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Einrichtungsbefragung zur Situation in ausgewählten Gesundheitsfachberufen in Berlin-Brandenburg

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Einrichtungsbefragung in ausgewählten Gesundheitsfachberufen in Berlin-Brandenburg ⎜ 91 des Jahres 2014 erwartet aber ca. ein Viertel der Einrichtungen einen steigenden Beschäftigtenbestand. Bei der Vorausschau auf die Jahre 2015 bis 2017 steigt der Anteil der Einrichtungen, die eine Beschäftigungszunahme erwarten, sogar auf 37 Prozent. Insbesondere in Brandenburger Einrichtungen wird mit einer deutlichen Beschäftigungszunahme gerechnet, während in Berlin die Unsicherheit bezüglich der zukünftigen Entwicklung stark ausgeprägt ist. Tabelle 36: Tendenzen künftiger Beschäftigungsentwicklung in der beruflichen Tätigkeit Gesundheits- und Krankenpflegehelfer/in – Ergebnisse der Onlinebefragung Beschäftigungszeiträume Tendenzen der Beschäftigungsentwicklung Gesundheits- und Krankenpflegehelfer/in steigend gleichbleibend fallend noch unklar Anteile der Antwortenden in Prozent 2014 24 57 8 11 2015-2017 37 37 11 14 Quelle: SÖSTRA/IMU Einrichtungsbefragung 2014 Als Orientierung für die Einschätzung längerfristiger Wachstumspotenziale kann die Analyse der Beschäftigungszahlen der vergangenen 10 Jahren genutzt werden. Problematisch ist hierbei, dass die Helfertätigkeiten in der Krankenpflege erst seit kurzem explizit ausgewiesen werden. Zu der Gruppe der Helfer in der Krankenpflege zählten bis 2011 nicht nur die Gesundheits- und Krankenpflegehelfer, sondern auch Teilgruppen der Altenpflegehelfer, der Hebammenhelfer, der Rettungssanitäter sowie weiterer Berufsgruppen. Eine genaue Zuordnung von Anteilen dieser Tätigkeiten an der Gesamtgruppe ist nicht möglich. Zur groben Orientierung kann angenommen werden, dass rund die Hälfte der erfassten Beschäftigten zu den Gesundheits- und Krankenpflegehelfer/innen gehört. Tabelle 37: Helfer in der Krankenpflege 2003 - 2011 Helfer in der Krankenpflege (BKZ 854 der KldB 1988) Bundesland / Region 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 Jeweils 30.06. Berlin 11.680 11.572 11.612 11.705 12.167 12.573 13.427 14.294 14.671 Brandenburg 6.609 6.935 7.074 7.568 7.952 8.389 9.074 9.755 10.251 Berlin-Brandenburg 18.289 18.507 18.686 19.273 20.119 20.962 22.501 24.049 24.922 Quelle: Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit, eigene Berechnungen Der Beschäftigtenbestand in der Gruppe Helfer in der Krankenpflege wuchs im Zeitraum 2003-2011 jährlich durchschnittlich um vier Prozent. Es ist aber davon auszugehen, dass dieses hohe Wachstumstempo vor allem Folge der Beschäftigungszunahme bei den Altenpflegehelfer/innen ist. Für die Krankenpflegehelfer/innen wird ein durchschnittliches Wachstumstempo von zwei Prozent angenommen. Ausgehend von den im Herbst 2014 erkennbaren Anzeichen zur weiteren Beschäftigungsentwicklung der Gesundheits- und

92 ⎜ Einrichtungsbefragung in ausgewählten Gesundheitsfachberufen in Berlin-Brandenburg Krankenpflegehelfer/innen ist für die nächsten Jahre ein abgeschwächtes Wachstum wahrscheinlich. Es wird für die Region insgesamt im Durchschnitt kaum über einem Prozent jährlich liegen. Diese Wachstumsrate wird dem Basisszenario zugrunde gelegt. Entgegen den gegenwärtigen Anzeichen für ein unsicheres Beschäftigungswachstum liegt es im Bereich des Möglichen, dass in nächster Zeit positive Impulse für die Beschäftigungsentwicklung ausgelöst werden. Schlüsselfrage für die Weiterentwicklung der Beschäftigung der Pflegenden ist die Krankenhausreform. Wenn es mit der Reform gelingt, die Leistungserbringung der Krankenhäuser stärker am Nutzen für die Patientenversorgung zu orientieren und dafür auch den erforderlichen Personaleinsatz durch die Klärung der entsprechenden Finanzierungsvoraussetzungen zu ermöglichen, kann eine positivere Beschäftigungsentwicklung als bisher für die Gesundheits- und Krankenpflegehelfer/innen erwartet werden. Wird die Krankenhausreform noch 2015 beschlossen und ihre Umsetzung begonnen, erscheint noch für den Zeitraum bis 2020 und darüber hinaus bis 2030 ein stabiles Wachstum von jährlich zwei Prozent möglich. Unter Berücksichtigung dieser beiden Szenarien können in der beruflichen Tätigkeit Gesundheits- und Krankenpflegehelfer/in folgende Entwicklungen des Beschäftigtenbestandes erwartet werden: Tabelle 38: Mögliche Beschäftigungsentwicklungen in der beruflichen Tätigkeit Gesundheits- und Krankenpflegehelfer/in Bundesland / Region Status-quo-Annahme Szenario beschleunigtes Wachstum 2013 2020 2025 2030 2013 2020 2025 2030 Berlin 8.752 9.400 9.900 10.400 8.752 10.100 11.100 12.300 Brandenburg 4.645 5.000 5.200 5.500 4.645 5.300 5.900 6.500 Berlin-Brandenburg 13.397 14.400 15.100 15.900 13.397 15.400 17.000 18.800 Quelle: eigene Berechnungen Selbst unter Status-quo-Annahmen ist eine deutliche Steigerung des Beschäftigtenbestandes zu erwarten. Bis zum Jahr 2030 wird sich die Anzahl der Gesundheits- und Krankenpflegehelfer/innen in Berlin und Brandenburg auf rund 16.000 Erwerbstätige erhöhen (vgl. Tabelle 38). Im Zeitraum bis 2020 entsteht ein Erweiterungsbedarf von etwa 1.000 Arbeitskräften. Bis 2030 kommt Erweiterungsbedarf in der Größenordnung von weiteren 1.500 Arbeitskräften hinzu. In der Entwicklungsvariante unter beschleunigten Wachstumsbedingungen wird sich der Beschäftigtenbestand der Gesundheits- und Krankenpflegehelfer/innen in Berlin und Brandenburg bis zum Jahr 2030 auf rund 19.000 Arbeitskräfte erhöhen und damit um fast 50 Prozent erweitern. Bis 2020 entsteht ein Erweiterungsbedarf von ca. 2.000 und anschließend bis 2030 von weiteren 3.500 Arbeitskräften. Ersatzbedarfe verstärken die Nachfrage durch den Erweiterungsbedarf Nachfrage nach Arbeitskräften wird in den vorgenannten Projektionszeiträumen auch durch Ersatzbedarf für aus dieser beruflichen Tätigkeit ausscheidende Erwerbstätige entstehen (Rentenabgänge und Fluktuation). Die Altersstruktur der Gesundheits- und Kran-

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