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Clusterreport Optik & Photonik

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Clusterreport Optik und Photonik – Historie 12 geschlossen. Bis 1989 arbeiteten ca. 5.000 Beschäftigte in der Produktion von Leuchtmitteln in Berlin-Friedrichshain. In Rathenow, der „Stadt der Optik“, behinderten die immensen Zerstörungen, Reparationen und der Mangel an qualifizierten Mitarbeiten in den ersten Nachkriegsjahren den Wiederaufbau der optischen Industrie erheblich. Die Optikunternehmen in der Stadt wurden nach und nach enteignet und im VEB Rathenower Optische Werke (ROW) zusammengefasst, der 1966 Teil des Carl-Zeiss-Jena- Kombinats wurde. Bis zur Wende waren in Rathenow ca. 4.420 Menschen in der Produktion insbesondere von Brillen beschäftigt. Phoenix aus der Asche Nach 1989 durchlebte das Feld der Optischen Technologien erneut eine umfassende Transformation. Während die Entwicklung des Feldes im Westteil der Stadt eher graduell ablief und somit eine gewisse Stabilität ausstrahlte, wurden die meisten Ost-Berliner und Brandenburger Unternehmen und Forschungseinrichtungen geschlossen, verkauft oder zumindest in ihrer Größe erheblich reduziert. Was für die persönliche Situation des Einzelnen in vielen Fällen mit Arbeitslosigkeit und beruflicher Neuorientierung verbunden war, kann in der Rückschau auch als ein Segen für die Region interpretiert werden. So wurden insbesondere in Adlershof eine Vielzahl und Vielfalt neuer Optikunternehmen gegründet, die einen Ausgangspunkt für die dynamische Entwicklung, wie wir sie heute erfahren, bildeten. Zu dieser Entwicklung hat die Entscheidung des Berliner Senats beigetragen, in Adlershof eine Stadt der Wissenschaft und Wirtschaft aufzubauen. Die AdW-Nachfolgeeinrichtungen wie zum Beispiel das Narva-Turm, errichtet 1906–1912 für die Deutsche Gasglühlicht AG (Auer-Gesellschaft), später Sitz des Glühlampenherstellers Narva © Frank Wolfrum Max-Born-Institut und das Ferdinand-Braun-Institut wurden ebenfalls in Adlershof eingerichtet und beschäftigten teilweise Experten und Fachgruppen aus der ehemaligen AdW. BESSY II wurde in Adlershof aufgebaut und um die Jahrtausendwende die Naturwissenschaftlichen Institute der Humboldt Universität hierher verlagert, sodass sich eine einmalige und effiziente Ballung an wissenschaftlichen Einrichtungen und innovativen Unternehmen ergeben hat. Ansprechpartner: Dr. Frank Lerch OpTecBB e. V. Telefon: 030 6392 1728 E-Mail: lerch@optecbb.de Hauptgebäude der Rathenower Optischen Werke nach 1945, vor 1945 Firma Nitsche & Günther © Kulturzentrum Rathenow/ Optikindustriemuseum

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