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Einrichtungsbefragung zur Situation in ausgewählten Gesundheitsfachberufen in Berlin-Brandenburg

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Einrichtungsbefragung in ausgewählten Gesundheitsfachberufen in Berlin-Brandenburg ⎜ 99 Tabelle 44: Pendler in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege am 30. Juni 2013 mit Wohn- oder Arbeitsort Berlin Davon nach Wohn- oder Arbeitsort Berlin Gesamt Brandenburg Vorpommern Sachsen Mecklenburg- Sachsen- Anhalt Andere Bundesländer Auspendler 80 57 1 1 0 21 Einpendler 706 529 11 18 16 132 Saldo +626 +472 +10 +17 +16 +111 Quelle: Bundesagentur für Arbeit, eigene Darstellung Auch Brandenburg hat Pendlerverflechtungen zu anderen Bundesländern. Der Anteil der aus anderen Bundesländern kommenden Fachkräfte an allen Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/innen in Brandenburg beläuft sich auf 5 Prozent und liegt damit deutlich unter dem Wert aus Berlin mit rund 23 Prozent (vgl. Tabelle 44 und Tabelle 45). Tabelle 45: Pendler in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege am 30. Juni 2013 mit Wohn- oder Arbeitsort Brandenburg Davon nach Wohn- oder Arbeitsort Brandenburg Gesamt Berlin Vorpommern Sachsen Mecklenburg- Sachsen- Anhalt Andere Bundesländer Auspendler 622 529 17 20 5 51 Einpendler 101 57 5 18 17 4 Saldo -521 -472 -12 -2 +12 -47 Quelle: Bundesagentur für Arbeit, eigene Darstellung Trotz des wahrnehmbaren Anteils der Einpendler erleidet der Brandenburger Arbeitsmarkt Fachkräfteverluste. In der Saldierung von Einpendler- und Auspendlerströmen ergibt sich ein Fachkräfteverlust, der rund 27 Prozent des aktuellen Beschäftigtenumfangs entspricht. Relevante Lohnunterschiede zwischen beiden Bundesländern Bei der Betrachtung der Lohnstruktur ist zu berücksichtigen, dass aufgrund der Datenbasis nicht zwischen der Gesundheits- und Krankenpflege und der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege unterschieden werden kann. Da es durchaus möglich ist, dass zwischen beiden Tätigkeiten Lohnunterschiede bestehen, können die nachstehenden Angaben nur als grobe Orientierungswerte dienen. Das monatliche Bruttoarbeitsentgelt der sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege (ohne Auszubildende) lag zum Stichtag 31.12.2012 in Berlin bei 2.786 Euro auf Fachkraftebene, und bei 3.102 Euro auf Spezialistenebene. In Brandenburg betrug das Entgelt 2.582 Euro bzw. 2.794 Euro; ein Unterschied von etwa 200 bzw. 300 Euro. Im Vergleich dazu lag das monatliche Medianentgelt in der Gesundheits- und Krankenpflege bundesweit bei 2.971 Euro (Fachkraftebene) bzw. 3.256 Euro (Spezialistenebene). Um die Angaben

100 ⎜ Einrichtungsbefragung in ausgewählten Gesundheitsfachberufen in Berlin-Brandenburg auch in das regionale Entgeltgefüge einordnen zu können, ist darauf zu verweisen, dass der Vergleichswert für alle Beschäftigten 2012 in Berlin bei 2.744 Euro und in Brandenburg bei 2.177 Euro lag. Auch wenn der Lohn eine wesentliche Grundlage für die Arbeitsplatzentscheidung sein dürfte, erklärt er doch nicht alleine die eindeutige Pendlerbewegung in Richtung Berlin. So ist beispielsweise im Vergleich zu den anderen Berufen der nominale Lohnunterschied zwischen Berlin und Brandenburg ähnlich groß, ohne dass dies zu einer entsprechenden Sogwirkung Berlins geführt hätte. Auch sprechen der höhere bundesweite Medianlohn und der gleichzeitig positive Pendlersaldo Berlins dagegen, die Lohnunterschiede bei der Betrachtung der Pendlerbeziehungen zu stark zu gewichten. Relevante Neueinstellungen in 2013 bei stark variierenden Stellenbesetzungszeiten Im Jahr 2013 haben jeweils rund 40 Prozent der Antwortenden mindestens eine Person in Vollzeit und/oder in Teilzeit eingestellt (insgesamt 283 Personen). Ein Drittel der Befragten (25 von 75) hat angegeben, dass sie 2013 keinen Einstellungsbedarf hatten. Dies ist gegenüber den anderen untersuchten Berufen ein hoher Wert und ein Hinweis auf eine aus Sicht der Einrichtungen entspannte Fachkräftesituation. Auffällig ist, dass große Einrichtungen – in der Regel Krankenhäuser – verhältnismäßig häufig Personen in Vollzeit und kleinere Einrichtungen eher in Teilzeit einstellen. 2014 setzt sich das skizzierte Einstellungsverhalten in abgeschwächter Form fort. Rund 18 Prozent der 93 Antwortenden haben im Jahr 2014 Einstellungen vorgenommen, 15 Prozent planten solche. In Berlin sind mehr Einstellungen erfolgt und geplant. Dies ist überraschend, da die längere Suche nach Fachkräften in Brandenburg nicht zu einem höheren Anteil an noch geplanten Einstellungen führt. Inwieweit 2013 der Fachkräftebedarf gedeckt werden konnte, lässt sich auch an der Besetzung der offenen Stellen ablesen. Fünf Prozent (4 der 75 Fälle) der Befragten gaben an, im Jahr 2013 keine geeigneten Bewerbenden gefunden und daher Stellen nicht besetzt haben zu können. Insgesamt konnten 10 Stellen nicht besetzt werden. Auffällig hierbei ist, dass es sich ausschließlich um Pflegeeinrichtungen handelt, die keine geeigneten Bewerbenden gefunden haben. Angesichts des großen Beschäftigungsumfangs handelt es sich um eine kleine Anzahl offen gebliebener Stellen. Demnach scheinen die Einrichtungen zwar einen relevanten Bedarf an Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/innen zu haben, sie können diesen jedoch derzeit noch decken. Die aus Sicht der Einrichtungen entspannte Arbeitsmarktlage spiegelt sich auch in den Stellenbesetzungszeiten wieder: 84 Prozent der Einrichtungen haben angegeben, dass bei ihnen die Besetzung einer offenen Stelle weniger als eine Woche dauert. Dreizehn Prozent können ihre Stellen innerhalb von drei Monaten besetzen. Die Schwierigkeiten der Pflegeeinrichtungen bei der Besetzung offener Stellen bei Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/innen spiegeln sich zum Teil auch bei der Stellenbesetzungsdauer wider, werden aber durch die Unterschiede zwischen Berliner und Brandenburger Einrichtungen überlagert: Antwortende aus Einrichtungen mit Sitz in Brandenburg haben insgesamt größere Schwierigkeiten bei der Besetzung offener Stellen in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege als Einrichtungen in Berlin.

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