Aufrufe
vor 6 Jahren

Clusterreport Optik & Photonik

  • Text
  • Lasertechnik
  • Augenoptik
  • Optik
  • Analytik
  • Lichttechnik
  • Cluster
  • Photonik
  • Berlin
  • Unternehmen
  • Optische
  • Technologien
  • Mikrosystemtechnik
  • Forschung
  • Optik

Clusterreport Optik und Photonik | Photonik für Kommunikation und Sensorik 64 kohärente Empfänger, mit dem u2t Photonics eine hohe Marktdurchdringung hatte. Dieser wird für die Langstreckenübertragung optischer Signale in unterozeanischen Glasfaserleitungen verwendet, sodass jedes zweite Bit, das den Atlantik überquert, eines der Empfängermodule von u2t Photonics berührt. Bei der Entwicklung und der Überführung in die Fertigung der Photodetektorchips für die kohärenten Empfängermodule ist das Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut, HHI federführend. Derartige Strategien werden jedoch nicht nur für InP angewendet. In Berlin werden direktmodulierbare, vertikal emittierende Laserdioden (VCSEL) hergestellt, die mit Übertragungsraten pro Kanal von bis zu 161 Gigabit pro Sekunde bei ihrer Markteinführung zu den schnellsten in der Welt gehörten. Die Trennung von Design- und Herstellungsprozess öffnet neue Anwendungsfelder: Ein entscheidender Durchbruch in der Erschließung neuer Anwendungsfelder für photonisch integrierte Schaltungen (PICs) wurde mit einer neuen Indium-Phosphid-Integrationsplattform geschaffen. Ziel der Plattform ist es, Prototypen zu geringen Kosten zu ermöglichen. Indium-Phosphid ist das Halbleitermaterial, aus dem sich Laser, Detektoren und andere Bauteile für den Bereich der Telekomwellenlängen von 1200 – 1800 nm herstellen lassen. Kunden aus der ganzen Welt entwerfen selbstständig eigene Designs, die sie selbst niemals herstellen könnten. Die Herstellung erfolgt getrennt vom Design im Heinrich-Hertz-Institut. Dabei werden Aufträge verschiedener Kunden auf einem Wafer zusammengefasst und sehr effizient gefertigt. Der Vorteil wird an den Auftraggeber zurückgegeben. Multi Project Wafer, der nach einem Baukastenprinzip belegt wurde © Fraunhofer HHI Die V-I-Systems GmbH bietet auf dieser Basis ganze VC- SEL-Module zum Einspeisen der Signale, Hochgeschwindigkeits-Photodetektoren für den Empfang sowie einzelne Chips an. Das Unternehmen ist auch in der Lage, Chips und ganze Module dreidimensional zu modellieren und dabei die thermischen, elektrischen und optischen Eigenschaften präzise darzustellen. www.v-i-systems.com Lasertechnik im Weltall On-Wafer Chipcharakterisierung am Fraunhofer HHI © Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH – Monique Wüstenhagen www.hhi.fraunhofer.de Nicht nur bei der Internetversorgung im eigenen Haus bietet die optische Kommunikationstechnik deutliche Vorteile. In den letzten Jahren hat sie auch den Sprung in das Weltall geschafft. So wird zum Beispiel mit einer Laser-Freistrahloptik sowohl zwischen den Satelliten im Weltraum kommuniziert als auch vom Satelliten zur Erde. Marktführer

65 Clusterreport Optik und Photonik | Photonik für Kommunikation und Sensorik ist hier die Firma Tesat Spacecom mit Sitz in Backnang. Die Photodetektoren in den von Tesat Spacecom vertriebenen Laser Communication Terminals (LCTs) wurden am Fraunhofer HHI entwickelt und gefertigt. Mittlerweile sind acht Satelliten im Orbit mit den LCTs bestückt und stellen unter anderem im Copernicus-Projekt der ESA die Kommunikation zwischen den Satelliten sicher. Firma mit ihren über 850 Mitarbeitern ist an sechs deutschen Standorten sowie weltweit vertreten. Die Quantentechnologien öffnen auch im Bereich der Kommunikationstechnik neue Horizonte, insbesondere für die Verschlüsselung von Informationen durch verschränkte Photonen. Eine chinesisch-österreichische Kollaboration konnte bereits mithilfe eines Experimentalsatelliten Quantenschlüssel zwischen beiden Ländern austauschen. Auch in Berlin wird an derartigen Technowww.first-sensor.com Ein Beispiel ist der ESA-Erdbeobachtungssatellit „Sentinel-1A“. Ausgerüstet mit einem Laserkommunikationsterminal, das Laserdioden-Benches des Berliner Ferdinand-Braun-Institutes (FBH), Leib niz-Institut für Höchstfrequenztechnik sowie mehrere optische Komponenten und Systeme der Berliner Glas Gruppe enthält, kann der Satellit Daten mittels Laser über lange Strecken übertragen – eine Premiere in der Kommunikation von Erdbeobachtungssatelliten. Bei der Halbleiterfertigung sind Erfahrung und Präzision gefragt © First Sensor AG Geschlossene Leichtgewichtsstrukturen für Spiegel im Weltraumeinsatz © Berliner Glas Gruppe Weltraumerprobt sind auch die Laserdioden der eagleyard Photonics GmbH. Die Tochterfirma der Toptica Photonics AG entwickelt und fertigt in Adlershof (daher der Name) Laserdioden für einen breiten Anwendungsbereich. Neben der Luft- und Raumfahrt zählen Analytik, Automobiltechnik und industrielle Anwendungen zu den Zielmärkten von eagleyard. Im Jahr 2021 soll der deutsche Kommunikationssatellit „Heinrich Hertz“ seine Arbeit im All aufnehmen. Mehr als 40 deutsche Unternehmen und Organisationen sind an diesem Leuchtturm-Projekt beteiligt. Der Satellit soll voraussichtlich 15 Jahre lang in einer Höhe von rund 36.000 Kilometern im Einsatz sein. Unter den rauen Bedingungen im All ist Qualitätsarbeit gefragt. Für die Kommunikation mit der Erde ist eine Spezialantenne in Entwicklung, die vom Berliner Unternehmen First Sensor AG in Kooperation mit der RWTH Aachen und der IMST GmbH in Kamp-Lintfort gebaut wird. First Sensor ist einer der weltweit führenden Anbieter auf dem Gebiet der Sensorik, insbesondere in den Bereichen Industrial, Medical und Mobility. Avalanche-Photodioden des Unternehmens sollen etwa als optische Sensoren für autonome Industriedrohnen dienen. Die www.eagleyard.com Quantentechnologie – von den Grundlagen bis zur Anwendung

Publications in English

Publikationen auf deutsch