Aufrufe
vor 6 Jahren

Clusterreport Optik & Photonik

  • Text
  • Lasertechnik
  • Augenoptik
  • Optik
  • Analytik
  • Lichttechnik
  • Cluster
  • Photonik
  • Berlin
  • Unternehmen
  • Optische
  • Technologien
  • Mikrosystemtechnik
  • Forschung
  • Optik

Clusterreport Optik und Photonik | Lichttechnik 62 Kurze Wege und gute Vernetzung UV-B-Modul zur Pflanzenbestrahlung mit verschiedenen LEDs: UV (310 nm), blau (451 nm), rot (660 nm). Die LEDs können separat einstellt werden, um das optimale Licht für gesundheitsfördernde Pflanzenstoffe zu ermitteln (Detailaufnahme: LED) © FBH/P. Immerz Das vom FBH angeführte Konsortium Advanced UV for Life ist ein Bündnis aus Unternehmen und Forschungseinrichtungen, das sich der Entwicklung und Anwendung von UV-LEDs widmet – mit dem Ziel, die technische Entwicklung, die Verfügbarkeit und den Einsatz von UV-LEDs in breitem Maße voranzubringen. Zentrale Anliegen sind das Ersetzen der momentan noch dominanten quecksilberbasierten Strahler durch UV-LEDs und das Erschließen neuer Anwendungen, zum Beispiel in der Wasserdesinfektion und Entkeimung, Medizin, Sensorik, Pflanzenzucht oder Drucktechnik. Die vielfältigen lichttechnischen Aktivitäten der Region sind gut organisiert und vernetzt. Die Lichttechnik ist eines von sechs Handlungsfeldern im Berlin Brandenburger Cluster Optik und Photonik. Federführend bei der Entwicklung des Handlungsfeldes mit Prof. Dr.-Ing. Stephan Völker vom Fachgebiet Lichttechnik der TU Berlin als Handlungsfeldsprecher ist der regionale Branchenverband OpTecBB e. V., der unter anderem mit der Berlin Brandenburger Sektion der Deutschen Lichttechnischen Gesellschaft (LiTG) zusammenarbeitet.Gemeinsam werden Erfahrungsaustausch und Workshops organisiert, in denen zum Beispiel innovative Beleuchtungskonzepte durch den Einsatz von LED-Technik thematisiert werden. Auch Forschungseinrichtungen wie OUT e. V., das Fraunhofer IZM oder das Fraunhofer IAP und Unternehmen wie FutureLED oder Selux, organisieren und unterstützen Seminare und Expertengespräche, die von allen Akteuren gut angenommen werden. Die gute Zusammenarbeit ist eine der größten Stärken der Region. Dank der vielfältigen Kompetenzen vor Ort, die sich kein zweites Mal auf so engem Raum wiederfinden, kann sich Berlin immer noch die „Stadt des Lichts“ nennen. www.optecbb.de www.litg.de www.advanced-uv.de Die UVphotonics NT GmbH ist die dazugehörige Ausgründung aus dem Ferdinand-Braun-Institut, Leibniz-Institut für Höchstfrequenztechnik in Berlin und dem Institut für Festkörperphysik der TU Berlin. UVphotonics entwickelt und vermarktet hocheffiziente und zuverlässige ultraviolette Leuchtdioden (UV-LEDs) als Einzelchips und als voll montierte Bauelemente. Das Produktportfolio deckt die Wellenlängenbereiche UV-B (280 nm – 320 nm) und UV-C (

63 Clusterreport Optik und Photonik – Forschung & Industrie | Photonik für Kommunikation und Sensorik 4.3 Photonik für Kommunikation und Sensorik – Hightech zur schnellen Datenübertragung „Für optische Technologien in Kommunikation und Sensorik sind höhere Performance, Miniaturisierung und physikalische Vorteile durch Systemintegration von Optoelektronik und Mikrooptik sowie photonisch integrierten Schaltkreisen (PIC) in Daten- und Telekommunikation, Medizintechnik, Industriesensorik und Biowissenschaften wesentlicher Schwerpunkt des Handlungsfeldes. Ein breites Kompetenzspektrum, erstklassige Forschungsinfrastruktur, kurze Wege und nachhaltige Vernetzung sind wichtige Faktoren für die Attraktivität Berlin Brandenburgs. Der intensive Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft ist seit vielen Jahren gelebte Tradition bei den regelmäßigen Treffen der Fachgruppe, bei Projektentwicklungen und Firmenbesuchen in unserem Handlungsfeld Photonik für Kommunikation und Sensorik.“ Dr.-Ing. Henning Schröder | Handlungsfeldsprecher Photonik für Kommunikation und Sensorik, Fraunhofer IZM Digitalisierung, Industrie 4.0, 5G Mobilfunk, Cloud Computing, Augmented Reality und neue Medienangebote. All diesen Schlagworten ist eines gemeinsam. Sie stehen für die gesellschaftlichen Trends, die den Bedarf nach schneller Datenübertragung speisen. Vor der Industrialisierung waren es die Flüsse, die ein Netzwerk von natürlichen Verkehrswegen boten und erste Siedlungen und später Städte versorgten. Mit der Industrialisierung kamen Schienen- und Straßennetze hinzu. Heute sind schnelle Datenverbindungen die Voraussetzung für den ökonomischen Erfolg eines Landes. Die Menge an Daten, die weltweit erstellt, vervielfältigt und übertragen wird, soll 2020 bei etwa 40 Zettabytes liegen, der Trend zur Verdoppelung alle 18 Monate ist seit vielen Jahren ungebrochen. Ein Zettabyte hat 21 Nullen und entspricht der Datenmenge von 250 Milliarden DVDs. Die einzige Technologie, mit der sich diese unvorstellbaren Datenmengen weltweit bewegen lassen, basiert auf Licht, übertragen in einer Glasfaser. Mit Glasfasertechnik kann man es leiten, detektieren, lenken, auffangen und verstärken. Forschung und Entwicklung in Berlin und Brandenburg fokussieren sich dabei auf die nötigen Komponenten und Technologien: schnelle Laserquellen, die Modulation des Lichtes, die Integration in abgeschlossene Systeme und alles, was an der Schnittstelle zur digitalen Welt benötigt wird. Eine gute Einführung in die Aktivitäten gibt es auch auf YouTube: www.youtube.com/watch?v=XN7UeTh95jM Nach wie vor gilt es, die Kapazität der Übertragung zu steigern und Latenzen und Fehlerraten zu reduzieren. Angesichts der großen Verbreitung optischer Übertragungswege kommen aber neue Ziele hinzu. Die Systeme sollen energieeffizienter, leistungsfähiger und robuster werden, denn trotz des immensen Wachstums dürfen weder der Energieverbrauch, noch die Kosten der Datenübertragung steigen. Berlin und Brandenburg sind in Sachen optischer Datenübertragung sehr gut aufgestellt. Hier finden sich Weltmarktführer, international bedeutende Forschungseinrichtungen und hochinnovative junge Unternehmen. Die Region bietet eine Dichte an Unternehmen und Institutionen auf diesem Gebiet, die nur noch vom Silicon Valley übertroffen wird. Die optische Sensorik ist diversifiziert und reicht in alle Anwendungsfelder. Miniaturisierung und Systemintegration spielen eine wesentliche Rolle für Sensoren in der Medizintechnik, beim autonomen Fahren oder in der Industrie 4.0. Ein wesentliches Ziel ist es dabei, die Anforderungen an Präzision und Zuverlässigkeit in der Photonik mit Möglichkeiten der Mikrosystemtechnik und Aufbau- und Verbindungstechnik elektronischer Systeme zu verbinden. Diodenlaser und Photodioden aus Berlin halten internationale Rekorde Jedes zweite Bit im Internet wird durch Hardware aus Berlin übertragen! 2014 wurde die Frauenhofer-HHI-Ausgründung u2t Photonics AG vom Weltmarktführer für optische Komponenten Finisar aufgekauft. Ein Grund dafür war der

Publications in English

Publikationen auf deutsch