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Länderübergreifender Gesundheitsbericht Berlin-Brandenburg 2015

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80 Gesundheitsbericht Berlin-Brandenburg 2015 – Auswertung der Zugänge bei der Erwerbsminderungsrente

81 7. Analyse der Arbeitsunfälle und der Berufskrankheiten 7.1 Einleitung Die neun gewerblichen Berufsgenossenschaften und die 26 Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand 12 sind die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung in der gewerblichen Wirtschaft und im öffentlichen Dienst. Ihre gesetzliche Aufgabe ist zunächst die Prävention von Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren. Unfälle auf dem Weg zwischen Wohnung und Arbeitsplatz sind dem Arbeitsunfall gleich gestellt. Nach Eintritt eines Arbeits- oder Wegeunfalls bzw. einer Berufskrankheit erbringen die Unfallversicherungsträger auch Leistungen zur Heilbehandlung und Rehabilitation sowie zur Teilhabe am Arbeitsleben und am Leben in der Gemeinschaft. Unter den gesetzlich festgelegten Voraussetzungen erbringen die Unfallversicherungsträger auch Leistungen zur finanziellen Kompensation der Unfallfolgen, insbesondere Renten. Die Unfallversicherungsträger der Länder und Kommunen sind auch für die sogenannte Schüler-Unfallversicherung zuständig. Diese umfasst Kinder in Tageseinrichtungen und Tagespflege, Schüler und Schülerinnen von allgemein bildenden und beruflichen Schulen sowie Studierende. Die nachfolgenden Darstellungen beruhen auf den Gemeinschaftsstatistiken der gewerblichen Berufsgenossenschaften und der Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand zu ihren Versicherungsfällen 13 für die Berichtsjahre 2012 und 2013 in Berlin und Brandenburg. Im Abschnitt „Unfälle“ erfolgt eine statistische Darstellung der Arbeitsunfälle ohne Wegeunfälle und ohne die Fälle der Schüler- Unfallversicherung. Im Abschnitt „Berufskrankheiten“ hingegen sind auch die wenigen Fälle aus dem Bereich der Schüler-Unfallversicherung enthalten. In beiden Abschnitten wird jeweils auf die Begrifflichkeit eingegangen, das statistische Mengengerüst aufgezeigt und Besonderheiten statistisch dargestellt. In den dargestellten Auswertungen bezieht sich das Merkmal „Bundesland“ auf den Sitz des Unternehmens, bei dem die Einwirkung bzw. der Unfall stattgefunden hat bzw. stattgefunden haben soll. 7.2 Arbeitsunfall-Geschehen in Berlin und Brandenburg Als meldepflichtige Unfälle werden in den Geschäftsergebnissen die Unfallanzeigen nach § 193 SGB VII gezählt. Danach sind Unternehmer verpflichtet, binnen drei Tagen Unfälle von Versicherten in ihren Unternehmen anzuzeigen, die eine Arbeitsunfähigkeit von mehr als drei Tagen oder den Tod zur Folge haben. Es werden auch Anzeigen von Verletzten, Durchgangsarztberichte sowie durch Krankenkassen angezeigte Fälle gezählt. Das Gleiche gilt für Wegeunfälle; das sind Unfälle auf dem Weg zum oder vom Ort einer versicherten Tätigkeit, die nach § 8 Abs. 2 Nrn. 1 bis 4 SGB VII den Arbeitsunfällen gleichgestellt sind. Die Pflicht zur Unfallanzeige besteht in der Schüler-Unfallversicherung dann, wenn der Versicherte getötet oder so verletzt wird, dass er ärztliche Behandlung in Anspruch nehmen muss. Das gleiche gilt hier auch für Schulwegunfälle. Verläuft ein Arbeits- oder Wegeunfall tödlich oder hat er so schwere Folgen, dass es zu einer Entschädigung in Form einer Rente oder Abfindung kommt, so wird er in den Geschäftsergebnissen zusätzlich als „neue Unfallrente“ nachgewiesen. Voraussetzung für eine solche Entschädigung ist, dass der Unfall allein oder zusammen mit einem früheren Arbeitsunfall für einen gesetzlich festgelegten Mindestzeitraum zu einer Minderung der Erwerbsfähigkeit von mindestens 20 Prozent geführt hat. Angaben zu Arbeitsunfällen und neuen Unfallrenten können für Berlin und Brandenburg aus der Arbeitsunfallstatistik als einem Teil der Gemeinschaftsstatistiken der Mitglieder der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung abgeleitet werden. Unberücksichtigt bleiben in dieser Darstellung die Wegeunfälle sowie die Daten zur Schüler-Unfallversicherung. Die nachfolgend dargestellten Informationen sind unterteilt in die meldepflichtigen Arbeitsunfälle, die neuen Arbeitsunfallrenten sowie die tödlichen Unfälle. Die meldepflichtigen Unfälle werden im Rahmen einer Stichprobenerhebung statistisch erfasst und auf die Grundgesamtheit der Unfälle, wie sie in den Geschäftsergebnissen ausgewiesen werden, hochgerechnet. Todesfälle und neue Unfallrenten werden für diese Arbeitsunfallstatistik vollständig erfasst. 12 Die Anzahl der Unfallversicherungsträger bezieht sich auf den dargestellten Berichtszeitraum. 13 Die gesetzliche Unfallversicherung im Bereich der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau ist in der vorliegenden Darstellung nicht enthalten.

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