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Clusterreport Optik & Photonik

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18 Clusterreport Optik und Photonik – Standorte | Süd-Ost Die Anwendungsbereiche sind vielfältig und reichen von der Oberflächenanalyse über die Medizintechnik bis hin zur optischen Datenkommunikation und zu Lasersystemen mit höchster Brillanz. Lehrraumgebäude des Instituts für Physik © WISTA-Management GmbH Bereits seit 1991 besteht das Innovations- und Gründer- Zentrum (IGZ), das die schnelle Umsetzung von neuen Technologien in marktreife Produkte ermöglichen soll. Hinzu kommt das Ost-West-Zentrum (OWZ) für Unternehmer aus Mittel- und Osteuropa sowie mehrere themengebundene Gründerzentren für Photonik und Optische Technologien, Photovoltaik und Erneuerbare Energien, Mikrosysteme und Materialien, Biotechnologie und Umwelt sowie Informationstechnik und Medien. Sehr erfolgreich ist auch das Zentrum für Photonik und Optische Technologien (ZPO). Das ZPO allein verfügt Ein breites Netzwerk Die starke Konzentration optischen Know-hows ist für alle Beteiligten nicht nur wegen des Austauschs von Ideen ein großer Standortvorteil. Gerade für kleinere Unternehmen mit begrenzten Mitteln erleichtert es auch den Zugang zum Weltmarkt. So ist Adlershof seit vielen Jahren auf dem deutschen Gemeinschaftsstand auf der „Photonics West” vertreten, der führenden Branchenmesse in San Francisco, ebenso wie auf der Berlin Brandenburger Gemeinschaftspräsentation der Fachmesse „Laser – World of Photonics” in München. In Adlershof finden zahlreiche Photonik-Veranstaltungen statt, zunehmend mit internationalen Partnern wie den europäischen und amerikanischen optischen Gesellschaften EOS und OSA oder dem European Photonics Industry Consortium (EPIC). Seit 2017 ist Adlershof auch Standort der Photonik Tage Berlin Brandenburg (siehe Kapitel 6.2 „Netzwerke“). Federführend fördert das Berlin Brandenburger Cluster Optik und Photonik den Informationsaustausch zwischen allen Akteuren in der Region. Partner im Clustermanagement sind die Wirtschaftsförderungen der Länder Berlin und Brandenburg, Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie und Wirtschaftsförderung Land Brandenburg sowie der ebenfalls in Adlershof ansässige regionale Branchenverband OpTecBB e. V. www.optik-bb.de Industrie in Adlershof: Alle Gewichtsklassen vertreten Vom Start-up bis zum Weltkonzern: In Adlershof finden sich Firmen aller Größenordnungen und aus fast allen wichtigen photonischen und optischen Technologiefeldern. In den letzten Jahren hat sich dank der guten Zusammenarbeit von Grundlagen- und angewandter Forschung insbesondere das Gebiet der Dioden-Laser schnell entwickelt. Das Zentrum für Photonik und Optische Technologien in Adlershof © WISTA-Management GmbH mittlerweile über sechs Gebäude mit einer Grundfläche von 18.500 Quadratmetern. Es bietet zehn jungen Firmen Platz für die Entwicklung und Herstellung ihrer Produkte. Zu den Großen vor Ort gehört der weltweit aktive Analytik-Konzern Bruker, dessen Tochter Bruker Nano GmbH ein Adlershofer Zukauf ist. Entstanden ist sie aus der auf Röntgenanalytik spezialisierten Firma Röntec. Sie gehörte zu den Gründungen aus dem Umfeld der Akademie der Wissenschaften und konnte seitdem erheblich wachsen.

Clusterreport Optik und Photonik – Standorte | Süd-Ost 19 Auch die TRUMPF Laser GmbH + Co. KG ist in Adlershof aktiv. Seit Oktober 2015 besitzt TRUMPF dort eine Zweigstelle, nicht weit entfernt vom Ferdinand-Braun-Institut. Mit ihren insgesamt 11.200 Mitarbeitern (2017) und einem Umsatz von über drei Milliarden Euro gehört TRUMPF zu den globalen Anbietern im Bereich Werkzeugmaschinenbau. Gleichzeitig ist Trumpf eine der größten Laserfirmen der Welt. Insbesondere im Bereich der Hochleistungs-Diodenlaser ist das Unternehmen aktiv und hat sich durch enge Vernetzung vor Ort und den Zukauf strategisch interessanter Firmen wie der Adlershofer c2go inprocess solutions GmbH eine gute Ausgangsbasis geschaffen. Damit will TRUMPF seine Technologie- und Marktführerschaft in diesem Bereich ausbauen. Eine der anspruchsvollsten Anwendungen der Lasertechnik bedient die Firma eagleyard Photonics GmbH: Laser für den Weltraumeinsatz. Mehrere Systeme von eagleyard haben inzwischen die komplexen Tests für die Weltraumqualifikation bestanden und sind in verschiedenen Missionen im Einsatz. Möglich wurde das durch die Nähe von Forschungseinrichtungen und Industrie in Adlershof. www.eagleyard.com Laserdiode für Weltraumprojekte © eagleyard Photonics GmbH Diodenlaser für die Materialbearbeitung von TRUMPF. Mittlerweile hat das Unternehmen die Ein-Kilowatt-Grenze bei Halbleiterlasern geknackt © TRUMPF GmbH & Co. KG Zahlreiche kleine und mittlere Unternehmen nutzen ebenfalls die Standortvorteile von Adlershof. Inzwischen sind dort im Bereich Optik, Photonik und Mikrosystemtechnik über 120 Firmen tätig mit rund 1.600 Mitarbeitern. Trotz der Finanzkrise ist im letzten Jahrzehnt ein konstantes Wachstum zu verzeichnen. Auch ein gewisser Trend zu den eigenen vier Wänden zeichnet sich ab: Etliche ehemalige Start-ups wie Sentech, sglux, LTB oder LLA haben in den letzten Jahren die Gründer- und Technologiezentren verlassen und in eigene Immobilien investiert. Damit entwickelt sich Adlershof nicht nur zum Jobmotor für den hochqualifizierten Nachwuchs, sondern auch als überregionales Innovationszentrum in den Bereichen Optik und Photonik. Dies spiegelt sich in der guten Vernetzung der verschiedenen Akteure wider. Ebenfalls auf dem Gebiet der Diodenlaser aktiv ist die Jenoptik AG. In Adlershof betreibt sie das Jenoptik Diode Lab, das zugleich eine Tochtergesellschaft und Ausgründung des FBH ist. Hier werden hochwertige Halbleitermaterialien für Hochleistungsdiodenlaser entwickelt. Um die Wege kurz zu halten, findet auch die Fertigung in Adlershof statt – ein gutes Beispiel für die gelungene Verbindung von Forschung und Entwicklung auf der einen und Produktion auf der anderen Seite. Ansprechpartner: Dr. Bernd Ludwig WISTA-MANAGEMENT GMBH Zentrum für Photonik und Optik Telefon: 030 6392 2252 E-Mail: b.ludwig@wista.de

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