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Einrichtungsbefragung zur Situation in ausgewählten Gesundheitsfachberufen in Berlin-Brandenburg

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Einrichtungsbefragung in ausgewählten Gesundheitsfachberufen in Berlin-Brandenburg ⎜ 197 4.11 Ergotherapeutinnen und -therapeuten 4.11.1 Beschäftigungsentwicklung und -struktur Relevante Beschäftigtenzahlen und deutliches Beschäftigungswachstum In Berlin und Brandenburg waren Mitte 2014 rund 3.700 Ergotherapeut/innen sv-pflichtig beschäftigt. Davon waren gut drei Fünftel in Berlin und knapp zwei Fünftel in Brandenburg tätig. Hinzu kommen selbständig tätige Personen. Zu dieser Erwerbsform liegen weder für Berlin noch für Brandenburg verlässliche Zahlen vor. Bei der Ergotherapie handelt es sich um den zweitgrößten der hier untersuchten Therapieberufe. Die Beschäftigungsentwicklung in der Ergotherapie ist sowohl in Berlin als auch in Brandenburg durch Wachstum gekennzeichnet (vgl. Tabelle 118). 184 Tabelle 118: Sv-pflichtige Beschäftigung in der Ergotherapie 2012-2014 Sozialversicherungspflichtig beschäftigte Bundesland / Region Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten (BKZ 8172 der KldB 2010) 31.12.2012 30.06.2013 30.09.2013 31.12.2013 30.06.2014 31.09.2014 Berlin 2.077 2.151 2.174 2.209 2.259 2.294 Brandenburg 1.327 1.333 1.361 1.386 1.409 1.421 Berlin- Brandenburg 3.404 3.484 3.535 3.595 3.668 3.715 Quelle: Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit, eigene Berechnungen Die Ergotherapeut/innen weisen ein hohes Qualifikationsniveau auf. Über 98 Prozent der sv-pflichtig beschäftigten Ergotherapeut/innen entsprechen der Qualifikationsstufe Spezialist (Stand 2013). Im Rahmen der Befragung gaben 171 Einrichtungen an, Ergotherapeut/innen zu beschäftigen. Dabei handelt es sich überwiegend um Praxen und Krankenhäuser. In etwas geringerem Ausmaße gaben auch Pflegeeinrichtungen an, Ergotherapeut/innen zu beschäftigen. In den 114 Einrichtungen, die konkrete Angaben zur Beschäftigtenzahl machten, waren insgesamt 705 Ergotherapeut/innen tätig. In der Mehrzahl handelt es sich um Einrichtungen mit wenigen (1 bis 5) Ergotherapeut/innen (Praxen). Es sind darunter aber auch acht Antwortende, die mindestens 15 Personen in diesem Beruf beschäftigen. Hoher Frauenanteil und hohe Teilzeitquote Der Anteil der Frauen an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Ergotherapie betrug zum Stichtag 30.06.2013 ca. 88 Prozent (vgl. Tabelle 119). Zwischen den beiden Bundesländern differiert der Anteil der weiblichen Beschäftigten wenig. 184 Wie an den erstmals seit Ende 2012 separat für diese berufliche Tätigkeit ausgewiesenen Daten erkennbar ist, wird der vor 2012 aus statistischen Klassifizierungsgründen nur indirekt ablesbare positive Beschäftigungstrend in der Ergotherapie bestätigt. Vgl. hierzu Abschnitt 3.11.4.

198 ⎜ Einrichtungsbefragung in ausgewählten Gesundheitsfachberufen in Berlin-Brandenburg Tabelle 119: Sv-pflichtige Beschäftigung in der Ergotherapie nach Geschlecht am 30.06.2013 - Ergotherapie Davon Frauen Vergleich: Frauenanteil der Bundesland / Region Gesamt untersuchten Berufe in Anzahl Anteil in Prozent Prozent Berlin 2.151 1.883 87,5 79,9 Brandenburg 1.333 1.196 89,7 84,9 Berlin-Brandenburg 3.484 3.079 88,4 81,9 Quelle: Bundesagentur für Arbeit, eigene Darstellung Die Ergotherapie liegt bezüglich der Teilzeitbeschäftigung in der oberen Hälfte der hier untersuchten Berufe. Anders als beim Anteil der weiblichen Beschäftigten sind bei der Betrachtung der Arbeitszeiten deutliche Unterschiede zwischen Berlin und Brandenburg festzustellen (vgl. Tabelle 120). 185 Tabelle 120: Sv-pflichtige Beschäftigung nach Arbeitszeit am 30.06.2013 – Ergotherapie Davon Teilzeit Vergleich: Teilzeitquote der Bundesland / Region Gesamt untersuchten Berufe in Anzahl Anteil in Prozent Prozent Berlin 2.151 1.317 61,2 44,3 Brandenburg 1.333 643 48,2 46,2 Berlin-Brandenburg 3.484 1.960 56,3 45,1 Quelle: Bundesagentur für Arbeit, eigene Darstellung Günstige Altersstruktur der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten Hinsichtlich der Zusammensetzung nach Alter zeigt sich folgendes Bild (vgl. Tabelle 121): 185 Unterschiede lassen sich auch bei der Betrachtung der Teilzeitquote nach Geschlecht feststellen. Mit 44,4 Prozent in Berlin und 35,0 Prozent in Brandenburg liegen die Teilzeitquoten der Männer deutlich unter der Teilzeitquote der Frauen.

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