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Länderübergreifender Gesundheitsbericht Berlin-Brandenburg 2015

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26 Gesundheitsbericht Berlin-Brandenburg 2015 – Arbeitsunfähigkeit in Berlin-Brandenburg Abbildung 4: Krankenstand in Berlin und Brandenburg 2012 und 2013 6% 5% 4,6% 4,7% 5,1% 5,3% 4,8% 5,0% 4% Krankenstand 3% 2% 1% 0% 2012 2013 2012 2013 2012 2013 Berlin Brandenburg Berlin und Brandenburg Quelle: IGES nach Daten der AOK Nordost, Mitgliedskassen BKK Dachverband, DAK-Gesundheit, IKK Brandenburg und Berlin, Knappschaft, TK 4.2 Allgemeine Kennziffer Das Krankenstandgeschehen wird durch eine Reihe von Kennzahlen beschrieben, die jeweils verschiedene Strukturmerkmale und Aspekte beleuchten. Die genaue Definition und Rechenvorschrift der dargestellten Kennzahlen sind im Anhang in einem Glossar nochmals gesondert zusammengestellt. Der Krankenstand Als zusammenfassendes Maß für das Arbeitsunfähigkeitsgeschehen gibt der Krankenstand an, welcher Anteil der Erwerbstätigen im Durchschnitt pro Kalendertag aufgrund von Arbeitsunfähigkeit gefehlt hat. In der gesamten Region Berlin-Brandenburg betrug der Krankenstand in 2013 5,0 Prozent und ist damit im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 Prozentpunkte leicht gestiegen. In Abbildung 4 sind die Krankenstände für die Region dargestellt. Wie man erkennt, lag der Krankenstand für Brandenburg mit 5,1 Prozent in 2012 und 5,3 Prozent in 2013 in beiden Jahren über dem Krankenstand für das Land Berlin. In Brandenburg ist der Krankenstand von 2012 auf 2013 um 0,2 Prozentpunkte gestiegen, in Berlin um 0,1 Prozentpunkt von 4,6 Prozent in 2012 auf 4,7 Prozent in 2013. Die Betrachtung per 100 Versichertenjahre Die Summe aller durch Arbeitsunfähigkeit entstanden Fehltage (kurz AU-Tage) und die Summe der Arbeitsunfähigkeitsfälle (kurz AU-Fälle) wird in der Berichterstattung immer pro 100 Versicherte angegeben, um zu Vergleichszwecken eine einheitliche Basis zu haben. Da nicht jeder Versicherte das ganze Jahr durchgängig versichert war, werden die Versichertentage aller Versicherten umgerechnet auf Versichertenjahre. Die Kennzahlen sind also genau genommen immer angegeben bezogen auf 100 Versichertenjahre (kurz 100 VJ), auch dort, wo der besseren Lesbarkeit halber „pro 100 Versicherte“ formuliert ist.

Gesundheitsbericht Berlin-Brandenburg 2015 – Arbeitsunfähigkeit in Berlin-Brandenburg 27 Abbildung 5: AU-Tage und AU-Fälle in Berlin und Brandenburg 2012 und 2013 2.000 180,0 AU-Tage je 100 VJ 1.800 1.600 1.400 1.200 1.000 800 600 1.672,2 126,2 1.730,4 1.864,3 132,7 132,8 1.949,8 140,5 1.764,8 129,4 1.830,9 136,2 160,0 140,0 120,0 100,0 80,0 60,0 AU-Fälle je 100 VJ 400 200 0 AU-Tage je 100 VJ AU-Fälle je 100 VJ 2012 2013 2012 2013 2012 2013 Berlin Brandenburg Berlin und Brandenburg 40,0 20,0 0,0 Quelle: IGES nach Daten der AOK Nordost, Mitgliedskassen BKK Dachverband, DAK-Gesundheit, IKK Brandenburg und Berlin, Knappschaft, TK Anzahl der Fehltage und Anzahl der Arbeitsunfähigkeitsfälle Die Zahl der AU-Tage wird beeinflusst durch die Zahl der Arbeitsunfähigkeitsfälle (AU-Fälle) und der durchschnittlichen Dauer eines Arbeitsunfähigkeitsfalles (Falldauer). Die Höhe des Krankenstands wird daher auch durch diese beiden Kennziffern beeinflusst, von der Zahl der AU-Fälle und der Falldauer. In Abbildung 5 sind die beiden Kenngrößen AU-Tage und AU-Fälle bezogen auf 100 Versichertenjahre dargestellt. In der gesamten Region Berlin-Brandenburg entfielen im Jahr 2012 insgesamt 1.765 Fehltage auf 100 Versicherte, die durch 129,4 Fälle von Arbeitsunfähigkeit verursacht wurden. In 2013 waren es 1.831 Fehltage verursacht durch 136,2 Fälle. Die durchschnittliche Dauer von Arbeitsunfähigkeitsfällen In Abbildung 6 ist die durchschnittliche Dauer einer Arbeitsunfähigkeit dargestellt. Im Gesamtbild erkennt man, dass die Zunahme der Fehltage von 2012 auf 2013 für die gesamte Region allein auf eine höhere Fallzahl zurückzuführen ist. Die durchschnittliche Dauer einer Arbeitsunfähigkeit ist in diesem Zeitraum sogar leicht zurückgegangen. Im Durchschnitt dauerte eine Arbeitsun fähigkeit im Jahr 2012 13,6 Tage und in 2013 war sie geringfügig kürzer mit 13,4 Tagen. Dieses Phänomen erkennt man auch in in beiden Bundesländern bei getrennter Betrachtung. In Berlin entfielen auf 100 Versichertenjahre 1.672 Fehltage im Jahr 2012, in 2013 waren es 1.730 Fehltage. Die AU-Fälle nahmen zu, von 126,2 auf 132,7 in 2013. Gleichzeitig ging die Dauer einer Arbeitsunfähigkeit in Berlin zurück, von 13,2 Tagen in 2012 auf 13,0 Tage in 2013. Auch in Brandenburg ging die durchschnittliche Dauer einer Arbeitsunfähigkeit leicht zurück, von 14,0 Tagen in 2012 auf 13,9 Tage in 2013. Gleichzeitig stieg die Zahl der Arbeitsunfähigkeitsfälle von 132,8 in 2012 auf 140,5 je 100 Versicherte in 2013 an, was zu einem Anstieg der Fehltage insgesamt führte (1.864 AU-Tage je 100 VJ in 2012 und 1.950 in 2013).

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