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Rehabilitation in Berlin und Brandenburg

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Atlas zur medizinischen Rehabilitation

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18 Rehabilitation in Berlin und Brandenburg – Informationen für Patienten 3. Informationen für Patienten Für eine erste medizinische Einschätzung über die Notwendigkeit einer Rehabilitation sollten Sie sich zuerst an Ihren Hausarzt wenden. Des Weiteren besteht für alle Sozialleistungsträger nach §§ 14, 15 SGB I die Verpflichtung zur Auskunft und Beratung. Sie können sich demnach direkt an Ihre Krankenkasse oder an die Deutsche Rentenversicherung wenden. Daneben bestehen Gemeinsame Servicestellen für Rehabilitation, die von allen Rehabilitationsträgern gemeinsam eingerichtet wurden, um qualifizierte Beratung und Unterstützung umfassend, unverzüglich, anbieterneutral und zugleich verbindlich zu gewährleisten. Bundesweit existieren derzeit ca. 493 Gemeinsame Servicestellen. Die Mitarbeiter in den Servicestellen können für Sie neben der Beratung auch bereits einen Antrag für medizinische Rehabilitation in die Wege leiten. Eine Aufstellung der Servicestellen finden Sie auf www.reha-servicestellen.de für Berlin und Brandenburg. Grundinformationen für Patienten In der Region Berlin-Brandenburg steht Ihnen eine Vielzahl moderner Reha-Einrichtungen und -Kliniken mit gut geschultem Personal zur Verfügung. Die ambulanten und stationären Rehabilitationseinrichtungen haben sich in der Regel auf bestimmte Krankheitsbilder spezialisiert und bieten unterschiedliche Therapie- und Behandlungsverfahren an. Da eine Rehabilitationsbehandlung für jeden Patienten individuell ausfällt, sind vor dem Antritt die Ansprüche an eine Behandlung und das Angebot übereinzubringen, um für die Rehabilitationseinrichtung die richtige Wahl treffen zu können. Hier erfahren Sie den Unterschied zwischen den diversen Arten der Rehabilitationseinrichtungen und ihre Behandlungsmethoden, was Sie bei längeren Aufenthalten in einer stationären Reha mitbringen sollten und wie spezielle Zielgruppen angesprochen werden. Welche Rehabilitationseinrichtung ist die richtige? Bei der Wahl einer Rehabilitationseinrichtung gibt es verschiedene Kriterien, die Sie beachten sollten. Viele Einrichtungen haben sich auf bestimmte Krankheitsbilder spezialisiert. Über die Suchmaschine unserer Internetseite können Sie sich eine Auswahl an betreffenden Einrichtungen anzeigen lassen. Des Weiteren sollten Sie sich im Vorfeld über Serviceangebote der Einrichtungen informieren, die für Sie individuell wichtig sein könnten. Beispielsweise werden Fahrdienste angeboten, die Begleitung durch Angehörige ist gegen eine Kostenbeteiligung möglich oder auf Bedürfnisse von Blinden oder Gehörlosen wird besonders eingegangen. Je nach Art der Leistung zur medizinischen Rehabilitation sowie Ihrer gesundheitlichen Verfassung wird nach der Art der Durchführung der Leistung in einer ambulanten oder stationären Rehabilitation unterschieden. Ambulante Rehabilitationsleistungen werden wohnortnah durchgeführt. Sie wohnen zu Hause und gehen tagsüber in die behandelnde Einrichtung. Je nach Einrichtung werden Fahrdienste zur Verfügung gestellt. Die ambulante Rehabilitationsleistung dauert i. d. R. 15 Behandlungstage. Eine Verlängerung ist aus medizinischen Gründen möglich. Während einer stationären Rehabilitationsleistung werden Sie in einer Rehabilitationsklinik aufgenommen. Stationäre Rehabilitationsleistungen sind z. B. bei Nachbehandlungen schwerer Erkrankungen wie Herzinfarkt, Geschwulstleiden oder psychischen Erkrankungen möglich, wenn eine ambulante Rehabilitationsleistung nicht ausreicht und die stationäre Aufnahme aus medizinischen Gründen erforderlich bzw. ein wohnortnahes ambulantes Angebot nicht vorhanden ist. Generell dauern stationäre Rehabilitationen bis zu drei Wochen. Eine Verlängerung aus medizinischen Gründen ist jedoch möglich. Bei Kindern erstreckt sich der Aufenthalt über vier bis sechs Wochen. Dies ist abhängig von der Indikation und von der Begleitung durch einen Elternteil.

Rehabilitation in Berlin und Brandenburg – Informationen für Patienten 19 Wann kann ich eine Rehabilitationseinrichtung frei wählen? Rehabilitationsträger müssen das Wunsch- und Wahlrecht der Versicherten bei Vorliegen von berechtigten Wünschen beachten. Trägt Ihre Krankenkasse die Kosten der Rehabilitation, können Sie eine zertifizierte Rehabilitationseinrichtung selbst wählen. Im Rahmen Ihrer Ermessensentscheidung muss sich Ihre Krankenkasse dann mit den medizinischen Erfordernissen des Einzelfalls sowie Ihren weiteren Wünschen und Bedürfnissen auseinandersetzen. Berechtigte Wünsche dürfen nicht mit dem Verweis auf das Wirtschaftlichkeitsgebot übergangen werden. Sofern medizinische Gründe für die Auswahl der Rehabilitationseinrichtung mit Versorgungsvertrag auschlaggebend und hinreichend belegt sind, sollte die Krankenkasse in ihrer Auswahlentscheidung diese Wünsche ohne Mehrkosten berücksichtigen. Auch einige ausgewählte persönliche Beweggründe – z. B. die persönliche Lebenssituation, Alter, Geschlecht, Familie, religiöse und weltanschauliche Bedürfnisse – sollten für eine positive Entscheidung als angemessen bewertet werden. Wo finde ich Angebote für spezielle Zielgruppen? Einige Rehabilitationseinrichtungen haben sich auf die Bedürfnisse spezieller Zielgruppen eingestellt. So bieten Rehabilitationskliniken oft auch die Möglichkeit, dass der Lebenspartner während des stationären Aufenthalts mit in der Klinik (oder in benachbarten Unterkünften) wohnen und Behandlungsangebote nutzen kann. Ebenso bestehen Angebote z. B. für: • Kinder mit oder ohne Begleitpersonen • Blinde • Gehörlose • Patienten mit Haustieren • besondere Zusatzangebote im therapeutischen Bereich Im ambulanten Bereich dürfte zudem die Möglichkeit eines Fahrdienstes oder die Regelung der Versorgung mit Essen und Trinken von besonderer Bedeutung sein. Informationen finden Sie dazu auf der Vorstellungsseite der einzelnen Einrichtungen. Ist jedoch die von der Krankenkasse zugewiesene Einrichtung gleichermaßen für den Patienten und dessen Rehabilitationserfolg geeignet und kann die Wunschklinik nur durch zusätzliche individuelle Bedürfnisse, wie z.B. eine gehobene Zimmerausstattung oder medizinische Wahlleistungen, begründet werden, ist ein Zuzahlungsverlangen der Krankenkasse für die Bewilligung der Wunschklinik berechtigt. Sicher unterstützt Sie Ihr behandelnder Arzt gern im Rahmen der Antragstellung bei der Begründung und Auswahl Ihrer Wunschklinik. Er kann hierfür das Verordnungsformular 60 „Verordnung von medizinischer Rehabilitation“ nutzen. Daneben besteht die Möglichkeit, eine ausführliche Begründung als Anlage beizufügen. Trägt Ihre Rentenversicherung die Rehabilitation, besteht ebenfalls die Möglichkeit eine Rehabilitationseinrichtung vorzuschlagen. Soll die Maßnahme in einer bestimmten Einrichtung stattfinden, muss der Arzt das ausdrücklich bei der Antragstellung vermerken und nachvollziehbar begründen. Auch hier können die persönliche Lebenssituation, das Alter, das Geschlecht, die Familie oder die religiösen Bedürfnisse der Betroffenen bei der Wahl eine Rolle spielen und berücksichtigt werden.

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