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Einrichtungsbefragung zur Situation in ausgewählten Gesundheitsfachberufen in Berlin-Brandenburg

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Einrichtungsbefragung in ausgewählten Gesundheitsfachberufen in Berlin-Brandenburg ⎜ 199 Tabelle 121: Sv-pflichtige Beschäftigte nach Alter am 30. Juni 2013 - Ergotherapie Bundesland / Region Gesamt Unter 35 Jahre davon 35 bis unter 50 bis unter 55 bis unter 60 Jahre 50 Jahre 55 Jahre 60 Jahre und älter Berlin 2.151 1.046 660 227 218 186 Brandenburg 1.333 737 383 103 74 36 Berlin-Brandenburg 3.484 1.783 1.043 330 328 Angaben in Prozent Berlin 100,0 48,6 30,7 10,6 10,1 Brandenburg 100,0 55,3 28,7 7,7 5,6 2,7 Berlin-Brandenburg 100,0 51,2 29,9 9,5 9,4 Vergleich: untersuchte Gesundheitsfachberufe gesamt 100,0 33,0 37,5 14,3 9,9 5,3 Quelle: Bundesagentur für Arbeit, eigene Darstellung Unabhängig vom Bundesland fällt der hohe Anteil der sv-pflichtig Beschäftigten in der Ergotherapie im Alter von unter 35 Jahren auf. Damit handelt es sich um einen sehr „jungen“ Beruf. Neben der sv-Beschäftigten spielt insbesondere in den Therapieberufen auch die Selbstständigkeit eine große Rolle. Zur Altersstruktur der Selbständigen liegen keine Daten vor. Werden jedoch die Angaben zur Altersstruktur der Selbständigen in anderen Therapieberufen auf die Ergotherapie übertragen, ist von einer deutlich älteren Verteilung auszugehen. Dies erklärt sich vor allem dadurch, dass eine selbständige Tätigkeit in der Regel erst nach einigen Jahren Berufserfahrung aufgenommen wird. Das deutet auf einen stärkeren altersbedingten Ersatzbedarf hin, als durch die bloße Betrachtung der Altersstruktur der sv-pflichtig Beschäftigten deutlich wird. Deutliche Verflechtungsbeziehungen zwischen Berlin und Brandenburg In der Ergotherapie besteht gemessen am Beschäftigungsumfang ein reger Fachkräfteaustausch zwischen Berlin und Brandenburg. Von den in der Ergotherapie sozialversicherungspflichtig Beschäftigten kommen in Berlin rund 11 Prozent aus Brandenburg und in Brandenburg rund 9 Prozent aus Berlin. In absoluten Zahlen: Im Juni 2013 pendelten 233 Brandenburger Fachkräfte nach Berlin und 120 Berliner Fachkräfte nach Brandenburg. Zu anderen Bundesländern weist Berlin in der Ergotherapie nur geringe Verflechtungsbeziehungen auf. Aber auch von diesen pendeln mehr Ergotherapeut/innen nach Berlin ein als aus Berlin aus. 186 In der Statistik der Bundesagentur für Arbeit werden keine Daten 55 bis unter 60 Jahre und 60 Jahre und älter ausgewiesen. Daher kann hier nur rechnerisch die Gesamtzahl angegeben werden.

200 ⎜ Einrichtungsbefragung in ausgewählten Gesundheitsfachberufen in Berlin-Brandenburg Andere Bundesländer Auspendler 141 120 - 3 * 18 Einpendler 294 233 10 14 5 32 Saldo +153 +113 +10 +11 Ca. +5 +14 Quelle: Bundesagentur für Arbeit, eigene Darstellung Brandenburg hat etwas ausgeprägtere Pendlerverflechtungen zu anderen Bundesländern. Zusammen mit den Einpendlern aus diesen Ländern erhöht sich der Anteil der aus anderen Bundesländern kommenden Fachkräfte an allen Ergotherapeut/innen auf 17 Prozent und erreicht damit sogar einen etwas höheren Wert als Berlin mit ca. 14 Prozent (vgl. Tabelle 122 und Tabelle 123). Tabelle 123: Pendler in der Ergotherapie am 30.07.2013 mit Wohn- oder Arbeitsort Brandenburg Brandenburg Gesamt Berlin Davon nach Wohn- oder Arbeitsort Tabelle 122: Pendler in der Ergotherapie am 30.07.2013 mit Wohn- oder Arbeitsort Berlin Davon nach Wohn- oder Arbeitsort Berlin Gesamt Mecklenburg- Sachsen- Brandenburg Sachsen Vorpommern Anhalt Mecklenburg- Vorpommern Sachsen Sachsen- Anhalt Andere Bundesländer Auspendler 289 233 11 19 7 19 Einpendler 222 120 6 48 37 11 Saldo -67 -113 -5 +29 +30 -8 Quelle: Bundesagentur für Arbeit, eigene Darstellung In der Saldierung von Einpendler- und Auspendlerströmen können die hohen Auspendlerzahlen nach Berlin nicht durch die Fachkräftegewinne aus den anderen Nachbarländern ausgeglichen werden. Allerdings fällt dieser Saldo – auch im Vergleich zu anderen untersuchten Berufen – gering aus. Relevante Neueinstellungen in 2013 bei stark variierenden Stellenbesetzungszeiten Im Jahr 2013 haben ein Drittel der Antwortenden in Vollzeit und 43 Prozent in Teilzeit mindestens eine Person eingestellt. Insgesamt sind im Jahr 2013 von den antwortenden Einrichtungen 247 Personen eingestellt worden, davon vierzig Prozent in Vollzeit (100 Vollzeitstellen). Auch im Jahr 2014 setzt sich das rege Einstellungsverhalten im Bereich der Ergotherapie fort. Ein gutes Drittel der Einrichtungen hat Einstellungen vorgenommen, nochmal 44 Prozent planten Einstellungen. Inwieweit 2013 der Fachkräftebedarf gedeckt werden konnte, lässt sich auch daran ablesen, ob eine Stelle aufgrund fehlender geeigneter Bewerber/innen nicht besetzt werden konnte. Insgesamt ist die Anzahl der offen gebliebenen Stellen nach Angaben der Antwortenden gering (23 offen gebliebene Stellen). Bei den Einrichtungen mit offen geblieben Stellen handelt es sich ausschließlich um Praxen. In Berlin geben sechs Prozent der Befragten an, aufgrund fehlender geeigneter Bewerbender offene Stellen nicht besetzt zu haben, in Brandenburg beträgt dieser Anteil rund 18 Prozent. Diese Diskrepanz deutet auf

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