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Berlin to go, Ausgabe 2.2016

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LOCATION HIGHTECH UND

LOCATION HIGHTECH UND INNOVATIONEN AUS DER MITTE BERLINS Im Technologie-Park Humboldthain entstehen vielfältige Synergien aus der Kooperation von Wirtschaft und Wissenschaft Der Zukunftsort Technologie-Park Humboldthain (TPH) – einer der ersten Technologieparks bundesweit – verbindet die industrielle Tradition des 19. und 20. Jahrhunderts mit Spitzentechnologien der Zukunft und bietet perfekte Voraussetzungen für Kooperationen zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung. Am Humboldthain wurde ein Stück Berliner Industriegeschichte geschrieben. Davon zeugen noch heute die historischen Fabrikgebäude der AEG in der Ackerstraße und AEG-Turbinenhalle von Peter Behrens an der Gustav-Meyer-Allee, die Ende des 19. Jahrhunderts Ausdruck des Aufstiegs von Berlin zur Industriemetropole waren. Der Zweite Weltkrieg bedeutete auch an diesem Standort eine Zäsur, obwohl keine nennenswerten Kriegsschäden zu verzeichnen waren. In den 1960er und 70er Jahren verlor der Standort zunehmend an wirtschaftlicher Bedeutung, bis neue Standortkonzepte entwickelt und umgesetzt wurden, um das große Areal einer neuen Nutzung zuzuführen. So ließ der Paderborner Computerhersteller Nixdorf von der Brunnenstraße aus große Teile der noch vorhandenen historischen Bausubstanz abreißen, um in einem modernen Glaspalast seine Computerproduktion anzusiedeln. Dieser Gebäudekomplex wird inzwischen vom Bankenservice, einer Tochtergesellschaft der Landesbank Berlin, genutzt. Einen wichtigen Schub erfuhr das Areal, als 1983 in den alten AEG-Fabriken das „Berliner Innovations- und Gründerzentrum“ (BIG) eingerichtet wurde. Das BIG – ein Gemeinschaftsprojekt der TU Berlin und dem Land Berlin, vertreten durch die GSG (Gewerbe-Siedlungs-Gesellschaft) – ist das erste Technologieund Gründerzentrum (TGZ) Deutschlands. Damit wurden in unmittelbarer Nähe zur Grenze zwischen den beiden geteilten Stadthälften innovative Akzente gesetzt, um Technologie, Wissenschaft und Wirtschaft an einem Standort zu vereinen. Nach der Wiedervereinigung gelang dem Technologie-Park Humboldthain, der bis dato noch am Rande West-Berlins lag, der Sprung wieder dorthin, wo der Standort seit jeher lag: in die Mitte Berlins. Um den Standort noch weiter voranzubringen, hat sich am 17. Oktober 2012 ein Netzwerk – eine Standortgemeinschaft von ansässigen Unternehmen und Forschungseinrichtungen in der Form eines Vereins – gegründet. Nach wie vor ist das – inzwischen unter Denkmalschutz stehende – ehemalige AEG-Gelände markanter Mittelpunkt des Standortes, an dem aktuell 165 Unternehmen mit qualitativ hochwertigen Produkten und Dienstleistungen ansässig sind, zudem das Fraunhofer-Institut IZM, die Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft und mehr als 22 Forschungsinstitute im Campus Wedding der TU Berlin. Das Mit- und Nebeneinander von Wirtschaft und Wissenschaft ermöglicht einen Technologietransfer, der zudem auch die Ansiedlung neuer Unternehmen, vorzugsweise in technik- und industrienahen Bereichen, fördert. Vor allem die Branchen und Cluster Automotive-Verkehrstechnik, Mobilität, Energie-, Gebäude- und Umwelttechnologien sowie Mikrosystem- und Automationstechnik sind mit technologischen Spitzenunternehmen und namhaften Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen im TPH vertreten. Alle zusammen nutzen den Technologie-Park Humboldthain als Ort des Austauschs und der Synergien – hier treffen neue Ideen auf etablierte Gründer und machen den Zukunftsort in der Mitte Berlins zu einem etablierten Evolutionsstandort. at Wissenswertes zum Technologie-Park Humboldthain • 25 Hektar großes Areal auf dem ehemaligen AEG-Gelände • Gewerbliche Nutzfläche von ca. 320.000 m 2 • Das erste Gründerzentrum in Deutschland (1983) • 165 Unternehmen am Standort • Forschungs- und Wissenschaftsstandort: 22 Institute der TU-Berlin, Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM • Spitzentechnologieunternehmen aus den Clustern/Branchen Automotive, Elektronik, Energie-, Gebäude- und Umwelttechnologien sowie Mikrosystem- und Automationstechnik, Informationstechnologie, Medien, Druck, Biotechnologie, Medizintechnik und Gesundheitstechnik • Gute Möglichkeiten zum Technologietransfer durch Kooperation von Wirtschaft und Wissenschaft Foto: TPH 26 BERLIN TO GO

LOCATION Rund um die alten AEG-Hallen zeigen unterschiedlichste Projekte und Lösungen, wie das Wissenschafts- und Wirtschaftsnetzwerk am Humboldthain tickt Organobalance – entwickelt mikrobielle Schutzschilde Das Biotechnologie-Unternehmen erschließt seit 2001 die gesundheitsfördernde Wirkung von Milchsäurebakterien und Hefen für neue Anwendungen und entwickelt probiotische Bakterienkulturen sowie Hefeproduktionsstämme für die industrielle Biotechnologie. Dabei werden Mikroorganismen gefiltert, die ein mikrobielles Schutzschild etablieren und Störungen ausbalancieren. Organobalance nutzt dafür eine einzigartige Stammbank aus Hefe- und Milchsäurebakterien-Kulturen, die bis in die 1920er-Jahre zurückreicht. Fotos: Organo Balance, Specs, Massivbau / TU Berlin, LASERLINE / Daniel Isbrecht, Intellic Oberflächenanalytik auf der Höhe der Zeit Die Specs Surface Nano Analysis GmbH ist führender Hersteller von Komponenten und speziellen Systemen für die Nanotechnologie, Materialwissenschaft und angrenzende Gebiete. Nicht nur Berliner Forschungseinrichtungen nutzen Lösungen wie den Elektronenanalysator Phoibos oder das Rastersondenmikroskop STM 150 Aarhus, sondern weltweit setzen Institute und Universitäten auf Specs-Produkte. Aktuelles Highlight der Innovationsschmiede ist das Enviro- ESCA, das Untersuchungen von Materialoberflächen unter realen Betriebsbedingungen ermöglicht. Laserline – innovativ in Qualität, Umweltschutz und Service Seit 20 Jahren bringt Laserline vom Wedding aus Bewegung in die Druckbranche. Über zehn Millionen Druckprodukte sind beim Berliner Druckzentrum online bestellbar. Spezialisiert auf Geschäfts- und Werbedrucksachen produziert Laserline klassische Offset- und Digitaldrucksachen sowie Werbetechnik auf modernstem Stand der Technik und bietet alles von der Vorlagenherstellung bis zur Veredelung aus einer Hand. Als eine der ersten Druckereien weltweit arbeitet Laserline komplett klimaneutral, sogar jeder Klick im Online- Shop wird ausgeglichen. Ein Mekka für Massiv- und Brückenbauer Wer sich für Massiv- und Brückenbau interessiert, kommt am Institut für Bauingenieurwesen (Entwerfen und Konstruieren) der TU Berlin kaum vorbei. Hier lehrt seit 2004 Professor Dr. Mike Schlaich. Seine Kollegen und er haben Hängebrücken- und Tragwerkskonstruktionen in der ganzen Welt realisiert, darunter die Ting-Kau-Brücke in Hongkong, den Hauptbahnhof in Berlin, das Flughafenterminal in Stuttgart oder die Messehallen in Hannover. Aktuell plant sein Team das Tragwerk einer Großskulptur mit 410.000 Ölfässern in der Wüste von Abu Dhabi, die der Verpackungskünstler Christo umhüllen möchte. Intellic – digitale Tachometer für Europa Die Intellic GmbH, spezialisiert auf Produkte und Services im Bereich intelligenter Verkehrstechniksysteme, überzeugte mit dem digitalen Fahrtenschreiber Efas den europäischen Transportmarkt als Hersteller und Serviceprovider. Denn der digitale Tachometer zeichnet alle Lenk- und Ruhezeiten, Lenkzeitunterbrechungen, gefahrene Kilometer und Geschwindigkeit „gerichtfest“ auf. BERLIN TO GO 27

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