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Berlin to go, Ausgabe 3.2016

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NETZWERK KOSTENLOS

NETZWERK KOSTENLOS SURFEN IN DER U-BAHNSTATION Die BVG hält Berlin in Bewegung und will mit digitalen Mobilitätslösungen Berlin auch unterirdisch in die Zukunft 4.0 führen Elektromobilität, vernetzte Fahrzeuge, App-basiertes Carsharing: Die Art, wie sich Menschen in der Großstadt fortbewegen, verändert sich rasant. In Berlin ist der Mobilitätswandel besonders deutlich sichtbar: Auf 1.000 Einwohner kommen rund 324 Pkw – das ist die niedrigste Rate aller deutschen Großstädte. Mobilitätskonzepte für die Zukunft funktionieren jedoch nicht ohne den öffentlichen Nahverkehr als Basis, betont Dr. Henrik Haenecke. Der neue BVG-Vorstand Finanzen, Digitalisierung und Vertrieb setzt auf kreative Denkansätze und innovative Lösungen für den Berliner Nahverkehr. Der neue Arbeitgeber des gebürtigen Berliners schrieb bereits das zweite Jahr in Folge schwarze Zahlen und erzielte 2015 Umsatzerlöse in Höhe von 821 Millionen Euro. Bei der Digitalisierung ist das landeseigene Verkehrsunternehmen mit 14.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nach Einschätzung von Haenecke bereits gut aufgestellt, zum Beispiel mit „FahrInfo Plus“: Die kostenlose App für Smartphones ging 2014 an den Start und wurde seitdem bereits 1,9 Millionen Mal heruntergeladen. Nach einem umfangreichen Update liefert sie neben der Möglichkeit zum Ticketkauf per Handy nun in Echtzeit Informationen über Fahrverbindungen. Bei Störungen oder Verspätungen wird die Verbindungsplanung sofort für den schnellsten Weg von A nach B angepasst. Mobilitätseingeschränkte Nutzer erfahren bei der Routenplanung, wie sie ihr Ziel barrierefrei und dank der Aufzüge stufenlos erreichen. Haenecke sieht Angebote wie die BVG-App als Teil eines beständigen Lernprozesses auf dem Weg zu smarten digitalen Lösungen: „Wir wollen herausfinden, was unseren Kunden im öffentlichen Nahverkehr wirklich nutzt, und ihnen den Weg ans Ziel so einfach und angenehm wie möglich machen.“ Dr. Henrik Haenecke ist seit August Vorstand der BVG für die Bereiche Finanzen, Digitalisierung und Vertrieb. Die BVG hat die digitale Zukunft fest im Blick. Bester Beweis ist der neue Kopf im Vorstand der Berliner Verkehrsbetriebe: Dr. Henrik Haenecke verantwortet seit Mitte August dieses Jahres die Bereiche Finanzen, Digitalisierung und Vertrieb. Für Haenecke ist das neu benannte Vorstandsressort Digitalisierung mehr als ein wichtiges Signal nach außen: „Digitalisierung ist für die BVG als modernes, zukunftsorientiertes Unternehmen Pflicht. Neben dem Einsatz neuer Technologien steht für mich im Vordergrund, Mobilität im digitalen Zeitalter neu zu denken.“ Der 46-Jährige bringt dafür die passenden Voraussetzungen mit. Vor seinem Wechsel zum größten Nahverkehrsunternehmen Deutschlands setzte Haenecke als Geschäftsführer der Kaiser’s Tengelmann GmbH mit Projekten wie der automatischen Filialdisposition, der anonymen Kundenkarte und dem Online-Lieferservice Bringmeister die Digitalisierung wichtiger Geschäftsprozesse erfolgreich um. Eine Milliarde Fahrgäste waren 2015 in Berlin mit den Bussen, Straßenbahnen, U-Bahnen und Fähren der BVG unterwegs. Um den deutlichen Zuwachs bei den Fahrgastzahlen fortzuschreiben, investiert das Nahverkehrsunternehmen nicht nur in den Ausbau und die Instandhaltung der Infrastruktur, sondern auch in kostenloses WLAN: „Unsere Kunden wollen schnell, sicher und zuverlässig im Stadtgebiet unterwegs sein und viele möchten dabei immer online sein“, so Haenecke. Nachdem das „BVG WiFi“ am stark frequentierten Umsteigeknoten Osloer Straße im vergangenen Jahr getestet und von den Fahrgästen für gut befunden wurde, gibt es den Gratisdienst an immer mehr U-Bahnhöfen. Bis Ende 2016 sollen Berliner und Touristen in 76 unterirdischen Stationen im Internet surfen können. Zudem laufen WLAN- Tests in 30 Bussen, unter anderem auf der Elektrobus-Linie 204. Für den Aufsichtsratsvorsitzenden der BVG, Finanzsenator Dr. Matthias Kollatz-Ahnen, ist das ein weiteres Zeichen, dass „Berlin längst auf dem Weg zur Smart City ist“. Berlin wächst unterdessen dynamisch: laut einer Prognose der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt von aktuell 3,6 Millionen Einwohnern auf 3,8 Millionen im Jahr 2030. Das bedeutet weniger Raum für alle und mehr Foto: BVG / Oliver Lang 42 BERLIN TO GO

Verkehr in der Stadt. „Der öffentliche Nahverkehr ist die Basis, um Berlin auch in Zukunft in Bewegung zu halten“, betont Haenecke. Gleichzeitig seien intelligente Mobilitätslösungen gefragt, die die Nutzung verschiedener Verkehrsmittel unkompliziert ermöglichen. Die BVG geht mit gutem Beispiel voran: Die aktuelle Version der FahrInfo Plus-App zeigt auch die Standorte eines Carsharing-Anbieters und Taxistationen an. Ein intensiver Austausch und gemeinschaftliches Handeln ist nach Einschätzung des neuen BVG-Vorstandsmitglieds wichtig, um Berlin zur Smart City zu machen – deshalb engagiert sich das Verkehrsunternehmen seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Wissenschaftsnetzwerk von Berlin Partner. Ob digital oder ganz analog bei der Beförderung von täglich rund 3 Millionen Fahrgästen: „Berlin und die BVG gehören auch in Zukunft untrennbar zusammen“, sagt Henrik Haenecke. es BVG in Zahlen Die mittlere Beförderungsgeschwindigkeit der insgesamt 1.244 U-Bahn-Fahrzeuge liegt bei 30,9 km/h An 1.125 Verkaufsautomaten im Berliner Stadtgebiet und in 12 BVG-Verkaufsstellen können Fahrscheine oder Abonnements gekauft werden Die Straßenbahnen verkehren tagsüber auf einer Linienlänge von 300 Kilometern, nachts sind es 109,9 km 151 Omnibuslinien bringen die Fahrgäste am Tag ans Ziel. Nachts verkehren 45 Nachtbuslinien mit eigener Strecke sowie die 17 MetroBuslinien Die längste Berliner Fährlinie F10 verkehrt auf der 4,4 km langen Strecke zwischen Wannsee und Kladow Foto:hanohiki / Shutterstock.com Insgesamt bringen 1.244 U-Bahn- Fahrzeuge die Berliner täglich von A nach B. BERLIN TO GO 43

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