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Berlin to go, Ausgabe 4.2016

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NETZWERK DIE DEUTSCHE

NETZWERK DIE DEUTSCHE BANK – EIN ECHTES BERLINER KIND Die Deutsche Bank ist ein Geldhaus mit Tradition und Berliner Geschichte – Aber welche Rolle spielt Berlin heute für das Unternehmen? Antworten auf diese Frage findet, wer einen Blick hinter die Kulissen der Deutschen Bank wirft. Denn das traditionsreiche Bankhaus wartet nicht nur mit einer beeindruckenden Geschichte auf, sondern zeigt außerdem, dass es auch in Sachen Digitalisierung Schritt halten kann. Harald Eisenach (l.) und Dr. Luc Mériochaud im Deutsche Bank Lab in den Hackeschen Höfen. Wer die Geschäftsniederlassung Unter den Linden besucht, der spürt den Geist der Institution. Großformatige Gemälde an den Wänden, historische Architektur, klare Strukturen und kühles Mobiliar versprühen Geradlinigkeit und das Gespür für Werte. Dass man hier gleichsam nicht weit entfernt steht von der Stelle, wo die Deutsche Bank einst gegründet wurde, das ahnt man nicht. Es war der Gründer Adelbert Delbrück, der 1870 in Berlin die Konzession für eine Aktienbank in Preußen erhielt. Das erste Büro der Deutschen Bank, in dem sie am 9. April 1870 ihre Geschäftstätigkeit aufnahm, befand sich in der Französischen Straße 21, in der ersten Etage eines unscheinbaren Hauses. Nach einem Jahr zog das Bankhaus in die Nähe der Berliner Börse um. Seit 1876 entstand der Gebäudeblock der Zentrale im Straßengeviert um Behrenstraße, Mauerstraße und Französische Straße, dessen Ansicht mit den beiden Schwibbögen eine Art Wahrzeichen der Bank werden sollte. Auch als in Berlin das jüngste Kapitel deutscher Geschichte geschrieben wurde, war es die Deutsche Bank, die diese Geschichte mitprägte. Im Jahr der Wiedervereinigung zahlte sie in Ost-Berlin am 1. Juli 1990 um Mitternacht in ihrer Filiale am Alexanderplatz als erste Bank die D-Mark aus. „Viele Mitarbeiter der ‚ersten Stunde‘ sind noch heute für die Deutsche Bank und ihre Kunden tätig“, erklärt Harald Eisenach, Sprecher der regionalen Geschäftsleitung Ost. Eine lange Tradition hat nicht nur das Geschäft, sondern auch das gesellschaftliche Engagement der Bank und ihrer Stiftungen in Berlin. Hunderte von Mitarbeitern engagieren sich Jahr für Jahr für soziale Projekte. Leuchttürme des Engagements für Kunst und Kultur sind die seit mehr als 25 Jahren bestehende Partnerschaft mit den Berliner Philharmonikern und die Deutsche Bank Kunsthalle Unter den Linden. Ortswechsel – vom Standort Unter den Linden geht es in Richtung Mauergedenkstätte. Statt Teppich: Industriecharme. Blanke Ziegelsteinwände statt Kunst. Und auch, wenn es hier in der Factory so ganz anders ist, als am Standort in Mitte, so ist auch das eine Facette der Deutschen Bank. Sie kooperiert seit August mit der Factory. „Wir wollen unseren Firmenkunden deutschlandweit einen Zugang zum Berliner Ökosystem bieten und unsere Geschäftsbeziehungen mit Gründern und jungen Unternehmen ausbauen. Zudem können wir Startups mit dem deutschen Mittelstand verbinden, wovon alle Beteiligten profitieren“, so Eisenach. Berlin macht es möglich. Auch bei der Ansiedlung des Risk Centers im Jahr 2010 fielen die Würfel für Berlin. 200 Mitarbeiter waren anfänglich in Fotos: Anke Templiner, HPP Hentrich-Petschnigg | Visualisierung HHVISION 44 BERLIN TO GO

NETZWERK Die Präsenz der Deutschen Bank in Berlin Neben den großen Standorten gibt es künftig 40 Filialen in allen Bezirken der Stadt. Deutsche Bank Lab Rosenthaler Straße / Mitte Risk Center Otto-Suhr-Allee / Charlottenburg Factory-Partnerschaft Rheinsberger Straße / Mitte Campus Otto-Suhr-Allee Otto-Suhr-Allee / Charlottenburg Regionales Beratungscenter Hardenbergplatz / Charlottenburg Quartier Zukunft Friedrichstraße / Mitte Hauptstadtrepräsentanz Unter den Linden / Mitte Foto: Deutsche Bank diesem Zentrum für Risikomanagement tätig, heute sind es 650 Experten aus mehr als 60 Ländern. Das Profil als Wissenschafts- und Bildungsstandort gab den Ausschlag für Berlin. Vom ursprünglichen Standort in der Hardenbergstraße ist das Risk Center auf den gerade fertiggestellten Campus Otto-Suhr- Allee gezogen. Dort investierte die Bank in ein neues Bürogebäude, das offiziell am 24. November eröffnet wird. Im Neubau sind künftig mehr als 2.200 Mitarbeiter beschäftigt, im vorhandenen Hochhaus nebenan rund 700. Zuvor waren die Abteilungen und Teams über verschiedene Berliner Standorte verteilt. Jetzt erleichtern kurze Wege die Zusammenarbeit untereinander. Der attraktive Neubau trägt sichtbar zur positiven Entwicklung der City West bei. Sicher auch ein Grund, weshalb auch der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf das Bauvorhaben sehr unterstützt hat. Ein weiteres Zukunftsprojekt sind die regionalen Beratungscenter, von denen deutschlandweit acht entstehen. Sie sollen das Bindeglied zwischen den Filialen und dem digitalen Angebot werden und den Kunden Beratung und Service über die klassischen Banköffnungszeiten hinaus ermöglichen. Das erste Beratungscenter, das als Pilot fungiert, befindet sich in Berlin. In einer ehemaligen Bankfiliale am Hardenbergplatz wird getestet, was später auch in den weiteren Beratungscenter des Landes funktionieren soll. Der Service geht über einen ebenfalls angebotenen telefonischen Kundenservice hinaus. Denn die Bankkaufleute im Beratungscenter unterstützen ihre Kunden bei allen finanziellen Themen mit der gleichen inhaltlichen Tiefe wie in einer Filiale. Beim Dialog mit dem Beratungscenter können die Privat- und Geschäftskunden jeden gewünschten Kommunikationskanal wählen – Telefon, Chat oder Video – und sie können direkt auch Geschäfte abschließen, wie beispielsweise Konten eröffnen. Auch im „Quartier Zukunft“, das am 17. November in der Friedrichstraße neu eröffnete, setzt man auf das Zusammenspiel von Innovation, Digitalisierung und persönlichen Kontakt. Dabei ist Technik niemals Selbstzweck, sondern soll bewusst die Kommunikation zwischen Menschen unterstützen, so die Deutsche Bank. „Im Prinzip geht es darum, die Beziehung zum Kunden aufzubauen, zu halten und weiterzuentwickeln. Dafür werden wir weiterhin über unsere Filialen gut erreichbar sein. Da deutschlandweit der Anteil der Kunden, die nur noch einmal pro Jahr in eine Filiale kommen, 43 Prozent beträgt, muss man die Kunden zusätzlich auch über andere Wege erreichen – sei es über Telefon, Videokonferenz oder Internet“, fasst Harald Eisenach diesen Ansatz zusammen. Eine weitere Investition in den Standort Berlin stellt das Deutsche Bank Lab dar. Es wurde im Herbst 2015 eröffnet und soll die Bank auf ihrem Weg zur digitalen Transformation unterstützen. Dass neben Silicon Valley und London eben Berlin – und nicht der Unternehmenssitz Frankfurt – der dritte Lab-Standort ist, liegt vor allem an der Nähe zu den innovativen Startups sowie der kreativen Atmosphäre und Infrastruktur in der Hauptstadt. In den modernen Lab-Räumen in den Hackeschen Höfen wird unter Leitung von Dr. Luc Mériochaud an zukunftsweisenden, tragfähigen Technologien gearbeitet. Es geht zum Beispiel um neue Verfahren zur Authentifizierung im digitalen Banking, um die nächste Generation der Bank-Schnittstellen und um digitale Investmentberater, die altes und neues Bankwesen zusammenbringen sollen. Es wird auch für die Deutsche Bank eine Herausforderung, sich in einer digitalisierten Welt der Zukunft zu positionieren. Eins steht aber fest: Berlin wird dabei eine entscheidende Rolle spielen. gsk / at Die Vorkriegszentrale der Deutschen Bank in der Mauerstraße mit den bekannten Schwibbögen – von denen einer heute noch steht. BERLIN TO GO 45

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