_2015

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Abschätzungen für die bisherige und zukünftige Entwicklung des Gesundheitstourismus in Berlin-Brandenburg

Patienten in

Patienten in Berlin zwischen 17.000 und 21.000 10 liegen. Die 16 Kliniken decken demzufolge etwa die Hälfte der Auslandspatienten ab und das, obwohl einige Kliniken mit internationaler Ausrichtung nicht an der Erhebung teilgenommen haben. Dies lässt den Schluss zu, dass sich die realistischen Patientenzahlen eher am oberen Rand des Spektrums bewegen. Je nach Angebotsspektrum sind die Kliniken gleichermaßen attraktiv für Patienten aus dem Ausland. Spezialkliniken können dabei ebenso nachgefragt werden wie Maximalversorger. Allerdings haben Maximalversorger durch das umfangreichere Angebot und die Anzahl an Betten sowie Ärzten Größenvorteile. Das Deutsche Krankenhausinstitut hat berechnet, dass Kliniken mit 600 und mehr Betten die drei- bis vierfachen Gesamterlöse für internationale Patienten im Vergleich zu Kliniken mit 300 bis 599 Betten haben. 11 Die Kliniken in Berlin und Brandenburg weisen ein für die primären Zielmärkte GUS/GCC geeignetes Angebot auf. Nachfolgend sind einige Kliniken 12 mit ausgewählten Spezialisierungen angeführt: • Bundeswehrkrankenhaus Berlin (Prostatazentrum Berlin-Mitte, Psychotraumazentrum) • Charité (Comprehensive Cancer Center, Adipositaszentrum u.v.m.) • Deutsches Herzzentrum Berlin (Angeborene Herzfehler und Kinderkardiologie) • Dominikus-Krankenhaus (Arthoskopiezentrum, minimal-invasive Bauchchirurgie) • Ev. Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge (Epilepsie, Urologie) • Franziskus-Krankenhaus (Gefäßchirurgie, Kardiologie) • Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe (Onkologisches Zentrum) • Havelklinik (Spezialklinik für Gelenksatz, Endoprothetikzentrum) • Helios Kliniken (Onkologisches Zentrum, Traumazentrum u.v.m.) • Immanuel Diakonie (Herzzentrum, Rehabilitation, Orthopädie) • Jüdisches Krankenhaus Berlin (Zentrum für Multiple Sklerose, Gefäßzentrum) • Kliniken Beelitz (Rehabilitation, Parkinson) • Klinik für MIC (Adipositaszentrum, Reproduktionsmedizin) • Klinik Sanssouci (Orthopädie, Plastische Chirurgie) • Klinikum Brandenburg (Turmorzentrum, Gefäßzentrum) • Klinikum Ernst von Bergmann (Tumorzentrum, Adipositaszentrum, CheckUp) • Krankenhaus Bethel (Darmzentrum, Endoprothetikzentrum) • Krankenhaus Walfriede (Brustzentrum, Gynäkologie) • Medical Park (Diagnostik, Rehabilitation) • Meoclinic (Diagnostik, Kardiologie) • Oberlinklinik (Orthopädie) • Paul Gerhardt Diakonie (Brustkrebs, Diabetes, Orthopädie u.v.m.) • Paulinenkrankenhaus (Kardiologiezentrum) 10 davon mit geplante Behandlungen: 7.700 bis 9.500 Auslandspatienten 11vgl. DKI (Hrsg.) 2014, S. 11 12 in alphabetischer Reihenfolge 10

Sankt Gertrauden Krankenhaus (Endoprothetikzentrum, Augenheilkunde u.v.m.) • Schlosspark-Klinik/Park Klinik Weißensee (Diagnostik, Plastisch Ästhetische Chirurgie u.v.m.) • St. Josefs-Krankenhaus Potsdam (Darmzentrum, Brustzentrum) • Unfallkrankenhaus Berlin (Zentrum für Schwerbrandverletze und Rückenmarksverletze, Handchirurgie u.v.m.) • Vivantes (Tumorzentrum, Pädiatrie, Orthopädie u.v.m.) Da das medizinische Angebot und dessen Qualität durch die Patienten nur sehr schwer beurteilt werden kann, sind oft Serviceleistungen wie Internetseiten in verschiedenen Sprachen 13 oder ein International Office, welches sich um die Patientenanfragen kümmert, entscheidend für die Auswahl der Klinik. Von den befragten Kliniken hatten 38,5 Prozent ein solches International Office mit durchschnittlich sechs Mitarbeitern, die vor allem Englisch, Russisch und Französisch sprechen. Diese speziellen Organisationseinheiten haben bundesweit nur etwa ein Fünftel aller Krankenhäuser. 14 Bei den auf die internationale Klientel spezialisierten Einrichtungen gehören diese Büros bei rund 64 Prozent zum Standard. 15 Die Erlöse mit Auslandspatienten fallen bei Kliniken mit International Offices etwa siebenmal so hoch aus wie bei Kliniken ohne eine solche Einrichtung. 16 Insgesamt beurteilen die befragten Häuser die Nachfrage aus dem Ausland als positiv. Fast 70 Prozent verzeichneten in den vergangenen drei Jahren mehr Patienten, vor allem aus den Zielmärkten GUS und Golfstaaten. Kritisch zu betrachten ist die Nachfrageentwicklung bei den russischen Patienten: 39 Prozent der Kliniken signalisierten innerhalb des oben genannten Zeitraums bereits eine stagnierende Marktentwicklung; in der Marktanalyse der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg im Jahr 2013 waren es nur zwölf Prozent. 17 Die russischen Patienten sind aus Sicht der befragten Kliniken die wichtigste Zielgruppe (vgl. Abb. 1). In fast allen dieser Kliniken werden Patienten aus Russland oder der Ukraine behandelt. 13 Nur 16 der 45 angeschriebenen Kliniken verfügen über englischsprachige Webseiten; 13 haben russische Seiten und zwei arabische 14vgl. DKI (Hrsg.) 2014, S. 18 15 vgl. Juszczak/Beyer 2014, S. 36 16vgl. DKI (Hrsg.) 2014, S. 19 17Juszczak/Beyer 2014, S. 35 11

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