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Leichtbau in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg

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Branchenstruktur- und Standortanalyse für den Bereich Leichtbau in Berlin und Brandenburg

Potenzialanalyse

Potenzialanalyse Leichtbau Förderlandschaft: Inwieweit Förderprogramme unterstützend auf die Umsetzung von Leichtbauvorhaben wirken, wird ebenfalls in der Onlinebefragung beleuchtet. Aktuell wird bereits auf Förderprogramme zugegriffen, wobei 38 % der Berliner und 26 % der Brandenburger Akteure diese intensiv bis sehr intensiv nutzen (vgl. Abb. 19). Eine zum Teil deutliche Steigerung der Inanspruchnahme von Förderprogrammen ist zukünftig vorgesehen. Diese Entwicklung wird bundesland- (Berlin: aktuell 41 % Inanspruchnahme sehr wenig; zukünftig 18 % sehr wenig/Brandenburg: aktuell 39 % Inanspruchnahme sehr wenig; zukünftig 26 % sehr wenig) sowie zielgruppenspezifisch bestätigt. Lediglich Netzwerke, Verbände und Vereine aus Berlin und Brandenburg nutzen Förderprogramme aktuell wenig und werden auch zukünftig wenig auf Förderprogramme zugreifen. Dies begründet sich in der vorrangigen Ausrichtung der Förderprogramme auf Unternehmen, im Speziellen klein- und mittelständische Unternehmen, sowie Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Neben der Bedeutung der Inanspruchnahme von Förderprogrammen rücken besonders die Unterstützungsbedarfe in den Fokus. Der größte Unterstützungsbedarf bei der Umsetzung von Leichtbauvorhaben besteht in der Hauptstadtregion insgesamt beim Zugang zu potenziellen Kunden (47 %) und Kooperationspartnern (38 %), bei der Einführung neuer Werkstoffe/ Materialiensowie bei der Vernetzung und dem Innovationstransfer (jeweils 34 %). a ktuell zukünftig Nutzung von Förderprogrammen Berlin | n = 39 Bra ndenburg | n = 23 5 % 33 % 5 % 15 % 41 % 9 % 17 % 26 % 9 % 39 % 18 % 31 % 18 % 13 % 18 % 9 % 26 % 30 % 9 % 26 % sehr groß groß mittel klein sehr klein Abb. 19: Nutzung von Förderprogrammen – aktuell und zukünftig, Quelle: durchgeführte Befragung im Rahmen der Branchenstruktur- & Standortanalyse ja, beim Zugang zu geeigneten Fachkräften 19 % 19 % ja, beim Zugang zu Kooperationspartnern 26 % 50 % ja, bei der Erstellung/dem Entwurf von Prototypen 14 % 12 % ja , bei der Einführung neuer Werkstoffe/ /Materialien ja, bei der Entwicklung neuer Produktionstechnologien 27 % 24 % 27 % 33 % ja , beim Zuga ng zu potenziellen Kunden 45 % 42 % Als besonders wichtig era chtet von: en Unternehmen Forschung Netzwerken/Verbänden ja , bei der Ma rkteinführung 21 % 27 % ja, bei der Vernetzung und dem Innova tionstra nsfer 27 % 36 % ja , und zwar ... 0 % 7 % nein 12 % bei Bei der Akquise von Wagniskapital, finanzielle Förderung, Finanzierung Musterhaus, geeignete G rundlagenförderprogramme 23 % Berlin | n = 42 Bra ndenburg | n = 26 Abb. 20: Unterstützungsbedarfe der Akteurswelten, Quelle: durchgeführte Befragung im Rahmen der Branchenstruktur- & Standortanalyse, Mehrfachnennungen möglich 23

Potenzialanalyse Leichtbau Die bundeslandspezifische Aufarbeitung der Unterstützungsbedarfe zeigt ein ähnliches Bild (vgl. Abb. 20): In Brandenburg ist zielgruppenübergreifend der Zugang zu Kooperationspartnern mit dem größten Unterstützungsbedarf benannt, in Berlin ist es der Vernetzungs- und Innovationstransfer. Zusätzlich dazu sind in Brandenburg beim Marktzugang und bei der Entwicklung neuer Produktionstechnologien Unterstützungsbedarfe identifizierbar. Im Rahmen der Onlinebefragung wird den Teilnehmern die Frage gestellt, was aus ihrer Sicht den Standort Berlin-Brandenburg im Leichtbau zukünftig voranbringen würde (vgl. Abb. 21). Mögliche Maßnahmen bzw. Angebote, bei denen die Summe der Bewertungen in den Kategorien „sehr groß“ und „groß“ mehr als 50 % ergibt, werden dabei als „effizient“ eingestuft. Aus Sicht der Befragten sind die effizientesten Maßnahmen spezifische Leichtbauförderprogramme für Berlin und Brandenburg (69 % der Berliner und 70 % der Brandenburger Befragten bewerteten den Effekt als „sehr groß“ oder „groß“), ebenso wie die Transparenz hinsichtlich geeigneter Förderprogramme (60 % bzw. 74 %). Die Komplexität der Antragstellung und die Schwierigkeit, zu verstehen, welche Förderprogramme genau infrage kommen, werden auch als Hindernisse für das Einwerben von Fördermitteln bei den Experteninterviews benannt. Tra nspa renz hinsichtlich geeigneter Förderprogramme Kenntnisse über potenzielle Koopera tionspa rtner 11 % 4 % 17 % 17 % 49 % 40 % 70 % 22 % 4 % 51 % 26 % 6 %3 % 48 % 26 % 9 % Spezifischere Leichtbau-La ndesprogra mme für Berlin/ Bra ndenburg Ausba u vorha ndener Forschungsinfra strukturen Förderung in den MINT-Fä chern gezielte Aus- und Weiterbildungsangebote Anwerben von Fa chkrä ften stä rkere Einbindung des Leichtba us in vorha ndene Infra struktur (bspw. Kompetenzzentren) gezielte deutschla ndweite Ma rketinga ktivitä ten übergeordnete Leichtbau-Koordinationsstelle für Berlin/ Bra ndenburg 25 % 44 % 25 % 3 % 22 % 48 % 22 % 9 % 29 % 26 % 26 % 18 % 13 % 35 % 48 % 4 % 20 % 29 % 31 % 20 % 14 % 50 % 32 % 5 % 15 % 47 % 26 % 12 % 13 % 39 % 39 % 9 % 6 % 20 % 49 % 23 % 3 % 4 % 35 % 35 % 17 % 9 % 11 % 46 % 20 % 20 % 3 % 22 % 35 % 26 % 13 % 4 % 17 % 17 % 40 % 20 % 6 % 13 % 39 % 22 % 22 % 4 % 6 % 40 % 34 % 11 % 9 % 5 % 27 % 36 % 18 % 14 % Berlin | n = 37 Bra ndenburg | n = 25 sehr groß groß mittel klein sehr klein Abb. 21: Einschätzung der Befragten zu möglichen Maßnahmen und Angeboten, die Berlin/Brandenburg als Leichtbaustandort voranbringen könnten. Die rote Linie zeigt die 50-%-Marke an, Quelle: durchgeführte Befragung im Rahmen der Branchenstruktur- & Standortanalyse 24

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