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Länderübergreifender Gesundheitsbericht Berlin-Brandenburg 2015

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78 Gesundheitsbericht Berlin-Brandenburg 2015 – Auswertung der Zugänge bei der Erwerbsminderungsrente Abbildung 50: Anteil der EM-Rentenzugänge bei den häufigsten 10 Einzeldiagnosen in Brandenburg (Frauen) Rezidivierende depressive Störung (F33) Depressive Episode (F32) Somatoforme Störungen (F45) Bösartige Neubildung der Brustdrüse [Mamma] (C50) Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol (F10) Hirninfarkt (I63) Rückenschmerzen (M54) Andere Angststörungen (F41) Leichte Intelligenzminderung (F70) Bösartige Neubildung der Bronchien und der Lunge (C34) 4,6% 4,6% 3,5% 3,6% 3,2% 3,8% 2,7% 2,7% 2,7% 2,2% 2,7% 2,5% 2,3% 1,6% 1,8% 2,0% 1,6% 1,6% 2013 2012 8,8% 8,5% 0% 2% 4% 6% 8% 10% Quelle: IGES nach Daten der DRV Berlin-Brandenburg Einzelne Erkrankungen nach Alter Die Ursachen der Frühberentung können nicht nur zwischen den Geschlechtern sondern auch zwischen den einzelnen Altersgruppen unterschiedlich verteilt sein. In Abbildung 51 zeigt die Verteilung der Berliner Neufrühberenteten auf die einzelnen Altersgruppen mit den fünf in Berlin und Brandenburg am häufigsten vorkommenden Berentungsursachen. So befinden sich in Berlin die meisten aufgrund einer wiederkehrenden Depression Frühberenteten in der Altersgruppe der 55- bis 59-Jährigen. Zusammen mit den 50- bis 54 Jährigen nehmen sie über die Hälfte aller EM-Rentenzugängen mit dieser Diagnose ein. Die Altersverteilung der aufgrund einer psychischen Störung durch Alkohol und aufgrund von depressiven Episoden Frühberenteten zentrieren sich ebenfalls in der Altersgruppe 50 bis 59 Jahre. Unter 40-Jährige wurden in 2013 selten wegen dieser Erkrankungen frühberentet. Eine Frühberentung wegen eines Hirninfarkts trifft fast ausschließlich Ältere. Über 60 Prozent der EM-Rentenzugänge im Jahr 2013 mit dieser Diagnose waren älter als 54 Jahre. Hingegen sind Frühberentete, die durch Schizophrenie erwerbsgemindert wurden, am häufigsten 30 bis 34 Jahre alt. Die unter 40-Jährigen machen bei dieser Erkrankung etwa die Hälfte der Rentenzugänge aus. Somit scheint Schizophrenie im Gegensatz zu den anderen hier betrachteten Erkrankungen die Erkrankung zu sein, die schon in jungen Jahren häufiger zu einer Erwerbsminderung führt. Auch in Brandenburg kam 2013 eine Frühberentung aufgrund einer wiederkehrenden Depression am häufigsten in der Altersgruppe der 55- bis 59-Jährigen vor. Bei EM- Rentenzugängen mit einer psychischen Störung durch Alkoholkonsum lag der Altersgipfel hingegen bei den 50- bis 54-Jährigen, wie aus Abbildung 52 ersichtlich wird. Auch Frühberentete mit der Diagnose „depressive Episode“ oder mit einem Hirninfarkt waren 2013 zu ca. zwei Dritteln über 54 Jahre alt. Unter 45-Jährige wurden nur sehr selten wegen einer dieser Erkrankungen frühberentet. Wie schon bei den Berliner EM-Rentenzugängen zeigt sich auch in Brandenburg, dass eine Erwerbsminderung aufgrund von Schizophrenie eher junge Leute trifft. Über die Hälfte der Frühberenteten mit dieser Erkrankung war unter 40 Jahre alt.

Gesundheitsbericht Berlin-Brandenburg 2015 – Auswertung der Zugänge bei der Erwerbsminderungsrente 79 Abbildung 51: Altersverteilung der Top 5 ICD-Einzeldiagnosen in Berlin (2013) 45% 40% 35% 30% 25% 20% 15% 10% 5% 0% bis 24 Jahre 25 bis 29 Jahre 30 bis 34 Jahre 35 bis 39 Jahre 40 bis 44 Jahre 45 bis 49 Jahre 50 bis 54 Jahre 55 bis 59 Jahre 60 Jahre und älter Rezidivierende depressive Störung (F33) Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol (F10) Depressive Episode (F32) Hirninfarkt (I63) Schizophrenie (F20) Abbildung 52: Altersverteilung der Top 5 ICD-Einzeldiagnosen in Brandenburg (2013) 45% 40% 35% 30% 25% 20% 15% 10% 5% 0% bis 24 Jahre 25 bis 29 Jahre 30 bis 34 Jahre 35 bis 39 Jahre 40 bis 44 Jahre 45 bis 49 Jahre 50 bis 54 Jahre 55 bis 59 Jahre 60 Jahre und älter Rezidivierende depressive Störung (F33) Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol (F10) Depressive Episode (F32) Hirninfarkt (I63) Schizophrenie (F20) Quelle: IGES nach Daten der DRV Berlin-Brandenburg

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