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Masterplan Industriestadt Berlin 2010 – 2020

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Umsetzungsbericht 2012: Ausgewählte Ergebnisse

Aktionsfeld Fachkräfte

Aktionsfeld Fachkräfte Mathematische und naturwissen schaftliche Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler werden verbessert. Der Zugang zu Fachkräften wird erleichtert. Qualifizierung wird gezielt gegen Fachkräftemangel gesetzt. „Gut gefallen hat mir die Möglichkeit, den direkten Kontakt zu den Firmen herzustellen, gerade in Bezug auf den beruflichen Einstieg und Praktika.“ Benjamin Mientus, 22 Jahre, Student und Teilnehmer der Langen Nacht der Industrie G1 H1 Berlin macht MINT In den technologieintensiven Zukunftsindustrien werden in den nächsten Jahren neue Arbeitsplätze entstehen. Arbeitsplätze, für die gute Leute gerade im sogenannten MINT-Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik gebraucht werden. Der Masterplan Industriestadt Berlin setzt daher auf eine breite Förderung der entsprechenden Kompetenzen von der Schulzeit an. Nicht nur ein Mehr an Unterricht in den naturwissenschaftlichen Fächern ist gefragt, sondern vor allem auch die Einführung effektiverer Lehrmethoden. Erfolgreiche Projekte und Methoden wie „Sinus Transfer“ und die Lernwerkstätten werden daher verstetigt und ausgebaut. Lernwerkstätten sind Orte, in denen Kinder entdeckend, kreativ und forschend lernen. Durch freies Experimentieren sollen Kinder mit den zur Verfügung stehenden Materialen ohne Anweisung naturwissenschaftliche Phänomene selbst verstehen lernen. Dadurch verändert sich der Schulalltag auch für die Lehrkräfte. Die Lehrerfortbildung wird daher bedarfsgerecht angepasst und das Angebot transparent aufbereitet. Auf der Tagung „MINT-Mitdenken“ im Frühjahr 2013 sollen die gewonnenen Erfahrungen vorgestellt und in Workshops weitervermittelt werden. Ferner soll eine Interviewreihe mit Unternehmen Erkenntnisse darüber erbringen, wie die Lehrerfortbildung optimiert werden könnte und welche Kompetenzen Kinder frühzeitig erwerben sollten, damit sie in den MINT-Fächern bessere Lernergebnisse erzielen und ihre Ausbildung oder Studium erfolgreich gestalten können. Mit der Langen Nacht der Industrie für die Industrie begeistern Ziel des Masterplanprojektes ist es, ein Bewusstsein für die Möglichkeiten zu wecken, die der Industriestandort jungen Leuten und gerade Studierenden bietet, die vor der Berufswahl stehen oder nach einem Arbeitsplatz suchen. Gerade die Jobchancen bei kleinen und mittleren, sehr innovativen und international tätigen Unternehmen sind oft noch zu wenig bekannt. Für die „Lange Nacht der Industrie“ am 9. Mai 2012 konnte das Netzwerk Industriepolitik 30 herausragende Industrieunternehmen gewinnen, darunter zehn, die bereits an der Hauptstadtkampagne be Berlin unter dem Slogan „ich bin ein berliner.“ teilnehmen. Zum ersten Mal präsentierten sich sowohl leistungsstarke Traditionsunternehmen als auch junge mittelständische in dieser Nacht in Berlin, unter ihnen auch sogenannte „Hidden Champions“. Bei anschaulichen Führungen erhielten die Teilnehmer spannende Einblicke in die Arbeitsprozesse der Betriebe; sie konnten Fragen stellen 10

und sich ein persönliches Bild von den Unternehmen als sympathische Gast- sowie als potenzielle Arbeitgeber machen. Weit mehr als 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, darunter überwiegend Schülerinnen, Schüler und Studierende, nutzten diese Gelegenheit, um sich eingehend über Berliner Firmen als zuverlässige Partner für Zukunft und Karriere zu informieren. Die Lange Nacht der Industrie ist ein Veranstaltungsformat, das im Umfeld der Industrie zusammenbringt, was zusammengehört: die Industrie als bedeutenden Wirtschaftsfaktor und die Menschen der Stadt. „Die große Publikumsnachfrage bei der Langen Nacht der Industrie beweist, dass die Berliner Industrie wieder zu einem spannenden Thema geworden ist.“ Rainer G. Jahn, Vorstand Nordostchemie, Vice-Präsident UVB Besuch bei einem der führenden Anlagenhersteller in der Industrieautomatisation: Das Maschinenbauunternehmen Jonas & Redmann in Berlin-Moabit war eine der vielen Attraktionen während der Langen Nacht der Industrie. I 1 Attraktive Arbeitsplätze schaffen Berlin nimmt in der Gleichstellungspolitik eine Vorreiterrolle ein. Hier befindet sich die Partizipation von Frauen in Politik und Wissenschaft im bundesweiten Vergleich bereits auf einem überdurchschnittlich hohen Niveau. Auch der Anteil von Frauen, die ingenieurwissenschaftliche Studien begin nen, wird nur von wenigen Bundesländern übertroffen. Das ist jedoch kein Grund, sich auf dem Erreichten auszuruhen, im Gegenteil: Nach wie vor sind Frauen in Berlin gerade im verarbeitenden Gewerbe weit unter dem Durchschnitt repräsentiert, ihr Verdienst ist geringer als der von Männern, es gibt eine hohe Quote von Teilzeitarbeit, und auch in Führungspositionen sind sie seltener vertreten. Das größte Hemmnis ist nicht eine möglicherweise fehlende Qualifikation von Frauen. Vielmehr ist die Arbeit in der Industrie oft noch so strukturiert, dass sie Frauen den Zugang erschwert. Das ist ein wichtiges Ausschlusskriterium schon bei der Berufswahl, und es betrifft nicht allein Frauen, sondern auch Männer. Höchste Priorität hat entsprechend die Schaffung von lebensphasengerechten Arbeitsmodellen, damit Beruf und Familie vereinbar sind. Durch fami lienbewusste Angebote positionieren sich Unternehmen als attraktive Arbeitgeber, die Fach kräfte gewinnen und halten, auch wenn diese Erziehungs- und Pflegeaufgaben wahrnehmen. Senatsver waltungen und Wirtschaftsförderung arbeiten gemeinsam an Verbesserungen bei der flexiblen Kinderbetreuung und Pflege von Angehörigen und tragen durch Beratung und Information für Arbeitgeber und Beschäftigte in KMU zur Sensibilisierung der Unternehmen für familienbewusste Personalstrategien bei. Als besonders zukunftsweisend erwies sich die Zusammenarbeit mit dem „Unternehmensnetzwerk Motzener Straße“, das eine Vorbildfunktion für eine lebens phasen orientierte Politik mit dem Ziel der Sicherung von Fachkräften einnimmt. 11

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