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Inkubationsprogramme in der Energiewirtschaft

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Merkmale, Erfolgseinschätzungen und Gestaltungsansätze

24 Tabelle 2:

24 Tabelle 2: Vergleichstabelle der 10 Programme in der WindNODE-Region Programme A² Accelerator Climate-KIC DB mindbox E.ON :agile GTEC - Startup Academy InnoEnergy Innogy Innovation Hub SpinLab Vattenfall green:field Veolia U-Start Standort (in der WindNODE Region) Dauer des Programms in Monaten Zuwendung pro Team (€) An Start-ups erworbene Anteile (%) Kohorten pro Jahr Teams pro Kohorte Bereitstellung von Räumlichkeiten Beratung / Mentoring Insgesamt geförderte Teams (in Deutschland, alle Standorte, extern) Jahr der Gründung Berlin Berlin Berlin Berlin Berlin Berlin Berlin Leipzig Berlin Berlin 5 6-18 3 3 3-12 bis zu 18 6-12 6 flexibel bis zu 24 10.000 20.000 bis 95.000 25.000 22.000 25.000 bis zu 500.000 (in Stufen) k.A. 6.000 k.A. bis zu 180.000 0 0 0 0 4 Ja, flexibel Ja, flexibel 0 k.A. variabel 1 2 4 4 2 laufend laufend 1 laufend 2 5-8 6 3-6 3-6 5 - - 12 1 bis zu 5 Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja ca. 20 >100 >30 >50 >20 ca. 20 >5 >30 >5 >5 2016 2012 2015 2013 2014 2011 2014 2014 2016 2016 Quelle: Eigene Darstellung 4.4 Indikatoren des Erfolgs der untersuchten Inkubationsprogramme Die folgende Analyse versucht die in Kapitel 2.8 ermittelten Indikatoren des Erfolgs von Inkubationsprogrammen auf die betrachtete Gruppe der 12 Programme zu beziehen. Der Fokus liegt hierbei auf der Überlebensrate aller Start-ups und der Erfolgseinschätzung der Programmanager sowie der teilnehmenden Gründerteams. Hierzu wurden mit acht Programmmanagern und zwei Gründerteams Interviews durchgeführt. Aus datenschutztechnischen Gründen werden allerdings in der folgenden Analyse Ergebnisse teilweise anonymisiert dargestellt. 4.4.1 Überlebensrate der Start-ups Die Recherche unter den 270 Start-ups, die an den beschriebenen Programmen teilgenommen haben, hat ergeben, dass zum Zeitpunkt der Analyse (August bis September 2017) lediglich 16 Teams nachweislich ihre Aktivitäten eingestellt haben. Dies entspricht einer Überlebensrate von insgesamt durchschnittlich 94 Prozent. Im Vergleich zu den in der Literatur („Definition Inkubator - Gründerszene“, 2017; Molnar et al., 1997; Socaciu, 2015) angegebenen 80 bis 87 Prozent erscheint das erreichte Ergebnis also als vergleichsweise erfolgreich. Da die Start-ups in dieser Analyse allerdings kein einheitliches Mindestalter

Inkubationsprogramme in der Energiewirtschaft 25 zum Zeitpunkt der Untersuchung aufweisen, ist der direkte Vergleich lediglich als ungefähre Indikation des Erfolgs zu betrachten. Die hier ermittelten 94 Prozent stellen somit eine erste Momentaufnahme dar. Weitere Analysen in der Zukunft sind wünschenswert, um belastbarere Zahlen und die Veränderungen in der Überlebensrate zu ermitteln. 4.4.2 Erfolgseinschätzung der Programmmanager Die Faktoren des Erfolgs von Inkubationsprogrammen liegen aus Sicht der befragten Programmmanager vor allem im Zugriff auf ein etabliertes Netzwerk von Unternehmenskontakten. Dieses Verständnis erscheint vor allem vor dem Hintergrund des hohen Stellenwerts, den Start-ups diesem Aspekt zuschreiben, logisch, da Förderprogramme möglichst attraktiv auf Start-ups wirken und diese vom Mehrwert ihrer Betreuung überzeugen wollen. Dementsprechend führen fast alle befragten Ansprechpartner von Inkubatoren ihre jeweilige Vernetzung mit Vertretern aus Wissenschaft und Wirtschaft an, wenn es darum geht, durch welchen Aspekt sich ihr spezielles Programm ihrer Meinung nach im Besonderen auszeichnet und vom Wettbewerb hervorhebt. Weiterhin zählt eine sorgfältige Auswahl der Bewerber ebenso zu den Erfolgsfaktoren eines Inkubators wie der persönliche Einsatz und die Überzeugung der darin Beschäftigten und eine flexible Ausrichtung, die es ermöglicht individuell auf Bedürfnisse und unterschiedliche Situationen in der Betreuung von Start-ups einzugehen. Auch die Motivation des Managementteams, Start-ups durch ihre Arbeit zu helfen und die Aufmerksamkeit und Flexibilität, sich auf verändernde Gegebenheiten und Situationen einzustellen, nehmen ihrer Meinung nach Einfluss auf den unternehmerischen Erfolg des Programms. 4.4.3 Erfolgseinschätzung der teilnehmenden Start-ups Das am häufigsten genannte Auswahlkriterium für die Wahl eines Förderprogramms stellt für die Umfrageteilnehmer (N=28) das Angebot eines stimmigen, professionellen Gesamtpakets von Unterstützungsleistungen dar. Weiterhin wurden die Programme anhand ihres Branchenbezugs und der Aussicht auf eine entsprechend hohe finanzielle Unterstützung ausgewählt. Der Grad der Vernetzung zu anderen Förderprogrammen und etablierten Unternehmen und die Reputation des Inkubationsprogramms spielen dabei ebenfalls eine wichtige Rolle. Die Vermittlung von Netzwerken und Kontakten und das Angebot von Workshops und Lehrgängen stellen die am meisten bezogenen Förderleistungen dar, dicht gefolgt von der Nutzung bereitgestellter Räumlichkeiten. Drei Viertel der Start-ups erhielten darüber hinaus fachliche Beratung und Coachings und Unterstützung finanzieller Art. Die Höhe der bezogenen finanziellen Unterstützung variiert hierbei sehr stark. So weisen diese bei 11 von 13 eine Spanne zwischen 6.000€ und 100.000€ Euro auf. Am wenigsten wurde die Bereitstellung von Infrastruktur und IT-Netzwerken in Anspruch genommen. Diese nutzten nicht einmal die Hälfte der geförderten Unternehmen. Knapp drei Viertel der Befragten bewerteten das von ihnen durchlaufene Förderprogramm mit der Note „gut“ oder „sehr gut“. Abbildung 13: Befragungsergebnis Leistungen Programme Ranking Welche Leistung sind aus Sicht der Gründungsteams am wichtigsten? 1 2 3 4 5 6 7 Vermittlung von Kontakten / Netzwerken (3,0) Finanzielle Unterstützung (3,4) Individuelles Coaching (3,7) Bereitstellung von Räumlichkeiten / Büroräume (4,1) Fachliche Beratung (4,2) Workshops / Lehrgänge (4,3) Bereitstellung von Infrastruktur / IT (5,2) durchschnittlicher Rangwert: von 1 „am wichtigsten“ bis 7 „am wenigsten wichtig“ Quelle: Eigene Darstellung In zwei tiefergehenden Interviews wurden Teilnehmer befragt, die an jeweils mehreren der analysierten Inkubationsprogramme teilgenommen haben. Beide Start-ups stammen aus der WindNODE Region und können sowohl den Fokusfeldern der Green Economy als auch mehreren der Fokusfelder Energie zugeteilt werden. Im Einklang mit den Ergebnissen der Umfrage sehen beide befragten Start-ups die Vermittlung von Kontakten und die finanzielle Unterstützung als die wichtigsten Elemente der Programme an. Nach Ansicht der Gründerteams hat auch das Angebot an Coaching und Unterstützung für die Vorbereitung auf Investorengespräche und Präsentationen gut funktioniert. Hier wurde beispielsweise Pitch-Training und Vorbereitung von Pitchdecks als sehr hilfreich erachtet. Grundsätzlich haben beide Teams den Zugang zu Firmen im Netzwerk als wichtig benannt und diesen auch als einen Hauptgrund für die Auswahl der Programme angegeben. Bei einem der beiden Start-ups hat dies auch zu einem ersten Kundenauftrag geführt. Bei dem zweiten Start-up war dies nicht der Fall, allerdings wurden verschiedene gemeinsame Projekte mit Firmen initiiert. Mit Blick auf die besonderen Gegebenheiten für Start-ups aus dem Bereich der Energiewirtschaft haben beide Teilnehmer angegeben, eine längere Programmdauer als sinnvoll

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