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Inkubationsprogramme in der Energiewirtschaft

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Merkmale, Erfolgseinschätzungen und Gestaltungsansätze

20 4 Ergebnisse &

20 4 Ergebnisse & Marktanalyse 4.1 Die Landschaft der Inkubationsprogramme in Deutschland Dieses Kapitel stellt die Ergebnisse der Analyse des aktuellen Angebotes von Inkubationsprogrammen in Deutschland dar. Insgesamt wurden 77 Inkubationsprogramme mit mehr als 90 unterschiedlichen Programmstandorten erfasst. Auf Basis der angewandten Methodik wurden 12 Inkubationsprogramme mit einem Fokus auf Unterstützung von Start-ups im Bereich Energie und Green Economy ermittelt. Abbildung 6 veranschaulicht die Verteilung der Programme auf insgesamt 18 Standorte in sieben Bundesländern. Sechs der insgesamt 12 Förderprogramme haben ihren Hauptsitz in Berlin. Die restlichen sechs Programme verteilen sich auf München, Karlsruhe, Essen, Leipzig, Bremen und Düsseldorf. Mehrere Institutionen unterhalten Zweigstellen in weiteren Städten. Bei der Verteilung der Standorte insgesamt sticht Berlin mit neun von 18 Standorten klar hervor. Vergleicht man die Zeitpunkte, zu denen die betrachteten Programme gestartet sind, ergibt sich die in Abbildung 7 dargestellte Verteilung. In den Jahren 2011 bis 2013 wurde jeweils ein Unterstützungsprogramm ins Leben gerufen. In den darauffolgenden Jahren 2014 bis 2016 hat sich dieser Prozess beschleunigt – es wurden jeweils drei Inkubationsprogramme eröffnet. Im Zuge der Recherche wurde zudem ermittelt, dass sich mindestens zwei weitere Programme (in Oldenburg und Freiburg) im Aufbau oder in Gründung befinden. Abbildung 6: Übersicht Inkubationsprogramme in Deutschland 77 Programme in Deutschland 90+ Programmstandorte 12 In der Analyse: Programme 18 Standorte A² Accelerator (Berlin) Climate-KIC (München, Berlin, Frankfurt) DB mindbox (Berlin) E.ON :agile (Düsseldorf, Berlin) German Tech Entrepreneurship Center (Berlin) InnoEnergy (Berlin, Karlsruhe, Stuttgart) Innogy Innovation Hub (Essen, Berlin) Kraftwerk Accelerator (Bremen) SpinLab (Leipzig) TechFounders (München) Vattenfall green:field (Berlin) Veolia U-Start (Berlin) Quelle: Eigene Darstellung Abbildung 7: Vergleich Programmstart auf Zeitachse 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 InnoEnergy Climate-KIC E.ON :agile GTEC - Startup Academy SpinLab Innogy Inn. Hub DB mindbox Tech Founders Kraftwerk Accel. Veolia U-Start A² Accelerator Vattenfall green:field Quelle: Eigene Darstellung

Inkubationsprogramme in der Energiewirtschaft 21 4.1.1 Leistungen und Geschäftsmodell Die Hälfte (6) der aufgelisteten Inkubationsprogramme weist den Programmtyp eines firmeninternen Inkubators auf, hinter dem ein Unternehmen als Kapitalgeber und Betreiber steht. Jeweils zwei Programme beziehen eine öffentliche Förderung oder eine gemischte öffentlich-private (PPP) Förderung als Finanzierungsquelle. Die zwei übrigen Einrichtungen sind privat geführt und beziehen ihre Finanzierung aus Partnerschaften mit unterschiedlichen Unternehmen und Institutionen. Lediglich vier der zwölf Programme verlangen eine Abtretung von Unternehmensanteilen am Start-up. Die meisten Anteile erwirbt hierbei der „Kraftwerk City Accelerator Bremen“ der swb Erzeugung AG & Co. KG, einem Unternehmen der EWE AG, mit 10 Prozent, gefolgt von dem Programm des German Tech Entrepreneurship Center (4%). InnoEnergy und der Innogy Innovation Hub nehmen Anteile in variabler Höhe abhängig von der Beschaffenheit der Gründung. Sieben Inkubationsprogramme erwerben dagegen keine Unternehmensanteile als Gegenleistung für ihre Unterstützung. In einem Fall konnten keine Angaben darüber gefunden werden, ob Anteile erworben werden. Zehn der untersuchten Inkubationsprogramme gewähren den Start-ups finanzielle Unterstützung. Hierbei variieren die gezahlten Beträge zwischen 6.000€ und 500.000€. Die durchschnittliche Zuwendung liegt bei 20.000€. Neben den finanziellen Leistungen stellen alle analysierten Programme an allen Standorten auch Räumlichkeiten zur Verfügung. Darüber hinaus sind auch Beratungs- und Coachingleistungen in allen Programmen ein fester Bestandteil des Angebotes. 4.1.2 Rahmenbedingungen Die Dauer der Förderung, die Start-ups im jeweiligen Inkubationsprogramm verbringen, variiert stark zwischen den einzelnen Anbietern. Insgesamt lässt sich hierfür eine Spanne zwischen drei Monaten (dies war bei der Auswahl der analysierten Inkubatoren die gewählte Mindestlaufzeit) und zwei Jahren erkennen. Teilweise existiert auch programmintern keine einheitliche Betreuungsdauer. So geben beispielsweise das German Tech Entrepreneurship Center eine Betreuungsdauer von drei bis zwölf Monaten und der Climate-KIC Accelerator eine Dauer von sechs bis 18 Monaten an (aufgeteilt auf drei Phasen: Start – 20.000€; Validierung – 25.000€; Implementierung – 50.000€). Den längsten Förderzeitraum weist das Veolia U-Start-Programm mit bis zu 24 Monaten auf. Am kürzesten verbleiben Startups hingegen im DB Accelerator und bei E.ON :agile, deren Programmlaufzeit jeweils drei Monate beträgt. Insgesamt beträgt die durchschnittliche Verweildauer acht Monate. Die Anzahl der pro Jahr geförderten Start-ups variiert von Programm zu Programm, wobei sich auch hier interne Schwankungen erkennen lassen. Mit jährlich bis zu 24 geförderten Start-ups stellt E.ON:agile hierbei den größten und erfahrensten Inkubator in der Untersuchung dar. Abbildung 8: Übersicht Rahmenbedingungen der Programme Ø Kohortengröße: 6 Teams Ø Dauer des Programms: 8 Monate (Spanne: 3-24) Ø Anzahl Kohorten pro Jahr: 2 Ø Höhe der Zuwendung 20.000€ (Spanne: 6.000€-500.000€) Quelle: Eigene Darstellung Zehn der untersuchten Inkubationsprogramme organisieren die Aufnahme neuer Teilnehmer an festgesetzten Zeitpunkten im Jahr. Drei der untersuchten Anbieter nehmen laufend neue Bewerber auf (Vattenfall green:field, InnoEnergy, Innogy Innovation Hub). Im Regelfall wird die Aufnahme in Programme in sogenannten Kohorten organisiert. In der untersuchten Gruppe werden durchschnittlich zwei Kohorten pro Jahr mit jeweils sechs Teams durchgeführt. Auch hier gibt es starke Unterschiede. Drei der Programme nehmen nur einmal im Jahr neue Start-ups auf, während drei weitere Anbieter dies viermal im Jahr zulassen. Die größte Rolle bei der Auswahl von Start-ups spielen die Beschaffenheit des Gründerteams hinsichtlich seiner Qualifikation und Erfahrungen und die Übereinstimmung der Ausrichtung des Start-ups mit dem Fokus des jeweiligen Förderprogramms. Darüber hinaus muss in einigen Fällen auch die Bereitschaft bestehen, in den Inkubator einzuziehen oder in die Nähe von dessen Standort umzuziehen und vor Ort präsent zu sein. Ein hoher Innovationsgrad des Geschäftsmodells und die Fähigkeit, zum Zeitpunkt der Bewerbung bereits erste Ideen und Lösungsansätze präsentieren zu können, sind ebenfalls von Bedeutung.

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