Aufrufe
vor 2 Wochen

Jahresbericht-2019

eMO Berliner Agentur

eMO Berliner Agentur für Elektromobilität Das Thema Mobilität hat es auf die Titelseiten geschafft. Elektroautos boomen, in Berlin wurde das erste Mobilitätsgesetz verabschiedet, im Land Brandenburg soll eine Elektroautofabrik gebaut werden. Auch die Berliner Agentur für Elektromobilität eMO kümmert sich verstärkt um die Verkehrswende. Als etablierte Anlaufstelle hat die eMO Veranstaltungen unterschiedlichster Formate durchgeführt, vom Barcamp über die Frühstücksdebatte bis zum Anwenderforum Ladeinfrastruktur. Da der Ausbau von Ladeinfrastruktur bei 250.000 prognostizierten E-Fahrzeugen in Berlin bis 2030 rasant an Bedeutung gewinnt, hat die eMO eine Roadmap entwickelt, um auch Wohnungsbaugesellschaften, Arbeitgeber, den Einzelhandel etc. zu motivieren, die Anzahl der zur Verfügung stehenden Ladepunkte signifikant zu erhöhen. In den Handlungsfeldern City-Logistik, Intelligente Infrastrukturen und Neue Mobilität wurden die klassischen Aufgaben der Technologieund Innovationsförderung in einer Vielzahl an Projekten weiter ausgebaut. 22

Smart eFleets Um ein unternehmensübergreifendes Fahrzeug- und Ladeinfrastruktur-Sharing bei städtischen Unternehmen zu pilotieren, startete im Juli 2019 unter der Leitung der BVG das vom BMVI geförderte Projekt Smart eFleets. Bis 2022 sollen bis zu 300 Elektrofahrzeuge und 150 Ladepunkte der städtischen Ver- und Entsorger in eine gemeinsame Plattform integriert werden, wodurch erhebliche Effizienzsteigerungen und Impulse bei der Elektrifizierung der Unternehmensfuhrparks zu erwarten sind. Förderprogramm Wirtschaftsnahe Elektromobilität* Gefördert wurden: über 3000 elektrische Fahrzeuge ca. 500 Ladepunkte Selbstfahrendes Shuttle in Berlin-Tegel Seit dem 16. August 2019 ist erstmals im öffentlichen Straßenverkehr einer deutschen Großstadt ein hochautomatisierter Kleinbus unterwegs. Während des Testbetriebs befördert das „See-Meile“-Shuttle auf einer Strecke von rund 1,2 Kilometern seine Fahrgäste vom U-Bahnhof Alt- Tegel zu den Tegeler Seeterrassen. Dabei bewegt sich das Fahrzeug auf einer zuvor eingemessenen, erlernten Route und scannt permanent seine Umgebung ab. Der Test soll unter anderem zeigen, wie die sensiblen Sensoren auf Umwelt und Wetter reagieren, aber auch Aufschluss über die gesellschaftliche Akzeptanz von hochautomatisierten Shuttles im Nahverkehr bringen. Um auf jedes denkbare Verkehrsszenario sicher reagieren zu können, liegt die Maximalgeschwindigkeit des Fahrzeugs bei 15 km/h. Zusätzlich befindet sich zu jeder Zeit ein Begleiter der BVG an Bord, der den Kleinbus im Notfall zum Stoppen bringt, mögliche Hindernisse umfährt und mobilitätseingeschränkten Fahrgästen behilflich ist. Unter der Dachmarke „Digitales Testfeld Stadtverkehr“ sind folgende acht Partner am Forschungsprojekt „See-Meile“ beteiligt: Berliner Agentur für Elektromobilität eMO, Berliner Verkehrsbetriebe BVG, Berliner Wasserbetriebe, Bezirk Reinickendorf, EasyMile, DB- Tochter ioki, Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe. 1330 Ladepunkte in Berlin und Brandenburg*** 8895 elektrische Fahrzeuge in Berlin und Brandenburg** Carsharing 11 Anbieter mit mehr als 7000 Fahrzeugen, davon rund 2000 elektrisch**** Quellen: * IBB, ** Kraftfahrtbundesamt (Stand 1.1.2019), *** Bundesnetzagentur (Stand 8.8.2019), **** Berliner Agentur für Elektromobilität eMO (Stand 12/2019) 23

Publications in English

Publikationen auf deutsch