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Best Practice Wireless in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg

Beispiele für Best Practice Anwendungen mit Wireless-Technologien in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg

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Best Practice WirelessBest Practice Beispielelagen lassen besonders berufstätige LeserInnen an denentsprechenden Standorten profitieren. Durch den Wegfalleines Großteils der Ausleih- und Rücknahmeaktivitätenwerden in den Bibliotheken wertvolle Personalressourcenfreigesetzt, die für die Verbesserung des Services am Lesergenutzt werden sollen. So sollen die Bereiche Beratungund Recherchehilfe, Zielgruppenarbeit sowie Medienbearbeitungwieder stärker bedient werden können. Die Bibliothekenkonzentrieren sich demnach wieder mehr auf ihreinhaltliche Arbeit im Allgemeinen und den Kontakt mit denNutzern im Besonderen.Herausforderungen bei TENIVERDas Projekt ist aufgrund seiner Struktur und seines Umfangsfür alle Beteiligten eine große Herausforderung undzudem einzigartig im deutschen Bibliotheksbereich. Da dieBibliotheken in einem Verbund zusammengeschlossensind, müssen auch alle Komponenten im RFID-Projekt aufdie Verbundstruktur angepasst werden. So wurden für dieBeklebung der Medien, die Konvertierung der Etikettenund ihre Integration in das Bibliothekssystem einheitlicheRegeln festgelegt. Zudem sollen neben den neuen Funktionenauch alle Funktionen, die es vor der Einführung vonRFID gegeben hat, weiterhin zur Verfügung stehen, sodasskein Servicenachteil für die Leser entsteht. Dies erfordertein hohes Maß an Softwarekonfiguration und -entwicklung,denn Vieles muss vom Dienstleister eigens für den VÖBBimplementiert werden. Jegliche Art von Änderung musswiederum flächendeckend und möglichst zeitgleich an allenbetreffenden Stellen eingearbeitet werden, damit keineHeterogenität entsteht.Mitarbeiter stehen den Lesenden zur SeiteNeben der Anpassung der einzelnen Komponenten an dieVerbundfunktionen gibt es eine Reihe von Dingen, die proBezirk oder gar für jeden der etwa 80 Standorte einzelndurchgeführt werden müssen. So wurde in jeder einzelnenBibliothek eine Baubegehung durchgeführt, um die Aufstellungder Geräte unter den jeweiligen Voraussetzungen undVorschriften zu planen. Hier nahmen die Auswirkungen derFunktechnologie ebenso entscheidenden Einfluss wie diebenötigte IT-Infrastruktur, die räumlichen Gegebenheiten,Besucherführung, Brand- oder Denkmalschutz. Nach teilskleinen, teils umfangreichen Umbauarbeiten folgt die Aufstellungund Installation der Geräte an jedem einzelnenStandort mit den spezifischen Einstellungen für den Bezirk(zum Beispiel Netzwerk) und die Bibliothek (zum BeispielQuittungen und Mediensortierung). Bevor die Geräte inden Echtbetrieb gehen, werden alle Funktionen einer Qualitätskontrolledurch das Projektteam unterzogen. Die Mitarbeitervor Ort erhalten eine Einführung in die Funktionsweiseder Geräte, um die Leser in den ersten Wochen derUmstellung beratend zu unterstützen. Im Zuge der erstenInstallationen wurden Routinen zum Störungs- und Fehlermanagementerarbeitet, kontinuierlich werden Erfahrungenund Anregungen für Verbesserungen gesammelt. Darüberhinaus ist geplant, ein Administrationstool für die Verwaltungder Geräte in Betrieb zu nehmen, das verschiedeneZugriffsebenen berücksichtigt und die Prozesse in diesemGroßprojekt für die Bezirke und Bibliotheken effizienter gestaltensoll.Sortieranlage mit zwei Eingaben und drei Sortierzielen © StBCharlottenburg-WilmersdorfVÖBB-ServicezentrumZentrales Projektteam RFIDBreite Straße 30/3110178 Berlinhttp://www.voebb.de (unter Aktuelles)65

Best Practice WirelessBest Practice BeispieleMultimediaführung im MuseumSmartphone-Applikationen für Erwachsene und KinderWer eine Museumsausstellung besucht, rechnet üblicherweisedamit, sein Mobiltelefon aus- oder zumindest lautloszu stellen und es während des Besuchs nicht weiter zubenötigen. Das Unternehmen Antenna Audio forderte imvergangenen Jahr wiederum die Ausstellungsgäste auf, ihrSmartphone umfassend zu benutzen.Von Ende August bis Ende September 2011 fand imBode-Museum die viel beachtete Ausstellung „Gesichterder Renaissance“ statt. Mehr als 250.000 Besucher zoges in dieser Zeit auf die Museumsinsel, um die Ikonender Renaissance-Malerei im Original zu bewundern. DieBesucher der Ausstellung erwartete darüber hinaus einganz besonderes didaktisches Angebot: eine Multimediaführungauf iPods, produziert von Antenna Interntional .Die digitale Führung gewährte auf bislang einmalige Artund Weise Einblick in die Meisterwerke der italienischenPorträtkunst.Detail per Zoom erkennenÜber 30 Kommentare erzählten spannende Geschichtenüber Mord und Intrigen, Liebe und Tugendhaftigkeit, Machtund Repräsentationswillen und ließen so die Zeit um 1500lebendig werden. Dabei bot die Multimediaführung einenÜberblick über die Entwicklung des Porträts der Renaissancevon seinen Anfängen bei Donatello über Mantegnabis hin zur Meisterschaft Botticellis und Leonardo da Vincis.Hochauflösende Abbildungen erlaubten ein Heranzoomender Renaissance-Werke bis zum feinsten Pinselstrich. Dabeiwurden Merkmale offenbar, die mit dem bloßen Augekaum zu erkennen sind. Selbst verborgene Rückseitenoder das Innere von Büsten wurden gezeigt, die auf eineaus heutiger Sicht ungewöhnliche Verwendung der Kunstwerkeschließen lassen. Dabei kamen auch die kleinerenBesucher nicht zu kurz. Für sie stand eine extra konzipierteMultimediaführung zur Verfügung, die die einzelnen Themenspielerisch und kindgerecht erläuterte.Es ist besonders erwähnenswert, dass die MultimediaführungTeil eines umfassenden Medienkonzepts der Ausstellungsmacherwar. Bereits anderthalb Jahre vor Eröffnungnahm das Kuratorenteam mit Antenna Interntional Kon-takt auf, um die besten digitalen Vermittlungsmöglichkeitenim Vorfeld zu erörtern. Im Vordergrund stand das Ziel, demklassisch kunsthistorischen Thema neue Besuchergruppenzu erschließen. Unter anderem hatten die Kuratorenauf dem sozialen Netzwerk Facebook Profile der Porträtiertenerstellt, mit denen man sich befreunden konnte, sodass sich deren Weg nach Berlin und der „Alltag“ einesPorträts wie das der Simonetta Vespucci vor Ausstellungsbeginnauf Facebook verfolgen ließ.Informationen und Einblicke per AppDie Fragestellungen an Antenna Interntional lauteten:Wie lassen sich die multimedialen Inhalte, die währendder Ausstellung als Guide zur Verfügung stehen sollen, bereitsvor Beginn und möglichst auch nach dem Ende derAusstellung nutzen? Wie erreicht man Besucher, die sonstnicht zum klassischen Zielpublikum des Themas Renaissancegehören? Da lag die Idee nahe, mit einer Applikationdie Besitzer von iPhones auf das Thema anzusprechen.Schließlich hatte Antenna Interntional eine Software entwickelt,über die sich Applikationen erstellen lassen und diealle Features des iPhones ausnutzt. Beschlossen wurdedie Entwicklung einer App, die jedoch nicht die Inhalte desGuides in der Ausstellung vorwegnehmen sollte. Vor Ortist der Guide auf das Objekt bezogen. Die Inhalte der Appwurden auf den mobilen Einsatz abgestimmt. Die Schlüsselbegriffeder Ausstellung – Macht, Schönheit, Reichtum– wurden aufgenommen und in Bezug zu heutigen Sichtweisengesetzt.Die Applikation, die immer noch kostenlos im App Storeerhältlich ist, präsentiert die wichtigsten Werke der italienischenPorträtkunst und stellt diese einzeln und im Detailvor – so dass die spektakuläre Ausstellung „Gesichter derRenaissance“, das Ausstellungsereignis des Jahres 2011,das die Gemäldegalerie der Staatlichen Museen zu Berlinund das Metropolitan Museum of Art in New York gemeinsamveranstalteten, auch heute noch erfahrbar ist. In derApplikation blickt der Nutzer gemeinsam mit den Kuratorenund Restauratoren hinter die Kulissen und sieht, mitwelchen Tricks und Kunstgriffen die Maler die Schönenund Mächtigen optimal ins Bild setzten. Heutige Styling-66

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