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Clusterreport Optik & Photonik

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20 Clusterreport Optik und Photonik – Standorte | Süd-Ost Schöneweide – traditionsreiche Industrieregion im Aufbruch Die Entwicklung von Schöneweide wurde vor mehr als 100 Jahren geprägt durch die AEG, einst das größte deutsche Unternehmen. Sie prägte das Gesicht dieser industriellen Berliner Region, wovon heute noch zahlreiche Bauwerke eindrucksvoll Zeugnis ablegen. Berlin war damals die größte deutsche Industriestadt und wurde dank seiner hochmodernen Elektroindustrie auch „Elektropolis“ genannt. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges und in der Zeit der DDR konzentrierten sich im Osten Berlins die führenden Betriebe der elektrotechnischen und elektronischen Industrie. Das Kabelwerk Oberspree (KWO), das Transformatorenwerk Oberspree (TRO) und das Werk für Fernsehelektronik (WF) knüpften im Raum Oberschöneweide an die frühere AEG-Tradition an. Gegen Ende der DDR kam es immer stärker zu Überalterungen der industriellen Anlagen – auch in der Industrieregion Schöneweide. Nach der Wende vollzog sich hier in kürzester Zeit ein struktureller Wandel – die Industrie nach altem Muster verschwand und mit ihr über 25.000 Arbeitsplätze. Know-how und qualifizierte Arbeitskräfte wanderten ab. Schönweide wurde zu einer Problemregion. Der Campus Wilhelminenhof der HTW nutzt die alten AEG-Gebäude am Spreeknie © HTW Berlin/Philipp Meuser Heute ist Schöneweide ein Zukunftsort. Bis 2017 wurden etwa 3.000 Arbeitsplätze neu geschaffen, durch den Brückenschlag von Kreativwirtschaft und Hochtechnologien sollen bis 2035 noch einmal 10.000 dazukommen. Die Basis dafür ist eine moderne Infrastruktur in oft historischen Gebäuden: Ein modernes Technologie- und Gründerzentrum, das TGS Spreeknie, wurde aufgebaut, der Senat plant gemeinsam mit der WISTA GmbH ein weiteres Innovationsund Technologiezentrum zu „Digitalisierung der Produktion und Industrie 4.0“. Forschung und Industrie am Spreeknie Auf dem ehemaligen AEG-Gelände an der Wilhelminenhofstraße haben die Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) und mit ihr inzwischen etwa 9.000 Studierende eine neue Heimat gefunden. Aus Karlshorst sind die Studiengänge Gestaltung, Ingenieurwissenschaften, Angewandte Informatik, Internationale Medieninformatik, Wirtschaftskommunikation und Wirtschaftsingenieurwesen in das Industriegebiet gezogen. Geplant ist die Umsiedlung weiterer Bereiche mit noch einmal 4.000 Studierenden. In Schöneweide trifft modernste Technologie auf historische Industriearchitektur © HTW Berlin/Alexander Rentsch Durch das unternehmerische Engagement von Ingenieuren, Technikern und Wissenschaftlern konnten aus den alten Industriekernen neue mittelständische Strukturen aufgebaut werden. Das betrifft vor allem Technologiefelder wie Maschinenbau, Elektrotechnik, Energiewirtschaft, aber auch die optischen Technologien und die Mikrosystemtechnik. Die HTW hat sich inzwischen zu einem fruchtbaren Boden für Ausgründungen entwickelt. Dafür verwaltet sie knapp die Hälfte des TGS Spreeknie. Zu den erfolgreichsten Ausgründungen gehört die botspot GmbH, die mit ihren schnellen 3D-Scannern für Menschen und andere große Objekte in den letzten Jahren im medialen Fokus stand. www.htw-berlin.de

Clusterreport Optik und Photonik – Standorte | Süd-Ost 21 Schöneweide liegt verkehrsgünstig im zukünftigen „Flughafenkorridor” zwischen Schönefeld und der Innenstadt und in unmittelbarer Nähe von Adlershof – einem führenden Wissenschafts- und Technologiepark in Europa. Durch umfangreiche Sanierungen bietet der Standort architektonisch reizvolle Wohn- und Gewerbeimmobilien – zum Teil in direkter Spree-Wasserlage. Zu den inzwischen bekannten Unternehmen im Bereich der optischen Technologien und Mikrosystemtechnik zählen die Sensorikunternehmen iris, First Sensor und botspot, der Laserhersteller CryLaS, die Komponentenentwickler Crystal und Leoni Fiber Optics oder auch der Anlagenbauer BOS Berlin Oberspree Sondermaschinenbau. Photonik im Grünen: Innovationspark Wuhlheide Nicht weit entfernt vom Spreeknie liegt der Innovationspark Wuhlheide. Mitten im Grünen wurde hier 1990 das erste Technologie- und Gründerzentrum der neuen Bundesländer gegründet. Inzwischen ist es ein beliebter Standort für kleine und mittelständische Firmen – auch aus dem Photonikbereich. Das Themenspektrum reicht dabei von Optoelektronik (Epigap Optronic, rap.ID Particle Systems) über Lichttechnik (FutureLED) und Umweltanalytik (OUT e. V.) bis zur Medizintechnik (Jenoptik Polymer Systems). www.innovationspark.berlin Ansprechpartner: Thomas Niemeyer Regionalmanagement Oberschöneweide Telefon: 030 53041112 E-Mail: niemeyer@schoeneweide.com Nicht nur beim Studium erste Wahl: Photonik in Wildau Die Technische Hochschule Wildau (TH Wildau) wurde am 22. Oktober 1991 als Technische Fachhochschule Wildau gegründet und bietet seit 2002 den Masterstudiengang Photonik an. Sie ist die größte (Fach)Hochschule im Land Brandenburg und knüpft an die Tradition der ehemaligen Ingenieurschule Wildau an. Ihr attraktives Studienangebot umfasst 31 Studiengänge in naturwissenschaftlichen, ingenieurtechnischen, betriebswirtschaftlichen, juristischen und Managementdisziplinen. Ein besonderes Kennzeichen ist ihre Internationalität. Knapp 25 % der Studierenden kommen aus mehr als 60 Ländern. Kooperationsverträge, Studenten- und Dozentenaustausche verbinden die TH Wildau weltweit mit über 140 akademischen Bildungseinrichtungen. Auch der Campus der TH Wildau befindet sich auf einem traditionsreichen Industrieareal des früheren Lokomotivund Schwermaschinenbaus. Die gelungene Symbiose aus denkmalgeschützter Industriearchitektur und preisgekrönten modernen Funktionsgebäuden setzt städtebaulich Maßstäbe. Die Hochschule belegt in der angewandten Forschung seit Jahren bundesweit einen Spitzenplatz und besitzt einen anerkannten Ruf als Kompetenzzentrum für wichtige Wissenschaftsdisziplinen. Der Schwerpunkt Photonik und optische Technologien spielt eine wesentliche Rolle in der Forschung und Lehre der TH Wildau und findet sich in vielen Bereichen wieder. Dazu zählen Anwendungen der optischen Technologien im Maschinenbau, aber auch in den Bio- und Lebenswissenschaften, in Logistik und Angewandter Informatik/Telematik sowie in der Luftfahrttechnik und in der Regenerativen Energietechnik. Die iris-GmbH stellt Infrarotsensoren und spezielle Chips für Fahrgastzählungen her © Regionalmanagement Schöneweide/Tina Merkau Die TH Wildau hat 2014 ihre Kompetenzbereiche und in Konsequenz ihre Forschungsfelder neu definiert. Drei der sechs Forschungsfelder wurden in der Forschungslandkarte der Hochschulrektorenkonferenz als Forschungsschwerpunkte aufgenommen. Der Bereich Optische Technologien/ Photonik stellt einen dieser Forschungsschwerpunkte dar und trägt daher erheblich zur Profilbildung der Hochschule bei. Die TH Wildau ist damit eine der wenigen (Fach-) Hochschulen, die mit mehreren Forschungsschwerpunkten in der Forschungslandkarte vertreten ist. Neben der Professur von Prof. Dr. Sigurd Schrader gibt es seit 2017 eine weitere Professur für Laser- und Plasmatechnologien.

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