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Clusterreport Optik & Photonik

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32 Clusterreport Optik und Photonik – Standorte | West Projekte. Neben den Instituten und der Universität hat es besonders das Gründerzentrum GO:IN geschafft, den Standort für junge Unternehmen und Gründer attraktiv zu machen. Das 2008 gegründete GO:IN stellt jungen Firmen voll ausgestattete Büro- und Laborräume zur Verfügung. Das exzellente wissenschaftliche Umfeld bietet hervorragende Netzwerkmöglichkeiten. Darüber hinaus plant die Standortmanagement Golm GmbH weiteres Wachstum für den Wissenschaftspark. Mithilfe des Landes wollen die Landeshauptstadt Potsdam und die Universität Potsdam den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Golm in den nächsten zehn Jahren um rund 10 Hektar erweitern. Die Standortmanagement Golm GmbH, deren Eigentümer Stadt und Universität sind, erhält dafür bis 2022 jährlich 750.000 Euro Förderung. Schwerpunkt des Standortmanagements ist dabei die Ansiedlung neuer Firmen sowie die internationale Vermarktung des Wissenschaftsparks. Zu den weiteren Angeboten des Standortmanagements gehört ein Welcome Service mit einer Sprachschule, der aus dem Ausland kommende Gastwissenschaftler bei der Neuansiedlung in Deutschland unterstützt. Außerdem ist ein weiteres Gründerzentrum geplant, das GO:IN 2, mit dessen Fertigstellung 2020 zu rechnen ist. Hinzu kommen weitere Gewerbe- und Laborflächen. Gleichzeitig entstehen bereits jetzt mehrere neue Studentenwohnheime sowie private Eigenheime. Neben den Wohnheimen des Studentenwerkes gibt es zusätzlich einen privaten Anbieter, der nicht nur an Studierende, sondern auch an Gastwissenschaftler komfortable Miniapartments vermietet. Zudem gibt es eine bilinguale Kindertagesstätte. In der Mitte des Parks in unmittelbarer Bahnhofsnähe ist ein lebenswertes Zentrum mit Begegnungsräumen, Lokalen und Geschäften angedacht. Hier soll ein lebendiger Treffpunkt für Golmer Anwohner und Mitarbeiter der im Wissenschaftspark angesiedelten Institutionen und Unternehmen entstehen. Die engen Kontakte zwischen den Standortentwicklern und den ansässigen Institutionen und Unternehmen ermöglichen einen bedarfsgerechten Ausbau der Infrastruktur, etwa in Form von weiteren Kindertagesstätten, mehreren Studentenunterkünften, Erweiterungen von Instituten oder auch von Einkaufsmöglichkeiten. Neue Unternehmen, die sich hier ansiedeln möchten, sowie junge Existenzgründer können auf bestehende Netzwerke zurückgreifen und erfahren Unterstützung durch namhafte Institute und Persönlichkeiten. Die im Jahr 1991 gegründete Universität Potsdam gehört zu den jüngsten Universitäten Deutschlands. Sie wurde im Sommer 2017 für ihre Stärken im Bereich Wissens- und Technologietransfer als „Innovative Hochschule“ ausgezeichnet. Mit der Auszeichnung erhält sie über fünf Jahre insgesamt 6,8 Millionen Euro, um ihr Konzept der „Unternehmerischen Universität“ umzusetzen. Im Wissenschaftspark Potsdam-Golm befinden sich wichtige Institute der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät, insbesondere die Institute für Physik und Astronomie, Chemie, Biochemie und Biologie, Geographie, Geoökologie sowie Geowissenschaften. Hinzu kommt die Humanwissenschaftliche Fakultät mit den Instituten für Linguistik, Psychologie, Sport- und Gesundheitswissenschaften sowie Pädagogik. Über gemeinsam berufene Professuren sowie über zahlreiche Forschungsprojekte bestehen enge Verbindungen zwischen den universitären und außeruniversitären Einrichtungen. Lageplan des Wissenschaftsparks Golm © pigurdesign 2017

Clusterreport Optik und Photonik – Standorte | West 33 Die Verleihung des Physik-Nobelpreises 2017 für den Nachweis von Gravitationswellen war auch für das AEI ein großer Erfolg. Das AEI hat nicht nur mit dem Institut für Gravitationsphysik der Leibniz Universität Hannover an der Entwicklung der Lasertechnik für die Gravitationswellendetektoren zusammengearbeitet. Es ist auch federführend in der Vorbereitung der Satellitenmissionen LISA Pathfinder und LISA, die eine völlig neue Dimension in der Gravitationswellenforschung versprechen. Institut für Erd- und Umweltwissenschaften der Uni Potsdam © Harald Hirsch In Golm findet an den verschiedenen Instituten sowohl Grundlagen- als auch angewandte Forschung auf höchstem Niveau statt – etwa modernste Quantenoptik sowie die Entwicklung neuer faseroptischer Instrumente und Sensoren. Eine wichtige Rolle am Standort spielen die Lebenswissenschaften, die zunehmend auch optische Methoden und Nanotechnologie einsetzen. Hier macht sich die interdisziplinäre Tradition am Standort Golm besonders bezahlt, denn von der Forschung mit optischen und photosensitiven Polymeren bis hin zur Biosensorik, der optischen Manipulation von Nanostrukturen und Laserspektroskopie sind viele relevante Technologiefelder vor Ort vertreten. Die Max-Planck-Gesellschaft betreibt gleich drei Institute in Potsdam-Golm und gehört mit der Universität Potsdam zu den Gründungsmitgliedern der Wissenschaftsparks. Das Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik – Albert-Einstein-Institut (AEI) ist ein international führendes Institut für Gravitationsphysik, dessen Spektrum von den mathematischen Grundlagen neuartiger Theorien zur Quantengravitation bis hin zur Entwicklung von ultrapräzisen, interferometrischen Laseroptiken für den Nachweis von Gravitationswellen reicht. Neben dem Institut in Potsdam-Golm gehört zum AEI auch eine Zweigstelle in Hannover. Luftaufnahme des Wissenschaftsparks Golm © www.airvideo-service.de Außerdem befinden sich in Golm das Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie und das Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung (MPIKG), zu dessen Forschungsgebieten belebte und unbelebte Strukturen auf der Mikro- und Nanoskala gehören. Insbesondere das MPIKG steht für interdisziplinäres Arbeiten an der Schnittstelle der drei traditionellen Naturwissenschaften Physik, Chemie und Biologie. www.mpimp-golm.mpg.de

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