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Rehabilitation in Berlin und Brandenburg

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Atlas zur medizinischen Rehabilitation

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10 Rehabilitation in Berlin und Brandenburg – Wege in die Reha 2. Wege in die Rehabilitation Durch das Sozialgesetzbuch sind die Wege zu einer Rehabilitationsleistung und deren Kostenübernahme mit den unterschiedlichen Versorgungsträgern wie Kranken-, Renten- und Unfallversicherungen geregelt. Dadurch ist vor dem Antritt einer Rehabilitationsbehandlung – ob ambulant oder stationär – ein Beantragungs verfahren nötig. Auf den folgenden Seiten stellen wir Ihnen einen Leitfaden zur Verfügung, der Sie informiert, was sie bei der Antragstellung beachten müssen und wer Ihnen dabei helfend zur Hand gehen kann; welche Voraussetzungen Sie erfüllen müssen; wer die Kosten der Behandlung übernimmt und ob Sie eventuell Zuzahlungen leisten müssen. Natürlich ist jeder Fall von der individuellen Situation abhängig. Sollten Sie also hier nicht die Antwort auf eine persönliche Frage finden, stehen Ihnen garantiert Ihr Arzt, Ihre Krankenkasse und andere Service- und Beratungsstellen zur Seite. Welche Verfahren zur Beantragung einer medizinischen Reha gibt es? Im Grunde gibt es zwei Wege, um eine Rehabilitationsbehandlung zu beantragen. 1. Nach einem Krankenhausaufenthalt als Anschlussheilbehandlung (AHB) Die Anschlussheilbehandlung (AHB) ist eine Rehabilitationsmaßnahme, die sich unmittelbar an einen stationären Krankenhausaufenthalt anschließt. Sie muss innerhalb von 14 Tagen nach der Entlassung aus dem Krankenhaus beginnen, möglichst jedoch direkt im Anschluss an einen Krankenhausaufenthalt. Die Notwendigkeit der AHB wird vom Arzt des Krankenhauses festgestellt. Der Sozialarbeiter im Krankenhaus prüft dann, welcher Sozialversicherungsträger für die Übernahme der Kosten zuständig ist und leitet den Antrag zur Bewilligung der AHB weiter. Die Antragstellung erfolgt in enger Abstimmung mit dem Patienten. Wenn Sie Mitglied einer privaten Krankenkasse sind, übernimmt der Sozialdienst des Krankenhauses ebenfalls die Antragstellung und klärt die Kostenübernahme.

Rehabilitation in Berlin und Brandenburg – Wege in die Reha 11 Ob für Sie eine AHB in stationärer oder ambulanter Form geeignet ist, hängt vor allem von der Art Ihrer gesundheitlichen Einschränkung sowie Ihrer körperlichen Gesamtverfassung ab. Der Krankenhausarzt wird in den meisten Fällen eine Empfehlung aussprechen, die Entscheidung liegt letztendlich beim Kostenträger. Die Genehmigung hängt u. a. davon ab, ob die Diagnose in der AHB-Indikationsliste des zuständigen Sozialversicherungsträgers enthalten ist. AHB-Indikationsgruppen sind: • Krankheiten des Herzens und des Kreislaufs • Krankheiten der Gefäße • entzündlich-rheumatische Erkrankungen • degenerativ-rheumatische Erkrankungen und Zustand nach Operationen und Unfallfolgen an den Bewegungsorganen • gastroenterologische Erkrankungen und Zustand nach Operationen an den Verdauungsorganen • Stoffwechselkrankheiten • Krankheiten und Zustand nach Operationen an den Atmungsorganen • Krankheiten der Niere und Zustand nach Operationen an Nieren, ableitenden Harnwegen und Prostata • neurologische Krankheiten und Zustand nach Operationen an Gehirn, Rückenmark und peripheren Nerven • onkologische Krankheiten • gynäkologische Krankheiten und Zustand nach Operationen Die Krankenkasse oder Rentenversicherung prüft dann, ob Sie die gesetzlichen Voraussetzungen für eine Rehabilitation erfüllen und ob möglicherweise andere Kostenträger für Ihre Rehabilitation zuständig sind. In diesem Fall leitet Ihre Krankenkasse den Antrag an den zuständigen Kostenträger weiter. Ist die Rentenversicherung für Ihre Rehabilitation zuständig, kann sie den Antrag entweder befürworten, begründet ablehnen oder durch einen Gutachter die Notwendigkeit einer Rehabilitation einschätzen lassen. Sollte Ihre Krankenkasse oder Rentenversicherung nicht der Kostenträger für die von Ihnen beantragte Rehabilitationsleistung sein, wird Ihnen dies mitgeteilt und gleichzeitig der Antrag an den zuständigen Kostenträger weitergeleitet. Nähere Informationen finden Sie auch unter Wer trägt die Kosten einer Rehabilitation? Wenn in der Arztpraxis noch nicht eindeutig festgestellt werden kann, wer als Kostenträger für die notwendige Rehabilitationsmaßnahme zuständig ist oder wenn Ihr Arzt vor der Antragstellung eine Reha-Beratung für Sie wünscht, wird nur Teil A des Formulars 61 „Beratung zu medizinischer Rehabilitation/Prüfung des zuständigen Rehabilitationsträgers“ ausgefüllt und vom Arzt an Ihre Krankenkasse übermittelt. 2. Ohne vorherigen Krankenhausaufenthalt als Heilverfahren (HV) Ist Ihr behandelnder Arzt der Meinung, dass die Möglichkeiten der kurativen Versorgung ausgeschöpft sind, wird er Sie bei der Antragstellung unterstützen. Sobald er die Notwendigkeit einer Rehabilitationsmaßnahme bei Ihnen festgestellt hat, muss er einschätzen, wer die Kosten dafür trägt. • Wenn klar ist, dass die gesetzliche Krankenversicherung für die Rehabilitationsleistung zuständig ist, füllen Ärzte Teil B-D des Formulars 61 „Verordnung von medizinischer Rehabilitation“ aus. • Bei der Rentenversicherung müssen Sie selbst den Antrag G100 stellen.

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