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Leichtbau in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg

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Branchenstruktur- und Standortanalyse für den Bereich Leichtbau in Berlin und Brandenburg

Potenzialanalyse

Potenzialanalyse Leichtbau hier insbesondere bei der Erhöhung der Zugänglichkeit für KMU, z. B. durch „KI as a service“ sowie durch die Unterstützung beim Auf- und Ausbau von Qualifizierungsangeboten im Bereich KI [CIMK 2020]. KI ist eine wichtige Komponente im Bereich Design & Simulation des Leichtbaus sowie der Digitalisierung von Produktionsprozessen. Daher ist hier ein direkter Bezug zum Leichtbau vorhanden, denn Clusterakteure mit entsprechenden Kompetenzen können als Anbieter für digitale Technologien im Leichtbau fungieren. • Cluster Verkehr, Mobilität und Logistik: Das Cluster versteht sich sowohl hinsichtlich der Verkehrsträger (Straße, Schiene, Wasser und Luft) als auch hinsichtlich der Wertschöpfungsketten für Verkehr, Mobilität und Logistik als Ansprechpartner für alle interessierten Akteure. Im Masterplan des Clusters wird Leichtbau als Innovationsthema direkt benannt [CVML 2020] ebenso wie die Additive Fertigung. • Cluster Optik und Photonik: Im Anwendungsfeld „Produktionstechnologien“ des Clusters fungieren Laserschweißen und -schneiden als „Enabler“. Beide Fertigungstechnologien spielen im Leichtbau eine zentrale Rolle. Ein Forschungs- und Entwicklungsziel des Clusters ist darüber hinaus die Additive Laserfertigung in Serie, wo ebenfalls ein direkter Bezug zum Leichtbau herzustellen ist [COP 2019]. Das Cluster bündelt somit unter anderem Anbieter von Leichtbautechnologien. Cluster Brandenburg: • Cluster Ernährungswirtschaft: Ein zentrales Handlungsfeld des Clusters ist mit dem Titel „technische Innovationen vom Feld zum Teller“ bezeichnet und beinhaltet den Bereich Verpackung [CEB 2014]. Der Bezug zum Leichtbau besteht hier einerseits in Ansätzen zur Gewichtsreduzierung bei Verpackungen, was sich wiederum auf die CO2-Bilanz des Transports auswirkt. Andererseits wird am Markt leichter, biologisch abbaubarer Ersatz für erdölbasierte Schäume benötigt. Dies stellt in Verbindung mit biogenen Werkstoffen ebenfalls ein Leichtbauthema dar. Im Cluster Ernährungswirtschaft finden sich somit Anwender von Leichtbauprodukten. • Cluster Kunststoff und Chemie: Das Handlungsfeld 3 des Clusters ist mit „Kunststoffverarbeitung und Leichtbau“ betitelt und beinhaltet unter anderem die Entwicklung nachhaltiger Leichtbaumaterialen, funktionsintegrativen Leichtbau, Multi-Material-Design, Additive Fertigung, Re-Use & Recycling sowie Leichtbau im Bauwesen [KUC 2020]. Das Cluster vereint somit wichtige Anbieter für Leichtbaumaterialien und -technologien. • Cluster Metall: Das Handlungsfeld 4 („Innovationswerkstatt“) des Clusters befasst sich unter anderem mit verbesserten Produkteigenschaften; in diesem Kontext ist Leichtbau explizit als Eigenschaft benannt [CMB 2020]. Weiterhin unterstützt das Cluster die Schaffung neuer wissenschaftlicher Grundlagen und Technologien im Bereich neue Werkstoffe (Verbund- und Hybrid- 19

Potenzialanalyse Leichtbau werkstoffe sowie „smarte“ Materialien). Das Cluster führt darüber hinaus gemeinsame Aktivitäten mit dem LMB – Netzwerk Leichtbau Metall Brandenburg durch. Institutionen mit Leichtbaubezug sind darüber hinaus vielfach in branchenorientierten Netzwerken, Verbänden oder Initiativen aktiv und können über diese Verbünde konzertiert und effizient kooperieren und Wissen transferieren. Insgesamt sind in Berlin und Brandenburg ca. 60 Verbünde aus den o. g. Branchen angesiedelt, von denen nahezu die Hälfte einen direkten oder indirekten Bezug zum Leichtbau hat (vgl. Abb. 14). Die Ergebnisse der im Rahmen der Studie durchgeführten Recherche zeigen deutlich die Vielfalt der einzelnen Netzwerke und Verbünde mit Leichtbaubezug. Die übergeordnete Clusterstrategie der Hauptstadtregion erlaubt darüber hinaus eine bedarfsorientierte netzwerkübergreifende synergetische Vernetzung. Besonders relevant für den Leichtbau in der Hauptstadtregion sind die Cluster „Metall“ und „Kunststoff und Chemie“, da dies wichtige Materialien für Leichtbautechnologien sind. Im Rahmen der Onlinebefragung wurde beleuchtet, welche Mehrwerte in einem Netzwerk besonders benötigt werden, um das Angebot ggf. besser abstimmen zu können. In der Gesamtsicht für die Hauptstadtregion Berlin/ Brandenburg spielt vor allem der Informationsaustausch und Wissenstransfer mit 88 % die größte Rolle, gefolgt von der Vernetzung mit Gleichgesinnten (64 %) und der Suche nach geeigneten Kooperations- und Systempartnern (55 %). Die Begleitung und Beratung bei der Erstellung von Projektskizzen und Anträgen wird nicht sehr stark nachgefragt (18 %). Weitere Bedarfe können beim Zugang zu Fachkräften und der Bündelung von Kompetenzen identifiziert werden. Diese Tendenz bestätigt sich bei einer separaten Betrachtung der Ergebnisse für Berlin und Brandenburg. BRANDENBURG BERLIN Abb. 14: Übersicht über regional und überregional agierende Berliner und Brandenburger Netzwerke mit einem Schwerpunkt im Leichtbau. Quelle: eigene Recherche im Rahmen der Branchenstruktur- & Standortanalyse 20

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