Aufrufe
vor 5 Jahren

Einrichtungsbefragung zur Situation in ausgewählten Gesundheitsfachberufen in Berlin-Brandenburg

  • Text
  • Berlin
  • Brandenburg
  • Tabelle
  • Einrichtungsbefragung
  • Gesundheitsfachberufen
  • Einrichtungen
  • Ausbildung
  • Anzahl
  • Arbeit
  • Deutlich

Einrichtungsbefragung in ausgewählten Gesundheitsfachberufen in Berlin-Brandenburg ⎜ 75 Neben der berufsfachschulischen Ausbildung ist im Rahmen der Modellklausel auch eine Ausbildung im Rahmen eines ausbildungsintegrierten Studiengangs möglich. Im November 2014 waren in Berlin insgesamt ca. 120 Studierende eingeschrieben, in Brandenburg waren es zu diesem Zeitpunkt ca. 50 (1. und 3. Semester). Bislang hat in Brandenburg noch kein(e) Student/in das Studium abgeschlossen, in Berlin waren es in den letzten Jahren jeweils ca. 25 Personen. 79 Ein geringer Teil des fachschulischen Ausbildungsrückgangs wird damit durch die Studierendenzahlen aufgefangen. Nicht alle Auszubildenden beenden ihre Ausbildung erfolgreich. Während die Quote der nicht erfolgreichen Ausbildungsabschlüsse über die letzten Jahre bei ca. drei Prozent lag, brachen immerhin relativ konstant 17 Prozent eines Jahrgangs ihre Ausbildung vorzeitig ab. 80 Dementsprechend verringert sich die Anzahl der Absolvent/innen in diesem Beruf (vgl. Abbildung 5). Abbildung 5: Anzahl der Auszubildenden mit bestandener Abschlussprüfung an Schulen des Gesundheitswesens im Zeitverlauf – Gesundheits- und Krankenpfleger/innen 1 000 800 677 672 727 671 652 700 723 600 400 583 589 487 525 471 460 609 200 – 2006/07 2007/08 2008/09 2009/10 2010/11 2011/12 2012/13 Berlin Brandenburg Quelle: Landesamt für Statistik Berlin-Brandenburg 4.1.3 Zukünftige Beschäftigungsentwicklung und Fachkräftenachfrage Stabile bis steigende Beschäftigungserwartung für die nächsten Jahre In der Gesundheits- und Krankenpflege kann in Berlin und Brandenburg mit weiterem Beschäftigungswachstum gerechnet werden. Sowohl die Daten zu den jüngsten Bestandsveränderungen (vgl. Tabelle 20) als auch die Ergebnisse der Online-Befragung weisen auf 79 80 Angaben gemäß Auskunft der Hochschulen. In Berlin ist die Anzahl der zugelassenen Plätze leicht erhöht worden, daher ist zukünftig mit mehr Absolventinnen und Absolventen zu rechnen. Für Berlin liegt eine Zeitreihe von 2007 bis zum aktuellen Rand, für Brandenburg liegen Daten nur für die Ausbildungsjahre 2012/2013 und 2013/2014 vor.

76 ⎜ Einrichtungsbefragung in ausgewählten Gesundheitsfachberufen in Berlin-Brandenburg weiteres Beschäftigungswachstum hin: Zwischen 2011 und 2013 hat in den untersuchten Einrichtungen die Beschäftigung von Gesundheits- und Krankenpfleger/innen sowohl in Berlin als auch in Brandenburg leicht zugenommen. Auch für den weiteren Verlauf des Jahres 2014 erwartet ein erheblicher Teil (rund 30 Prozent) Beschäftigungswachstum. Bei der Vorausschau auf die Jahre 2015 bis 2017 steigt der Anteil der Einrichtungen, die eine Beschäftigungszunahme erwarten, sogar auf 41 Prozent (vgl. Tabelle 26). Tabelle 26: Tendenzen künftiger Beschäftigungsentwicklung in der beruflichen Tätigkeit Gesundheits- und Krankenpflegerin bzw. -pfleger – Ergebnisse der Online-Befragung Beschäftigungszeiträume Tendenzen der Beschäftigungsentwicklung Gesundheits- und Krankenpfleger/in steigend gleichbleibend fallend noch unklar Anteile der Antwortenden in Prozent 2014 28 53 8 11 2015-2017 41 32 12 15 Quelle: SÖSTRA/IMU Einrichtungsbefragung 2014 Eine über den Zeitraum bis 2017 hinausgehende Vorausschau bedarf weiterer Erkenntnisquellen. Eine Basisorientierung für die künftige Entwicklung kann aus der Bestandsveränderung in den vergangenen 10 Jahren gewonnen werden. Tabelle 27: Krankenschwestern, -pfleger, Hebammen 2003 - 2011 Bundesland / Region Krankenschwestern, -pfleger, Hebammen (BKZ 853 der KldB 1988) 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 Jeweils 30.06. Berlin 34.050 33.574 33.405 33.317 33.842 34.387 35.325 35.890 36.373 Brandenburg 20.522 20.763 21.172 21.391 21.483 21.763 22.038 22.362 22.404 Berlin-Brandenburg 54.572 54.337 54.577 54.708 55.325 56.150 57.363 58.252 58.777 Quelle: Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit, eigene Berechnungen Der Beschäftigtenbestand in der Gruppe Krankenschwestern, -pfleger, Hebammen 81 wuchs im Zeitraum 2003-2011 jährlich durchschnittlich um ein Prozent und erfuhr so in diesen acht Jahren eine Bestandserweiterung um rd. 4.200 Beschäftigte (vgl. Tabelle 27). Die Bestandsentwicklung in den beiden Folgejahren zeigt für 2012 und 2013 die Fortsetzung des schwachen Wachstumstempos. Für die Dekade 2003-2013 insgesamt kann da- 81 Vor der Einführung der Klassifikation der Berufe (KldB) 2010 im Jahre 2012 gehörten zur Gruppe der Gesundheits- und Krankenpfleger in der KldB 1988 ebenfalls die Hebammen/Entbindungspfleger. Aus einem Strukturvergleich der entsprechenden Teile beider Klassifikationen kann geschlossen werden, dass diese höchstens einen Anteil von zwei Prozent an den in der Gesamtgruppe ausgewiesenen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten haben.

Publications in English

Publikationen auf deutsch

Clusterreport Verkehr, Mobilität und Logistik
Schienenverkehrstechnik
Verkehrstelematik
Logistik
Automotive in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg
Aerospace Industrie
Biotech- und Pharmaindustrie
Forschung für die Gesundheit
Gesundheitsversorgung und Prävention
Potenzialstudie Medizintourismus Berlin-Brandenburg_2015
Clusterbroschuere Gesundheitswirtschaft
Prävention und Gesundheitsförderung
Rehabilitation in Berlin und Brandenburg
Games Industrie in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg
Digitale Wirtschaft in Berlin
Fernsehen in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg
Fashion in Berlin
Best Practice Wireless in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg
Medien und Kreativwirtschaft in Berlin-Brandenburg
Turbomaschinen und Kraftwerkstechnik
Energienetze und -speicher in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg
Kreislaufwirtschaft in Berlin
Wasserwirtschaft in Berlin
Energietechnik in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg
Inkubationsprogramme in der Energiewirtschaft
Service Packages für Unternehmen in Berlin
Unternehmensservice in den Berliner Bezirken