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Clusterreport Optik & Photonik

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30 Clusterreport Optik und Photonik – Standorte | West 3.3 West Rathenow: Die Stadt der Optik Wenige Städte sind so namhaft mit der Optik und Feinmechanik verbunden wie das 80 Kilometer westlich von Berlin gelegene Rathenow. Vor über 200 Jahren erfand Johann Heinrich August Duncker hier die später patentierte Vielschleifmaschine. Mit dieser Maschine ließen sich erstmals größere Stückzahlen von Linsen herstellen, was für die optische Industrie nicht weniger als eine Revolution bedeutete. Damit wurde Duncker zu einem der Gründer der modernen optischen Industrie in Deutschland – eine Tradition, die sich in Rathenow bis heute erhalten hat. mit einer Vielzahl von regionalen Fachunternehmen und Forschungseinrichtungen zusammen. Dafür betreiben sie mit anderen Akteuren aus der Region das Netzwerk OABB optic alliance brandenburg berlin e. V. In diesem Verbund haben sich Firmen und Forschungseinrichtungen zusammengeschlossen, um augenoptischen und optische Kompetenzen zu bündeln. Zu den Kernkompetenzen zählen nicht nur die Fertigung von Brillengläsern und -fassungen, Sonderlinsen, augenoptische Implantaten und Sehhilfen, sondern auch augenoptischer Produktionsgerätebau und Werkstatttechnik. Vor Ort werden Mikroskope und Laborinstrumente entwickelt, die in Forschung und Industrie Einsatz finden. Darüber hinaus gibt es am Standort auch viele Dienstleistungen für den Optiker oder die Optikerin, von der Verkaufsraumgestaltung über qualifizierende Ausbildungsund Weiterbildungsangebote bis hin zum Meisterbrief. Die Ausbildung geschieht zum Teil in enger Zusammenarbeit mit der TH Brandenburg, die unter anderem den dualen Studiengang „Augenoptik/Optische Gerätetechnik“ anbietet. Der Studiengang wurde in Kooperation der TH Brandenburg mit der Augenoptiker- und Optometristen-Innung des Landes Brandenburg entwickelt. Die Ausbildung wird sowohl in Brandenburg an der Havel als auch in Rathenow durchgeführt. Die Augenoptiker- und Optometristen-Innung des Landes Brandenburg in Rathenow bietet auch den Abschluss als „Augenoptikermeister/-in“ an. Denkmal für Johann Heinrich August Duncker, den Begründer der optischen Industrie in Rathenow © Mazbln https://technik.th-brandenburg.de/studium/bachelorstudiengaenge/augenoptik-optische-geraetetechnik Weder gesellschaftliche Umbrüche noch Kriege konnten dieser Tradition etwas anhaben. Aus Dunckers „Königlich privilegierter optischer Industrie-Anstalt“ gingen später die „Rathenower Optischen Werke“ (ROW) hervor, die ins Kombinat VEB Carl Zeiss Jena eingegliedert waren. Nach der Deutschen Einheit wurden die ROW privatisiert und in kleinere Unternehmen aufgeteilt. Auch heute sind zahlreiche Unternehmen vor Ort aktiv. Sie führen diese Tradition fort und machen Rathenows Bezeichnung als „Stadt der Optik“ weiterhin alle Ehre. In Kürze wird auch ein Buch erscheinen, das die 800-jährige Stadtgeschichte und 200-jährige optische Tradition von Rathenow in all ihren Facetten darstellen soll. Heute ist Rathenow wieder eines der führenden augenoptischen Zentren in Deutschland. An diesem Standort arbeiten Unternehmer und Bildungseinrichtungen gemeinsam Gegründet im Jahr 1999, ist OABB eines der ältesten derartigen Netzwerke. Zwar ist die zweite Förderphase für dieses Branchennetzwerk 2015 ausgelaufen, doch wird es von den Unternehmen vor Ort weitergeführt. Der Grund dafür liegt in der Bedeutung dieses Netzwerks für alle Beteiligten. Die Verzahnung von Wissenschaft und Wirtschaft liefert beiden Seiten wichtige Impulse und Innovationen. Regionale Stärken lassen sich so effektiv identifizieren und weiterentwickeln. Dabei fließen die Erfahrungen von Unternehmen und Forschungseinrichtungen auch in die Ausbildung der vielen hochqualifizierten Fachkräfte ein. Zu den wichtigen Aufgaben von OABB gehört nicht zuletzt die Vermarktung des Standorts auf den großen Messen, etwa auf der „opti“ in München, auf der jedes Jahr im Januar die Experten und Kreativen der Optikbranche ihre neuesten Produkte präsentieren. Im Jahr 2017 stellten acht Rathenower Unternehmen dort ihre Entwicklungen vor, sämtlich aus

Clusterreport Optik und Photonik – Standorte | West 31 dem Bereich der Augenoptik. Dabei finden Rathenower Unternehmen ihre Kunden nicht nur in Deutschland, sondern zunehmend auch im europäischen Ausland. Rathenower Firmen decken eine große Bandbreite an optischen und feinmechanischen Produkten ab. Das größte Unternehmen vor Ort ist die Fielmann AG mit rund 1.400 Beschäftigten. Die Fielmann AG stellt dort unter einem Dach Mineral- und Kunststoffgläser her und fügt sie in der Randschleiferei mit der Fassung zur Brille zusammen. Die Firma arbeitet im Zweischichtbetrieb, liefert pro Tag mehr als 19.000 Gläser und wickelt über 56.000 Aufträge ab. bestaunen, von alten Schleifmaschinen über Gläser, alte Brillen, Mikroskope, Ferngläser, Theatergläser und Kameras bis hin zu Film-Projektoren. Der „Optikpark Rathenow“ stellt ebenfalls historische Instrumente aus und bietet Fotografie-Enthusiasten zahlreiche Motive. www.oimr.de www.optikpark-rathenow.de Ansprechpartner: Randolph Götze https://corporate.fielmann.com/de/investor-relations/ unternehmen/produktion-in-rathenow OABB optic alliance brandenburg berlin e. V. Telefon: 033 85572350 E-Mail: info@oabb.de Potsdam-Golm: Wissenschaftspark und Wirtschaftsstandort Stand der Rathenower Optikfirmen auf der Fachmesse opti in München © R. Götze, OABB optic alliance brandenburg berlin e. V. Darüber hinaus sind zahlreiche kleine und mittelständische Unternehmen in Rathenow ansässig. Dank einer hervorragenden Infrastruktur und zahlreichen gut erschlossenen Industrie- und Gewerbeflächen zählt der Traditionsstandort mit seinen Produktionsanlagen zu den modernsten Europas. Dabei besitzt Rathenow eine hohe Wertschöpfungstiefe auf den Gebieten der Augenoptik-Optik-Feinmechanik, die in dieser Form anderswo nicht erreicht wird. Verschiedene Kooperationsprojekte zwischen den Unternehmen der Region und wissenschaftlichen Institutionen wie den Hochschulen in Brandenburg, Potsdam und Jena oder dem Fraunhofer IAP in Potsdam-Golm geben hiervon Zeugnis. Die besondere Bedeutung der Optik und Augenoptik – nicht nur für die Rathenower, sondern für die deutsche Industriegeschichte, lässt sich auch im „Optik Industrie Museum Rathenow“ erfahren. Hier kann der Interessierte alle möglichen Gegenstände aus über 200 Jahren Optik-Geschichte Der Potsdamer Stadtteil Golm hat in den letzten zwei Jahrzehnten eine beeindruckende Karriere als Wissenschaftsund Technologiestandort hingelegt. Lange Zeit durch Landwirtschaft geprägt, hat sich Potsdam-Golm seit Mitte der 1990er-Jahre zum führenden Wissenschaftsstandort in Brandenburg entwickelt. Zu verdanken hat dies der Ort im Westen Potsdams der Ansiedlung renommierter Forschungsinstitute der Max-Planck- und der Fraunhofer-Gesellschaft sowie der Universität Potsdam. Sie hat auf dem Campus einen großen Teil ihrer naturwissenschaftlichen Institute angesiedelt. Die gute Mischung aus Grundlagenund angewandter Forschung befördert hier ein zukunftsorientiertes, innovationsfreudiges Klima, wie es sich auch an den steigenden Studentenzahlen und den Firmenansiedlungen ablesen lässt. Inzwischen sind im Wissenschaftspark Potsdam-Golm auf einer Fläche von rund 50 Hektar über 3.500 Menschen beschäftigt. Hinzu kommen 9.000 Studierende. Die schöne Lage am Rande eines Ladschutzgebietes und die Nähe zur kulturellen Metropole Berlin sorgen für ein angenehmes Arbeitsumfeld und eine große Familienfreundlichkeit. Eine besondere Eigenschaft des Wissenschaftsparks Golm – sowie von Potsdam insgesamt – sind die kurzen Wege. Innerhalb weniger Minuten lässt sich alles zu Fuß erreichen. Dies erleichtert den Austauschen zwischen den Akteuren vor Ort ungemein und ist eines der Geheimrezepte für die innovativen, interdisziplinären

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