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Best Practice Wireless in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg

Beispiele für Best Practice Anwendungen mit Wireless-Technologien in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg

Best

Best Practice WirelessVorwortgleichzeitiger Reduzierung der Emissionen und des Ressourcenverbrauchs.Ebenfalls ist im Dienstleistungssektorein steigender Bedarf zu verzeichnen.So stellte das Unternehmen Nanotron Technologies GmbHein Echtzeitlokalisierungssystem zur Unterstützung von Elternbei der Beaufsichtigung ihrer Kinder an besonders belebtenPlätzen vor. Die Realisierung eines elektronischenAssistenten, welcher die Eltern als „zusätzliches Auge“ inIhrer Aufsichtsverantwortung unterstützt, stand dabei imFokus der Entwicklung.Auch für den Bereich Kultur werden immer häufiger mobileAnwendungen, wie zum Beispiel eine Multimediaführungauf iPods, entwickelt. Hochauflösende Abbildungen erlaubendabei ein Heranzoomen der Renaissance-Werke biszum feinsten Pinselstrich. Dabei wurden Merkmale sichtbar,die mit dem bloßen Auge kaum zu erkennen sind.In Kombinationen mit weiteren Technologiestandards (z.B.RFID, NFC, Bluetooth, GPS) lassen sich völlig neue Anwendungsfälleabbilden, um Prozesse in Unternehmenund im Privatbereich effektiver zu gestalten. Die Anwendungsbereichesind sehr vielfältig und reichen von derEinbindung in Bankgeschäfte, Überwachungs- und Alarmierungssysteme,medizinischen Überwachungs- undBetreuungsfunktionen bis hin zu mobilen Ticketinganwendungenin Verkehrssystemen sowie Anwendungen in derKultur- und Kreativindustrie.“Verwaltung von Operationswerkzeugen in Krankenhäusern,Logistiklösungen, Dokumentenmanagement, OpenBeaconHard- und Software oder eine Telemedizinanwendung mitder ein Arzt bei Notfallsituationen virtuell im Flugzeug seinund medizinische Hilfe geben kann.Darüber hinaus wird der Beitrag des Gewinners des 2012erBerlin-Brandenburger Best-Practice Wettbewerbes „BeWireless“vorgestellt, die RFID-Lösung des IngenieurbürosZissel. Weitere ausgewählte Wettbewerbseinreichungendemonstrieren einerseits die große Bandbreite von Aktivitätenund Akteuren sowie andererseits die Innovationskraftund Leistungsfähigkeit Berlin-Brandenburger Unternehmenund Forschungseinrichtungen auf den verschiedenenGebieten drahtloser Informations- und Kommunikationstechnologien.Wir wünschen allen Lesern dieser Broschüre viele interessanteAnregungen für ihre Arbeit und hoffen, dass ausder vertieften Diskussion der Best Practice Beispiele vieleneue Forschungsaktivitäten, Kooperationen, Patente, Produkteund Dienstleistungen entstehen, deren Ergebnisse ineiner nächsten Best Practice Broschüre vorgestellt werden.Peter Apel, Manuel Friedrich, Eileen Kühn, Jürgen SieckDer inhaltliche Bogen der in dieser Broschüre enthaltenenBest Practice Beispiele reicht von herausragenden BeispielenBerlin-Brandenburger Unternehmen über wegweisendeForschungen von Hochschulen, Universitäten und Forschungseinrichtungender Region, bis hin zu öffentlichenEinrichtungen wie Museen, Behörden und Krankenhäusern.Vorgestellt werden nicht nur Hard- und Softwarelösungen,wie RFID-Chips, Sensornetzwerke, NFC-Hardware undEntwicklungsumgebungen sondern auch Anwendungen,die die vielfältigen Möglichkeiten der Wireless-Technikdemonstrieren. Herausragende Lösungen sind unter anderemMuseumsanwendungen wie „Schahname“ und „Koscher& Co“, Facility Management Anwendungen wie die9

Best Practice WirelessEinleitungWireless im Rahmen der Innovationsstrategie Berlin-BrandenburgDie Hauptstadtregion überzeugt durch ein hohes Maß an Innovationskraftebenso wie durch ihre überdurchschnittlicheFörderung des Dialoges zwischen Wirtschaft und Wissenschaft.Zur Sicherung der sich daraus ergebenden Potenziale,aber auch zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit derLänder Berlin und Brandenburg wurde im Jahr 2011 einegemeinsame Innovationsstrategie beider Länder beschlossen(InnoBB). Die Basis dafür wurde bereits 2007 durchdie Kooperation aller innovationspolitischen Akteure beiderLänder begründet. Im Vordergrund der InnoBB steht dabeidie Bündelung der Wirtschafts- und Forschungskapazitätenbeider Länder zur Entwicklung leistungsstarker Cluster inden jeweiligen Technologiefeldern, mit der Zielsetzung sowohlnational als auch international konkurrenzfähig zu sein.Der Bereich Informations- und Kommunikationstechnologien(IKT) als einer der wesentlichen Teile des Clusters IKT/Medien/Kreativwirtschaft wird arbeitsteilig von den beteiligtenLändern bearbeitet. Zu den gemeinsamen Kompetenzschwerpunktenzählen unter anderem die HandlungsfelderMobile Anwendungen/Geoinformationen, VernetztesLeben oder auch Internet der Dienste/Capital Cloud. DieLeitung dieses Clusters erfolgt in enger Abstimmung zwischendem Referat Kommunikation, Medien, Kulturwirtschaftder Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologieund Forschung und dem Referat Informations- und Kommunikationstechnologie,Kreativwirtschaft des Ministeriumsfür Wirtschaft und Europaangelegenheiten des LandesBrandenburg. Zu den gemeinsamen Partnern gehören dieTSB Innovationsagentur Berlin GmbH, Berlin Partner, IHKBerlin, IHK Potsdam, das Medienboard Berlin-Brandenburgund der SIBB. Innerhalb des Clusterentwicklungsprozesseswerden die Schwerpunkte und Projekte in den jeweiligenHandlungsfeldern erarbeitet. Auch im Bereich IKT werdendiese Handlungsfelder inhaltlich und fachlich erschlossen,entsprechende Akteure aus Wissenschaft und Wirtschaftrecherchiert, kontaktiert und in Maßnahmen integriert. Aufbauenddarauf werden entsprechende Netzwerke sowie nationaleund internationale Forschungsprojekte initiiert undbegleitet. Im Bezug auf die Entwicklung des IKT-Sektorsin Berlin haben sich die technischen und wirtschaftlichenStrukturveränderungen positiv ausgewirkt. Dies lässt sichunter anderem durch die vielen neuen Branchen, welcherund um die „digitale Wirtschaft“ entstanden sind, bestätigen.Zu ihnen gehören etwa die Web 2.0-, die E-Commerceoder die E-Learning-Branche. Zusätzlich gründeten sichneue Geschäftsfelder, wie IT-Sicherheit, E-Government,Open Source, RFID/ NFC, Internet der Dienste, oder auchVernetztes Leben. Für Berlin ist auf Grund der aktuellen Entwicklungmit einem anhaltend positiven Verlauf zu rechnen,insbesondere auch auf dem Gebiet mobiler Anwendungen.Potenziale in Forschung und WirtschaftAls eine der Grundsäulen für diese erfolgreiche Entwicklunggilt die Forschungslandschaft der Hauptstadtregion.Mit insgesamt 21 Hochschulen, mehr als 100 außeruniversitärenForschungseinrichtungen und circa 250Forschungsinstituten besitzt sie eine enorm hohe Dichte,welche deutschlandweit einmalig ist. Hierzu zählen etwadie Freie Universität Berlin und die Humboldt Universität,welche durch die Exzellenzinitiative des Bundes undder Länder gefördert werden, genauso weitere, herausragendeEinrichtungen wie das Hasso-Plattner Institutfür Softwaresystemtechnik in Potsdam, das Ferdinand-Braun-Institut für Höchstfrequenztechnik oder auch dieTelekom Laboratories, um nur einige zu nennen. Hinzukommt, dass nahezu alle Universitäten und HochschulenIT-bezogene Studiengängen anbieten in denen wiederum22.000 Studierende eingeschrieben sind. Dieses Wissenspotenzialspiegelt sich auch in Bezug auf das Feld derdrahtlosen Technologien und Anwendungen wieder. Dortteilt sich die Forschungslandschaft in 9 außeruniversitäreEinrichtungen, 11 Hochschulen und Universitäten sowie 19intermediäre Einrichtungen auf, was gemessen an der Gesamtzahldieser Einrichtungen einen nicht geringen Anteildarstellt. Es liegt nahe, dass sich dies auch überaus positivauf die Innovationsfähigkeit der Unternehmen auswirkt.Bereits im Jahr 2007 wurde durch die TSB InnovationsagenturBerlin GmbH eine Potenzialanalyse zur Entwicklung undAnwendung von Wireless-Technologien in Berlin und Brandenburgdurchgeführt. Die Ergebnisse belegten schon damals,dass die Berliner und Brandenburger Unternehmen,Universitäten, Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungenüber eine hohe Kompetenz verfügen.10

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