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Einrichtungsbefragung zur Situation in ausgewählten Gesundheitsfachberufen in Berlin-Brandenburg

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Einrichtungsbefragung in ausgewählten Gesundheitsfachberufen in Berlin-Brandenburg ⎜ 113 geringe Verweildauer zu beobachten. Entsprechend ist zu konstatieren, dass vor dem Hintergrund des großen Beschäftigungsumfangs die Fluktuation eine deutliche Verringerung des Fachkräftepotenzials erzeugen kann. 4.4.2 Arbeitskräfteangebot Deutlich sinkende Arbeitslosenzahlen Der Bestand an Arbeitslosen verweist auf nicht genutzte Gestaltungsspielräume des Arbeitsmarktes. Für die berufsspezifischen Arbeitslosenzahlen liegen Zeitreihen der Jahresdurchschnitte von 2007 bis 2013 vor. Abgebildet wird der Zielberuf der arbeitslos gemeldeten Personen. Insgesamt weist der Beruf Altenpfleger/in einen kontinuierlichen und vor allem in Berlin sehr deutlichen Rückgang der Arbeitslosenzahlen auf (vgl. Abbildung 10). Abbildung 10: Bestand an Arbeitslosen – Fachkräfte, Spezialisten, Experten (ohne Helfer) 2007-2013 (Jahresdurchschnitte) – Zielberuf Altenpfleger/in 700 600 580 500 429 400 346 300 200 331 260 285 221 192 179 100 189 170 146 134 140 0 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 Berlin Brandenburg Quelle: Bundesagentur für Arbeit, eigene Darstellung Die Mehrheit der arbeitslos gemeldeten Personen sind Frauen. Das korrespondiert mit der Beschäftigungssituation in diesem Beruf. Bezogen auf das Alter der arbeitslos gemeldeten Personen ist die Gruppe der über 55-Jährigen mit knapp 14 Prozent an allen Arbeitslosen vergleichsweise klein. Über 70 Prozent der Arbeitsuchenden sind unter 50 Jahre alt. Die Zahlen zeigen, dass es rein quantitativ betrachtet nur noch eingeschränkte Möglichkeiten gibt, den Fachkräftebedarf aus dem Kreis arbeitsloser Personen zu befriedigen. Deutliche Ausbildungssteigerungen in Berlin und Brandenburg Die Zahl der Auszubildenden stieg in allen hier untersuchten Gesundheitsfachberufen von ca. 11.000 Auszubildenden im Jahr 2006/2007 auf ca. 11.750 Auszubildende im Jahr

114 ⎜ Einrichtungsbefragung in ausgewählten Gesundheitsfachberufen in Berlin-Brandenburg 2012/2013 108 – und dies bei gleichzeitig sinkenden Schulabgangszahlen sowohl in Berlin als auch in Brandenburg. Die Altenpflege ist ganz wesentlich für diesen Anstieg verantwortlich. Im Zeitraum zwischen 2006/2007 und 2013/2014 ist die Anzahl der Auszubildenden über alle Ausbildungsjahrgänge hinweg um 45 Prozent gestiegen (vgl. Abbildung 11). Dieser Anstieg ist sowohl in Berlin als auch in Brandenburg festzustellen. 109 Abbildung 11: Anzahl der Auszubildenden in Berlin und Brandenburg im Zeitverlauf – Altenpfleger/innen 3.000 2.500 2.300 2.470 2.554 2.620 2.000 1.500 1.000 1.620 1.548 1.620 962 1.047 1.321 1.849 1.298 1.428 1.465 1.478 1.632 500 0 2006/07 2007/08 2008/09 2009/10 2010/11 2011/12 2012/13 2013/14 Berlin Brandenburg Quelle: Landesamt für Statistik Berlin-Brandenburg Die gleichförmige Entwicklung zwischen den beiden Bundesländern dürfte durch eine ähnliche Fachkräftebedarfssituation in der Altenpflege begründet sein. Zu beachten ist, dass nicht alle Auszubildenden ihre Ausbildung erfolgreich beenden – entweder weil sie die Abschlussprüfung nicht bestehen oder vor der Beendigung ein Abbruch erfolgte. Daten hierzu liegen nur für Brandenburg vor. Über die letzten Jahre verteilt bestehen in Brandenburg zwischen sechs und acht Prozent der Prüflinge ihre Abschlussprüfungen nicht. Die Quote der vorzeitig beendeten Ausbildungen zum Schuljahresende 2012/2013 betrug ca. 30 Prozent, im Jahr zuvor lag diese Quote in Brandenburg bei 20 Prozent. Dies schlägt sich wie folgt auf die Absolventenzahlen nieder (vgl. Abbildung 12): 108 Ein Teil des Anstieges erklärt sich durch neue Ausbildungsmöglichkeiten, z.B. in der Altenpflegehilfe in Brandenburg. Dies macht aber nur einen Bruchteil des Gesamtanstiegs aus. Diese Entwicklung entspricht auch dem bundesweiten Trend, wonach im Jahr 2011/2012 im Vergleich zum Jahr 2007/2008 ein Anstieg um 5,9 Prozent in nicht-akademischen Erstausbildungen der Gesundheitsfachberufe zu verzeichnen ist. Vgl. Zöller 2014: Gesundheitsfachberufe im Überblick; Wissenschaftliche Diskussionspapiere des BIBB, Heft 153. 109 Es handelt sich jeweils um besetzte Plätze, die vorhandenen Kapazitäten sind größer.

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