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Inkubationsprogramme in der Energiewirtschaft

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Merkmale, Erfolgseinschätzungen und Gestaltungsansätze

28 5 Fazit: Erkenntnisse

28 5 Fazit: Erkenntnisse und Schlussfolgerungen für WindNODE Grundsätzlich kann eine zunehmende Ausdifferenzierung und Vielfalt bei den Rahmenbedingungen und Leistungen der Inkubationsprogramme festgestellt werden, was eine klare Klassifizierung der Akteure erschwert (vgl. Heinrichs et al., 2015). Auch die Anzahl der Programme mit dem Fokus Energie oder Green Economy hat sich in den vergangenen Jahren stark erhöht. Dies lässt sich anhand der Häufung der neuen Programme seit 2014 erkennen. Diese Tatsache unterstreicht die Dynamik der Gründungslandschaft im Bereich Energie & Green Economy. Einige ältere Anbieter sind mittlerweile gut am Markt etabliert und haben eine Vielzahl von namenhaften und erfolgreichen Start-ups im Alumninetzwerk. Die WindNODE Region insgesamt bietet in der Analyse ein starkes Bild. Mit insgesamt 56 Prozent aller in Deutschland ermittelter Programmstandorte und 44 Prozent aller Start-ups, welche die analysierten Programme durchlaufen haben, ist die Region im Bereich Energie und Green Economy ein Zentrum der Gründungsaktivität. Berlin und Sachsen sind hierbei die klaren Zentren der Aktivität. In puncto Erfolg konnte eine Überlebensrate von 94 Prozent der an Inkubationsprogrammen teilnehmenden Start-ups ermittelt werden. Diese liegt oberhalb der in der Literatur festgestellten Überlebensrate von 80 bis 87 Prozent. Selbst unter Berücksichtigung der teileweise relativ jungen Existenz am Markt zeigt sich somit insgesamt ein erfolgreiches Bild basierend auf diesem Indikator. Auch die qualitativen Beurteilungen der Start-ups fallen grundsätzlich positiv aus (vgl. Kapitel 4.4.3). Knapp drei Viertel der Befragten bewerteten das von ihnen durchlaufene Förderprogramm mit der Note „gut“ oder „sehr gut“. Ein attraktives Gesamtpaket aus Beratung, Förderung und Netzwerkzugang war hier der Hauptentscheidungspunkt für die Auswahl eines Programms. Aus den Gesprächen und Rückmeldungen der Start-ups geht hervor, dass besonders ein starkes Kontaktnetzwerk und Zugang zu Firmen/potentiellen Kunden in der Anfangsphase der Gründung extrem wichtig ist. Hier scheinen die Programme mit einer hohen regionalen Vernetzung besonders gut aufgestellt zu sein. Viele der Teams siedeln sich zudem nach dem Abschluss eines Förderprogrammes in relativer Nähe zu dem Programmstandort an, was wiederum den positiven Effekt auf das Ökosystem verstärkt. Insgesamt spielt bei der Auswahl des Programmstandortes das unternehmerische Ökosystem einer Region eine scheinbar große Rolle. So sind sämtliche Programmstandorte in der Analyse in größeren Ballungsräumen zu finden. Berlin kommt hier eine gesonderte Rolle zu, was die Rolle der Hauptstadt im Bereich der Gründungen unterstreicht.

Inkubationsprogramme in der Energiewirtschaft 29 Der größte Verbesserungsbedarf seitens der Inkubationsprogramme wird in der engeren Vernetzung mit Unternehmen aus der Industrie gesehen. Außerdem wünschen sich die teilnehmenden Start-ups fachliche Betreuung durch Berater, die selbst schon gegründet oder Erfahrungen in den jeweiligen spezifischen Branchen gesammelt haben. Start-ups kombinieren zunehmend verschiedene Förderangebote und Programme je nach momentaner Entwicklungsphase. Neuartige Programme wie „Free Electrons“ zielen dabei auch besonders auf eine schnelle Internationalisierung und einen sehr engen Austausch mit Partnerunternehmen ab. Die Bereitstellung von Räumlichkeiten hingegen scheint bei den neueren Programmen eine geringere Rolle zu spielen. • Außerdem wünschen sich die teilnehmenden Start-ups fachliche Betreuung durch Berater, die selbst schon gegründet oder Erfahrungen in den jeweiligen spezifischen Branchen gesammelt haben. • Ferner bestehen Anknüpfungspunkte an das Vorhaben WindNODE. Die teilnehmenden Startups haben Interesse an den im Rahmen des Schaufensterprojekts erzielten Ergebnisse geäußert. Für die Start-ups aus dem Bereich Energie stellen sich zudem Herausforderungen bezüglich gesetzlicher Regulierung und der relativ geringen Anzahl von aktiven Investoren. Hier ist ein besonders gutes Netzwerk, Zugang zu etablierten Akteuren am Markt und eine längere Inkubationszeit von großer Bedeutung. Dies sollte bei der zukünftigen Ausgestaltung von neuen Unterstützungsprogrammen und Formaten berücksichtigt werden. Zentrale Schlussfolgerungen sind: • Inkubationsprogramme sind eine wichtige und effektive Form der Unterstützung von Start-ups und der gemeinsamen Entwicklung von Energieinnovationen in Kooperation mit etablierten Unternehmen. • Inkubationsprogramme sind als Teil eines größeren „Portfolios“ und komplexen regionalen, nationalen und internationalen Gründungs- und Innovationsunterstützungssystems zu verstehen und sollten als eine von mehreren Förderoptionen betrachtet werden, die sich vielfältig kombinieren lassen, um Synergieeffekte aus verschiedenen Unterstützungs- und Kooperationsformen zu ziehen. • Aufgrund der Tatsache, dass es bereits eine größere Zahl effektiver Inkubationsprogramme für energiebezogene Start-ups gibt und diese in starkem Umfang in der Region Berlin angesiedelt sind, ist es nicht ratsam, eigene neue Inkubationsprogramme im Rahmen von WindNO- DE zu entwickeln, sondern gezielt mit den bestehenden zu kooperieren. • Aus den Gesprächen und Rückmeldungen der Start-ups geht hervor, dass besonders ein starkes Kontaktnetzwerk und Zugang zu Firmen/potentiellen Kunden in der Anfangsphase der Gründung extrem wichtig sind. Hier besteht noch Entwicklungsbedarf bei vielen Inkubationsprogrammen. Dies eröffnet mögliche Synergiepotenziale mit Partnern des Vorhabens WindNODE und des Clusters Energietechnik Berlin-Brandenburg.

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