Aufrufe
vor 5 Jahren

Clusterreport Optik & Photonik

  • Text
  • Lasertechnik
  • Augenoptik
  • Optik
  • Analytik
  • Lichttechnik
  • Cluster
  • Photonik
  • Berlin
  • Unternehmen
  • Optische
  • Technologien
  • Mikrosystemtechnik
  • Forschung
  • Optik

16

16 Clusterreport Optik und Photonik – Standorte | Süd-Ost gehören Volumenkristalle, kristalline Schichten und Nanostrukturen, von der Grundlagenforschung bis zur Anwendungsreife. Die entwickelten Materialien kommen nicht nur in der Opto- und Leistungselektronik zum Einsatz, sondern auch in der Photovoltaik, Lasertechnik und Sensorik. Das IKZ gehört wie das MBI zum Forschungsverbund Berlin e. V. und ist Teil der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz. Elektronenspeicherring BESSY II © HZB Eine weltweit bekannte Lichtquelle in Adlershof und zugleich eine der größten Forschungseinrichtungen in Berlin ist BESSY II. Diese Synchrotronstrahlungsquelle gehört zum Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) und liefert hochbrillante Photonenpulse mit einzigartigen Eigenschaften. Die Wellenlängen reichen dabei vom Terahertz- bis in den harten Röntgenbereich. Verschiedene Undulator-, Wigglerund Dipolquellen beschicken die rund 50 Strahlrohre mit der gewünschten elektromagnetischen Strahlung und bieten den etwa 2.000 Nutzern vielfältige Experimentiermöglichkeiten. An den wissenschaftlichen Instituten des HZB selbst steht die Forschung zu erneuerbaren Energien im Fokus – neben neuen Materialien und alternativen Energieträgern vor allem die Dünnschicht-Photovoltaik. Auf ultrakurze Photonenpulse und Vorgänge auf schnellsten Zeitskalen ist das Max-Born-Institut für Nichtlineare Optik und Kurzzeitspektroskopie im Forschungsverbund Berlin e. V. (MBI) spezialisiert. Über gemeinsame Berufungen sind die drei Direktoren eng mit den Berliner Universitäten verbunden: Die Direktoren haben jeweils an einer der Berliner Universitäten eine Professur. Die Wissenschaftler am MBI entwickeln und nutzen extrem kurze und intensive Laser und laserbasierte Kurzpuls-Lichtquellen. Ziel ist die Erforschung der ultraschnellen Dynamik bei der Wechselwirkung von Licht und Materie. Damit lassen sich ultraschnelle Vorgänge in Clustern, Plasmen, Oberflächen und Festkörpern untersuchen. Auf Oxide spezialisiert ist der Leibniz ScienceCampus Growth and Fundamentals of Oxides (GraFOx). Die Partner von GraFOx sind das Paul-Drude-Institut, das IKZ, die HU Berlin und TU Berlin sowie das Fritz-Haber-Institut. Das Themenspektrum deckt die wichtigsten, zukunftsträchtigen Materialien auf dem Gebiet ab und reicht von Isolatoren über Halbleiter bis hin zu metallischen Leitern und Supraleitern. Auch an magnetischen Materialien, ferro- und antiferroelektrischen Oxiden und Perowskiten wird hier geforscht. Eine große Tradition in der Region besitzen die Messtechnik und der wissenschaftliche Gerätebau. Zu DDR-Zeiten waren hier rund 1.700 Menschen in der Entwicklung von Messtechnik beschäftigt. Angesichts der hohen Dichte an wissenschaftlichen Einrichtungen und forschungsstarken Unternehmen ist es nur folgerichtig, dass heute auch die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) eine Zweigstelle in Adlershof unterhält. Direkt neben BESSY II betreibt die PTB einen Niederenergie-Kompaktspeicherring mit einer durchstimmbaren Elektronenenergie von 105 bis 630 MeV. Diese „Metrology Light Source“ (MLS) ist für die radiometrischen Belange der PTB optimiert und Eine für die Photonik nicht zu unterschätzende Rolle spielt das Leibniz-Institut für Kristallzüchtung (IKZ). Hier arbeiten Wissenschaftler an neuen Methoden der Kristallzüchtung und -charakterisierung. Zum Forschungsgebiet Die Metrology Light Source der PTB © Physikalisch-Technische Bundesanstalt

Clusterreport Optik und Photonik – Standorte | Süd-Ost 17 hochbrillante Diodenlaser, UV-Leuchtdioden und hybride Lasersysteme vom sichtbaren bis zum ultravioletten Spektralbereich. Die Anwendungsfelder reichen von der Medizintechnik, Präzisionsmesstechnik und Sensorik bis hin zur optischen Satellitenkommunikation. BAM-Gebäude in Adlershof © BAM wird als primäres Strahlungsnormal zur Realisierung und Weitergabe radiometrischer Einheiten im Spektralbereich des nahen IR, des Sichtbaren, des UV, des extremen UV (EUV) und des Vakuum-UV (VUV) genutzt. Spektroskopische Verfahren spielen auch für das Leibniz-Institut für Analytische Wissenschaften – ISAS – e. V. eine wichtige Rolle, das ebenfalls eine Dependance in Adlershof unterhält. Dessen Forscher arbeiten unter anderem an neuen Messverfahren wie der Multi-Parameter-Analyse von biologischen Materialien, um die Prävention und Frühdiagnose von Krankheiten zu verbessern und eine schnellere und präzisere Therapie zu ermöglichen. Dazu kombinieren sie Verfahren aus der Chemie, Biologie, Physik und Informatik. Der Schritt zur eigenen Firma Einen besonderen Service für junge Wissenschaftler, die den Sprung ins Geschäftsleben wagen wollen, bietet die Spin-off Zone Campus Adlershof. Hier finden Gründer eine breite Infrastruktur mit Dutzenden Arbeitsplätzen, Konferenz- und Seminarräumen, Weiterbildungsangeboten mit Experten und eine Gründungslounge für den kreativen Austausch. Stellt sich das Geschäftsmodell eines Start-ups als zukunftsträchtig heraus, prüfen WISTA und die Innovations- Zentrum Berlin Management GmbH (IZBM), ob eine Umsiedlung in den Wissenschafts- und Technologiepark Adlershof möglich ist. Die WISTA Management GmbH begleitet junge Firmen von der Firmengründung bis zum Bezug des eigenen Gebäudes. Im Technologiepark Adlershof bestehen insgesamt sechs Innovations- und Gründerzentren – die Sparte „Optik und Photonik“ ist dabei die erfolgreichste. Die Synergien zwischen Wissenschaft und Industrie machen es möglich, neue Erkenntnisse und Verfahren schnell in vermarktbare Produkte überzuführen und zugleich Arbeitsplätze für den qualifizierten Nachwuchs zu schaffen. Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) entwickelt unter anderem Methoden zur Qualitätssicherung in Forschung und Industrie. Ähnlich wie die PTB auf dem Gebiet der physikalischen Messtechnik, erarbeitet die BAM auf dem Zweiggelände Adlershof Standards für die Charakterisierung von Materialien von der chemischen Analytik bis hin zur hochaufgelösten Spektroskopie. Ein weiteres Institut, das auf seinem Gebiet weltweit beachtete Resultate erzielt, ist das Ferdinand-Braun-Institut, Leibniz-Institut für Höchstfrequenztechnik (FBH). Mit über 200 Mitarbeitern ist es eines der führenden Institute für industrie- und anwendungsorientierte Forschung in der Mikrowellen- und Optoelektronik. Schwerpunkte der Arbeit sind elektronische und optische Komponenten sowie Module und Systeme auf der Basis von Verbindungshalbleitern. Außerdem entwickelt das Institut leistungsstarke und In dieser Multiwaferanlage für metallorganische Gasphasenepitaxie lassen sich atomlagendünne Materialschichten auf Substratmaterial abscheiden © FBH/schurian.com

Publications in English

Publikationen auf deutsch

Clusterreport Verkehr, Mobilität und Logistik
Schienenverkehrstechnik
Verkehrstelematik
Logistik
Automotive in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg
Aerospace Industrie
Biotech- und Pharmaindustrie
Forschung für die Gesundheit
Gesundheitsversorgung und Prävention
Potenzialstudie Medizintourismus Berlin-Brandenburg_2015
Clusterbroschuere Gesundheitswirtschaft
Prävention und Gesundheitsförderung
Rehabilitation in Berlin und Brandenburg
Games Industrie in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg
Digitale Wirtschaft in Berlin
Fernsehen in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg
Fashion in Berlin
Best Practice Wireless in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg
Medien und Kreativwirtschaft in Berlin-Brandenburg
Turbomaschinen und Kraftwerkstechnik
Energienetze und -speicher in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg
Kreislaufwirtschaft in Berlin
Wasserwirtschaft in Berlin
Energietechnik in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg
Inkubationsprogramme in der Energiewirtschaft
Service Packages für Unternehmen in Berlin
Unternehmensservice in den Berliner Bezirken