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Berlin to go, Ausgabe 4.2016

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DISKURS Ein

DISKURS Ein altehrwürdiges Unternehmen im energetischen Wandel Schon seit 1899 produziert die BAE Batterien GmbH hochwertige Bleibatterien für den industriellen Einsatz. Mit dem Fortschreiten der technologischen Entwicklung rückte die Energieeinsparung in den Mittelpunkt. Als ein zertifiziertes Unternehmen ist es das Ziel des Energiemanagementsystems, die kontinuierliche Verbesserung der energiebezogenen Leistung („energy performance“) eines Unternehmens, zu optimieren. BAE ist sich ganz besonders bewusst, wie wertvoll der Umgang mit jeder kWh ist. Mit der Umsetzung der ehrgeizigen Energieeinsparziele bei BAE verbesserte sich die energiebezogene Leistung jährlich, erhöhte sich die Energieeffizienz und die Energienutzung wurde gleichzeitig optimiert. Eines der herausragenden Projekte mit Energieeinsparungen bis zu 25 % war der Umbau der Kompressoren für die Druckluftversorgung auf dem Gelände der BAE. Wozu wird Druckluft täglich in dem Unternehmen benötigt? Zur Produktion und Kontrolle von hochwertigen Akkumulatoren. Ob zum Löten der Elektrodensätze oder zur Prüfung der Dichtigkeit von Akkumulatoren, es kann nie zu viel Druckluft sein. Diese wird im BAE- Werk durch Kompressoren permanent auf Vorrat gehalten. Highlight ist die dabei verwendete stromsparende Technik, denn der Kompressor baut nur den Druck auf, der gerade eingestellt ist, anstatt immer den Maximaldruck herzustellen. Nur ein Projekt von vielen zur Energieeinsparung, an denen BAE aktuell arbeitet. Die innovativen Nachverdichter Die Nachverdichtung des urbanen Raumes ist in aller Munde. Überall werden ungenutzte Flächen in infrastrukturell gut versorgten Gebieten revitalisiert. Genau hier setzt das Berliner Unternehmen MQ Real Estate an. Nicht ausgelastete oberste Parkhausflächen werden auf Basis einer modularen Leichtbauweise aufgestockt und bieten so neues Nutzungspotenzial in Form eines innovativen Hotelkonzeptes. „Wir fangen dort an zu bauen, wo andere aufhören“, so fassen die Gründer Dr. Nikolai Jäger und Björn-M. Hiss ihre nachhaltige Mission der Revitalisierung ungenutzter City-Hotspots zusammen. Das erste voll funktionsfähige SKYPARK-Hotelzimmermodul wurde am 22. September 2016 auf dem obersten Parkdeck des Ring-Center 2 in Berlin-Lichtenberg vorgestellt. Bereits nächstes Jahr wird das erste SKYPARK-Hotel in Berlin gebaut. Die geplanten 150 Zimmer des Hotels im Zwei- bis Vier-Sterne-Segment werden sich auf einem Parkdeck befinden, wo sich Angestellte um das Wohl der Gäste kümmern: „Mit einem SKYPARK-Hotel schaffen wir so 35 bis 50 Arbeitsplätze und zahlreiche indirekte Arbeitsplätze bei Dienstleistern und Zulieferern“, ergänzt Dr. Nikolai Jäger. Strom aus dem Kiez Wenn es um den sogenannten „Mieterstrom“ geht, dann ist die Berliner Energieagentur (BEA) bundesweit Vorreiter. Die BEA betreibt in Berlin rund 150 dezentrale Energieerzeugungsanlagen in und auf Gebäuden. Dies sind Blockheizkraftwerke (BHKW) im Keller oder Solaranlagen auf Dächern. Den vor Ort erzeugten Strom bietet das Unternehmen unter dem Markennamen BEA-Kiezstrom® den vor Ort lebenden Mietern an – zu einem sehr günstigen Tarif. Weil der Strom direkt im eigenen Gebäude umweltfreundlich erzeugt wird, fallen Umlagen wie die Netznutzungsentgelte weg. Auf diese Weise können auch Menschen ohne Immobilienbesitz oder Vermögen von der Energiewende profitieren. Die BEA ist ein Beteiligungsunternehmen des Landes Berlin und auf innovative Energiedienstleistungen spezialisiert. Von der Beratung über die Finanzierung von Maßnahmen bis hin zur Umsetzung bietet es Gebäude- Eigentümern einen Full-Service rund um das Thema „Energieeffizienz“ an. Auch an WindNODE, dem vom Bundeswirtschaftsministerium initiierten Schaufenster für intelligente Energie aus dem Nordosten Deutschlands, ist die BEA mit einem eigenen Projekt zur Wärmespeicherung beteiligt. Wenn das Fenster zur CO 2 -neutralen, elektrischen Heizung wird Vestaxx ist das smarte Fensterheizungssystem und die Komfortheizung für moderne Architektur. Das Unternehmen versteckt die Heizung dort, wo sie niemand sieht: in Fenstern. Mit bis zu 85 % niedrigeren Investitionskosten gegenüber einer Wärmepumpe ist Vestaxx die neue Dimension für moderne Heizungssysteme. Statt der üblichen Heizungsrohre werden Fenster und Glasflächen zum unsichtbaren, attraktiven Flächenheizkörper. Wohlige Wärme im ganzen Raum, sofort auf Knopfdruck. Und das Beste: Vestaxx basiert auf Strom mit einem steigenden regenerativen Anteil. Durch die Nutzung von regenerativem Strom wird das Heizsystem nahezu CO2-neutral und bis zu 95 % der CO2-Emissionen können im Vergleich zu einem herkömmlichen Heizsystem eingespart werden. Das Unternehmen steht noch in den Startlöchern: Das Produkt soll im nächsten Jahr auf den Markt kommen. Foto: MQ Real Estate 20 BERLIN TO GO

SERVICE OPTIMAL VERNETZT Berlin Partner treibt in fünf Clustern die Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft voran und initiiert sowie begleitet Innovationsprojekte Illustration: ProStockStudio / Shutterstock.com Berlin Partner ermöglicht gemeinsam mit der ZukunftsAgentur Brandenburg Unternehmen und Wissenschaftseinrichtungen in den Clustern die gezielte Vernetzung. Ein aktuelles Vorzeigeprojekt im Cluster Energietechnik steht Pate für die Erfolgswerkzeuge der Clusterarbeit. Bei einem Expertendialog auf Einladung von Berlin Partner und der ZukunftsAgentur Brandenburg (ZAB) wurde der Grundstein für eines der aktuell größten Innovationsprojekte der Hauptstadtregion im Bereich Energietechnik gelegt: „WindNODE ist ein Musterbeispiel für erfolgreiche Clusterarbeit“, bescheinigt Wolfgang Korek, Leiter des Bereiches Energietechnik bei Berlin Partner und stellvertretender Clustermanager. „Mit unseren Services vernetzen wir die Akteure im Cluster, um die Hauptstadtregion zur Modellregion der Energiewende werden zu lassen.“ Das beinhaltet das Vorantreiben innovativer Projekte für die Energietechnikbranche als Fundament zukunftsfähiger Produkte für globale Märkte. Das Team um Korek begleitet die Energietechnikpartner bei den unterschiedlichsten Vorhaben, die eine Bündelung partnerschaftlicher Kompetenzen voraussetzen. „Wir bieten zahlreiche Aktivitäten, die den Austausch in unserer Branche zielgerichtet vertiefen“, erläutert Korek. Neben dem Expertendialog, der eine Plattform zur Projektdefinition und -findung bietet, werden Clusterkonferenzen, Innovationswerkstätten, Kooperationsbörsen und elektronische Dialogplattformen geboten. Eine digitale Projektlandkarte hilft bei der Suche nach potenziellen Projekten und Partnern. „Von internationalen Unternehmerreisen über Aktivitäten auf wichtigen Messen bis hin zu Themenworkshops begleiten wir die Akteure im Cluster zielgerichtet“, so Korek. „Gleichzeitig beauftragen wir Studien wie aktuell zu Energieeffizienzpotenzialen in der Hauptstadtregion.“ Die Clustermanager erkennen dafür aktuelle Bedarfe und spüren zukunftsfähigen Entwicklungen nach, die für die prosperierende Entwicklung des Standortes wichtig sind. Dieses Wissen stellen sie zur Verfügung und sorgen so für eine zielgerichtete und wirklich tragbare Vernetzung kompetenter Partner. WindNODE ist das Vorzeigebeispiel. Auf den ersten Expertendialog zu einer bevorstehenden Programmankündigung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) folgten weitere. Kompetente Akteure wurden eingeladen, Rollen definiert und verteilt. Kurz nach der offiziellen Ausschreibung im Januar 2015 veranstaltete das Cluster ein Projekttreffen mit einem Kernkonsortium aus rund 80 Teilnehmern. In enger Zusammenarbeit mit einer externen Agentur für die Ausschreibungsbewerbung entstand ein Abstimmungsplan zwischen den Beteiligten, moderiert durch die Clustermanager. Im Mai 2015 lag die erste offizielle Projektskizze vor. WindNODE wurde schließlich Sieger im BMWi-Aufruf „Schaufenster intelligente Energie – Digitale Agenda für die Energiewende“. Wolfgang Korek ist Bereichsleiter Einer Förderung in Höhe von Energietechnik und stellvertretender knapp 40 Mio. Euro stehen Clustermanager Energietechnik. Eigenmittel der beteiligten Projektpartner in gleicher Höhe gegenüber. Korek betont: „Diese Summe zeigt, wie groß das Interesse der beteiligten Partner daran ist, Systemlösungen zu entwickeln, die international Schule machen könnten. Angesichts dieses hochkarätig besetzten Projekts und seines Innovationspotenzials bleibt Berlin Partner über die gesamte Projektlaufzeit von vier Jahren als Vollpartner beteiligt, um einen Beitrag zum Ergebnistransfer des Konsortiums zu leisten.“ Während das Projektmanagement bei 50 Hertz Transmission liegt, übernimmt Berlin Partner u. a. die Leitung eines der neun Arbeitspakete mit dem Titel „Partizipation und Dissemination“. Für das Team um Wolfgang Korek ein Heimspiel, denn auch hierbei wird es um Wissenstransfer und Vernetzung gehen. Die Tür für partnerschaftliche Beteiligung im Schaufenster steht weiterhin offen, wie er betont: „Die Anstöße des Clustermanagements haben dazu geführt, dass sich eine Community engagierter Firmen und Institute gebildet hat, die die Herausforderungen der Energiewende mit Elan anpacken. Der lange Atem hat sich schon jetzt ausgezahlt!“ Erfolgreiche Clusterarbeit Die Gemeinsame Innovationsstrategie der Länder Berlin und Brandenburg bringt Unternehmen und Wissenschaftseinrichtungen in fünf Clustern zu Innovationsprojekten zusammen: 1. Gesundheitswirtschaft, 2. IKT, Medien, Kreativwirtschaft, 3. Verkehr, Mobilität, Logistik, 4. Energietechnik und 5. Optik. Im Cluster Energietechnik sind rund 6.300 Unternehmen und mehr als 30 Forschungseinrichtungen beheimatet. Mit WindNODE startet im Dezember 2016 ein großes Verbundprojekt zur Entwicklung eines vernetzten, balancierten Energiesystems der Zukunft, basierend auf hohen Anteilen erneuerbarer Energien, das im Cluster aus der Taufe gehoben wurde. www.berlin-partner.de/branchen-cluster www.energietechnik-bb.de | www.windnode.de BERLIN TO GO 21

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