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Berlin to go, Ausgabe 4.2016

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DISKURS SMARTE ENERGIE

DISKURS SMARTE ENERGIE – MADE IN BERLIN In der deutschen Hauptstadt arbeiten zahlreiche Akteure an innovativen Lösungen aus der und für die Energiestadt Berlin Smart investieren – Mit Energieeinsparungen finanziert Berlin die Modernisierung von 200 öffentlichen Gebäuden Mit dem Ziel, rund 200 öffentliche Gebäude energetisch zu sanieren, entstand eine Partnerschaft der Stadt Berlin mit Siemens im Rahmen des „Energiespar-Contracting“-Konzepts. Siemens ermittelte für Schulen, Kindergärten, Sporteinrichtungen, Justizgebäude und Universitäten die Energie- und Betriebskosteneinsparungen und übernahm die Modernisierung. Die Investitionskosten von ca. 22 Millionen Euro finanziert die Stadt Berlin in Raten über die vertraglich garantierten Einsparungen – also ohne selbst Geld in die Hand nehmen zu müssen. Insgesamt ergeben sich Energiekosteneinsparungen von jährlich etwa 4,7 Millionen Euro – und zugleich 30.000 Tonnen weniger CO2-Emissionen. Die eingesparten Kosten tilgen über eine Laufzeit von zwölf Jahren die Investitionskosten. Mittlerweile sind etliche Gebäude, etwa die Universität der Künste, mit neuen Heizungssystemen, Lüftungs- und Klimaanlagen und zentraler Gebäudeleittechnik ausgestattet worden. Ein weiteres Beispiel ist das „Kulturforum Potsdamer Platz“. In nur zwölf Monaten modernisiert Siemens sieben Gebäude im laufenden Betrieb energetisch, was zu Energiekosteneinsparungen von fast 50 % führt – wesentlich mehr als die vertraglich festgelegte Prognose von 29 %. Die Vertragslaufzeit beträgt 10 Jahre. Danach sind alle Investitionen alleine über die garantierten Kosteneinsparungen refinanziert. Alle weiteren Einsparungen entlasten dann zu 100 % den Haushalt des Auftraggebers, der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Innovatives Funknetzwerk für die Gebäudeautomation Die KT-Elektronik GmbH mit Sitz in Berlin-Steglitz ist auf die Fertigung und Entwicklung elektronischer mikroprozessorgesteuerter Geräte spezialisiert, die hauptsächlich in der Heizungstechnik und der Gebäudeautomation eingesetzt werden. Als innovativer Mittelständler hat KT-Elektronik ein gemeinsames Forschungs- und Entwicklungsprojekt mit dem Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut und der Technischen Universität Berlin durchgeführt. Im Rahmen des Projektes wurde ein selbstheilendes Funknetzwerk für die Gebäudeautomation entwickelt, das die zentrale Vernetzung von Liegenschaften und damit den Fernzugriff auf Heizsysteme und Verbrauchszähler erlaubt. Das Funknetzwerk nutzt LoRa-Technologie und eine Mesh-Netzwerk-Topologie, um robust zwischen Stahlbetonkellern zu kommunizieren. Ein derartiges Verfahren wurde bisher noch nicht am Markt realisiert und bietet enormes Potenzial zum effizienten Energiemanagement. So rüstete KT-Elektronik beispielsweise in einem Pilotprojekt gemeinsam mit Vattenfall und Gewobag rund 80 Gebäude in der Paul-Hertz-Siedlung in Berlin-Charlottenburg mit den funkvernetzten Heizungsreglern aus. Nun ist die Serienproduktion und der Vertrieb der Systemlösung SAM-LAN angelaufen. lekker setzt auf „Berliner Schnauze“ Eine Situation, die jeder kennt: Man ruft seinen Strom- oder Telefonanbieter an, und wenn endlich jemand an den Hörer geht, fragt man sich: „Wo bin ich denn hier gelandet?“. Beim Berliner Energieanbieter lekker ist das anders. Im Kundencenter in der Invalidenstraße kümmern sich rund 60 eigene Mitarbeiter um die Nöte der Kunden. „Die meisten Agenten und ein Großteil unserer Kunden sind Berliner“, sagt Leiter Klaus-Dieter Habeck, „da ist es ein Heimvorteil, wenn man auch berlinern kann.“ Mit der Entscheidung auf einen eigenen Kundenservice zu setzen, schwimmt lekker in der Energiebranche gegen den Strom. Ende 2015 beendete das Unternehmen sogar die Zusammenarbeit mit einem externen Call Center und übernahm in Berlin alle Leistungen in Eigenregie. „Kundenorientierung und wirtschaftlicher Erfolg gehen bei lekker Hand in Hand“, sagt Klaus-Dieter Habeck, „die Servicequalität erhöhen können wir nur mit dem Know-how und Engagement unserer Mitarbeiter“. Umfragen bestätigen diesen Kurs. Inzwischen ist 91 % der Deutschen guter Service beim Stromanbieter wichtig. Foto: Margot Dertinger-Schmid 18 BERLIN TO GO

DISKURS Dank Heizungswechsel die Energiewende für jedermann Thermondo ist der marktführende Heizungsbauer im Segment der Ein- und Zweifamilienhäuser. Das Unternehmen sieht sich in der Verantwortung, die Energiewende aktiv mit sinnvollen und für den Kunden einfachen Lösungen voranzutreiben. Mit schlanken Prozessen und im Unternehmen entwickelten digitalen Werkzeugen, wie der Heizungsbau-Planungssoftware „Manfred“, werden Heizungswechsel schnell, präzise und zum Festpreis durchgeführt. So sorgt Thermondo für mehr Effizienz beim Brennstoffverbrauch und für CO2-ärmeres Heizen. Das Komplettpaket von Thermondo beinhaltet die Planung des neuen Heizsystems, Lieferung und Montage sowie Beratung zu staatlichen Fördermitteln. Effizienz bildet den Kern des Geschäftsmodells von Thermondo. So verzichtet das Unternehmen dank des digitalisierten Bestellwesens und der Just-in-time-Lieferung komplett auf Lager. Die genaue Planung der Bauvorhaben macht zusätzliche Fahrten zwischen den Baustellen und dem Großhandel überflüssig. Thermondo hat bereits 4.500 Heizungswechsel durchgeführt und geholfen, 6.000 Tonnen CO2 einzusparen. Smart Grid und Smart City in Realität Zwischen dem EUREF-Campus und Schneider Electric hat sich von Anfang an eine intensive Beziehung entwickelt. Auf der einen Seite die Vision, ein CO2-neutrales Stadtviertel zu schaffen, auf der anderen Seite ein bedingungsloses Bekenntnis zur Energieeffizienz und zum Energiemanagement – kein Wunder also, dass Schneider Electric von Anfang an maßgeblich am Aufbau des Micro Smart Grids auf dem Campus beteiligt war. Der EUREF-Campus ist für Schneider Electric also nicht nur der attraktive Standort einer Niederlassung, sondern hier werden zusammen mit der EUREF AG und anderen Projektpartnern modernste Lösungen zu aktuellen Themen wie Smart Grid, Speicherlösungen für erneuerbare Energie oder Elektromobilität entwickelt und realisiert. Jüngstes Ergebnis dieser Aktivitäten ist die sogenannte ZeeMo.Base – Energiezentrale, Energiespeicher, solares Grundlastkraftwerk und repräsentativer Showroom zugleich. Hier wird also gezeigt, was in Sachen Energieversorgung bereits heute realisierbar ist. Die Schauräume zum Stand der Technik sind übrigens jeden ersten Montag im Monat von 14 bis 17.30 Uhr für Besucher geöffnet. Fotos: Thermondo, Schneider Electric, Geo-En Der Spezialist für erneuerbare Wärme und Kälte Das Berliner Unternehmen Geo-En plant, baut und betreibt innovative Hybridanlagen, bietet Leistungen zur Steuerung dezentraler Energiesysteme und entwickelt innovative Technologien zur Gewinnung von Erdwärme und -kälte. Durch die Nutzung erneuerbarer Energien schonen Geo-En-Anlagen nicht nur das Klima – sie sind zudem überaus wirtschaftlich und steigern den Wert einer Immobilie. Die Hybridsysteme von Geo-En kombinieren Wärmepumpen mit Kraft-Wärme-Kopplung oder Solartechnik. Das halbiert die Betriebskosten und bietet obendrein Kälte zum Nulltarif. So erreichen sie Effizienz- und Kostenziele gleichermaßen. Realisiert wurde dieses Konzept beispielsweise für das Berliner Wohnprojekt „Himmel und Erde“ in Pankow. 20 Erdwärmesonden machen hier die Energie aus der Erde zum Heizen und Kühlen nutzbar. Ein Blockheizkraftwerk liefert Wärme und zugleich den Strom für die Wärmepumpen. Im Sommer sorgt die Erdkälte nahezu kostenlos für ein angenehm kühles Wohnklima. Für das innovative Projekt erhielt Geo-En den Preis „KlimaSchutzPartner des Jahres 2016“. BERLIN TO GO 19

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