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Berlin to go - Ausgabe 2.2015

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Chefredakteurin Annabell

Chefredakteurin Annabell Dörksen im Gespräch mit Daniel Wall. AUF EINEN COFFEE TO GO … Annabell Dörksen trifft in jeder Ausgabe einen Macher dieser Stadt – diesmal Daniel Wall von der Wall AG, die Profis für smarte Stadtmöblierung Ob Weltkonzern, innovativer Mittelständler oder Hidden Champion – der Aufschwung der Berliner Wirtschaft ist von den Machern und Gestaltern all dieser Unternehmen gemacht. Als Chefredakteurin der Berlin to go werfe ich zukünftig in jeder Ausgabe gemeinsam mit einem Gestalter der Berliner Wirtschaft einen Blick auf die deutsche Hauptstadt und das eigene Unternehmen. „Gestalter Berlins“ ist in diesem Fall wörtlich zu nehmen: ein Gespräch mit Daniel Wall, Vorstandsvorsitzender der Wall AG – Internationaler Stadtmöblierer und Außenwerber. Über 550 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Hauptstadtregion fertigen und bewerben Produkte von Wartehallen über Stadtinformationsanlagen bis hin zu City-Toiletten. Herr Wall, im Statement zu Ihrer Partnerschaft im Berlin- Partner- Netzwerk sagen Sie: „Berlin ist heute nicht nur für Kreative eine attraktive Umgebung, sondern bietet ebenso für Wirtschaftsunternehmen anderer Branchen und die Industrie ein hohes Standortpotenzial.“ Welches Potenzial – gerade auch für die Industrie – sprechen Sie hier an? Daniel Wall (DW): Berlin ist die größte Stadt Deutschlands und damit allein schon ein Markt für sich. Die Industrie findet hier viele Vorteile: die Nähe zu Kreativen, Gründern und vor allem zu einer europaweit einmaligen Forschungs- und Wissenschaftslandschaft. Außerdem sind in Berlin noch Gewerbeflächen verfügbar, und das zu vergleichsweise moderaten Kosten. Auch das Umland ist attraktiv für Industrieunternehmen – unsere Produktion sitzt zum Beispiel in Velten. Zudem ist Berlin ein Magnet für junge Talente aus der ganzen Welt. Wer heute ein Unternehmen gründet, kommt an Berlin nicht mehr vorbei. Die Wall AG vermarktet mehr als 90.000 Premium-Plakatflächen in Deutschland und der Türkei. Ihr Unternehmen ist zudem ein echter Industrie-Player der Hauptstadtregion. Wofür steht Wall in der Berliner Unternehmenslandschaft? DW: Wir sind der Vermarkter eines starken Premium-Außenwerbemediums. Wir stehen für Stadtmöblierung, die innovativ ist und ein ansprechendes Design hat. Wir machen keine Produkte von der Stange, weil wir uns um eine Stadt ganzheitlich kümmern möchten: Unsere Stadtmöbel sollen zu einer Stadt, ihren Bewohnern und Besuchern passen. Für Berlin konzeptionieren wir daher andere Produkte als z.B. für Düsseldorf. Sie sind im IT-Bereich ins Unternehmen eingestiegen, haben das Produktionswerk in Velten mit aufgebaut, in den 90ern unter anderem die Entwicklungsabteilung geleitet, heute verantworten Sie neben dem Vorstandsvorsitz auch den Vorstandsbereich Technik. Ist die Entwicklung neuer Technologien etwas, das Sie immer noch begeistert? DW: Produktentwicklung hat mich schon immer fasziniert. Und ich habe eine Leidenschaft für Städte. Ich möchte sie gemeinsam mit meinem Team voranbringen und positiv mitgestalten. An Ideen mangelt es uns nicht. Gerade haben wir eine komplett neue Generation an City-Toiletten entwickelt. Foto: Rawpixel – Fotolia.com 28 BERLIN TO GO

AUF EINEN COFFEE TO GO Produktionsstandort der Wall AG ist Velten bei Berlin. Moderne Werbefläche der Wall AG: ein digitales City Light Board. Fotos: Berlin Partner; Wall AG Wie funktioniert Innovation in Ihrem Unternehmen? Wie entstehen Ihre Stadtmöbel mit hohem Anspruch an Design, Funktionalität und Technologie? DW: Der wichtigste Punkt ist das Beobachten. Was macht eine Stadt aus? Was sind ihre Bedürfnisse? Wie kann man sie verbessern? Um das Beobachtete in konkrete Produkte umzusetzen, haben wir ein internes Innovationsteam, verfolgen weltweite Trends und arbeiten mit zahlreichen Designern zusammen. Wir produzieren kleine Serien im individuellen Design für die jeweilige Stadt. Diese Flexibilität macht uns erfolgreich. Digitalisierung ist derzeit das große Zukunftsthema, das die Berliner Wirtschaft umtreibt. 2010 hat die Wall AG in der Berliner Friedrichstraße den ersten U-Bahnhof weltweit mit ausschließlich digitalen Werbeflächen eingeweiht, 2014 haben Sie das erste flächendeckende digitale CLP-Netz Deutschlands umgesetzt. Woran arbeiten Sie gerade? DW: Digitalisierung ist das große Glück der Außenwerbung. Durch die Digitalisierung werden wir zu einem der schnellsten Medien überhaupt. Wir sind heute bereits in der Lage, alle relevanten Formate digitalisiert anzubieten. Das verschafft uns einen weiteren Vorteil: Vernetzung. So machen wir die Stadt smarter. Ein Beispiel dafür: Wir kooperieren mit dem Fraunhofer-Institut im Bereich Katastrophenschutz. Wenn es zum Beispiel in der Stadt einen Großbrand gibt, können wir auf den umliegenden digitalen Werbeflächen die Bürger und Touristen über die Gefahr informieren, bevor sie sich ihr nähern. So dienen die Werbeflächen für die Stadt als öffentliches, unübersehbares Kommunikationsmittel. Bei Ihrem Zusammenschluss mit JC Decaux 2009 sprachen Sie von deutlichen Vorteilen für die Wettbewerbsfähigkeit Ihres Unternehmens. Ihr Ziel war es damals, Nummer eins in der Außenwerbung in Deutschland zu werden. Wo steht Wall heute, und was sind aktuell Ihre Ziele? DW: In unserem speziellen Bereich der Stadtmöblierung sind wir heute der größte Anbieter von Premium-Außenwerbung. Somit haben wir unser damaliges Ziel, die Nr. 1 im Städtegeschäft zu werden, erreicht. In unserem nationalen Portfolio fehlen uns noch drei Städte über 500.000 Einwohner: Frankfurt, Essen und Hannover. Dort wollen wir noch wachsen. Gleichzeitig liegt die Außenwerbung voll im Trend und konnte in den letzten Jahren ihren Anteil am Gesamtwerbemarkt kontinuierlich ausbauen. Die Weihnachtsbeleuchtung am Ku'damm, die Aktion Berliner Brunnen, „Gute Tat mit Plakat“ – bei alldem ist Wall engagiert. Wieso gehört soziale Verantwortung so stark zu Ihrer Unternehmensphilosophie? DW: Eine Stadt ist für uns mehr als nur der Ort, an dem unsere Stadtmöbel stehen. Wir sehen uns als Partner einer Stadt. Daher heißt unsere Firmenphilosophie auch: Für Städte. Für Menschen. Für mich persönlich als Unternehmer ist die soziale Verantwortung beziehungsweise das Engagement etwas, das von Herzen kommt. BERLIN TO GO 29

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