Aufrufe
vor 4 Jahren

Einrichtungsbefragung zur Situation in ausgewählten Gesundheitsfachberufen in Berlin-Brandenburg

  • Text
  • Berlin
  • Brandenburg
  • Tabelle
  • Einrichtungsbefragung
  • Gesundheitsfachberufen
  • Einrichtungen
  • Ausbildung
  • Anzahl
  • Arbeit
  • Deutlich

Einrichtungsbefragung in ausgewählten Gesundheitsfachberufen in Berlin-Brandenburg ⎜ 77 her eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von einem Prozent angenommen werden. Die Wachstumsrate von einem Prozent wird im Folgenden auch als Basisorientierung für die Projektion der berufsspezifischen Beschäftigungsentwicklung für den mittelfristigen Zeitraum bis 2020 und für den langfristigen Zeitraum bis 2030 herangezogen. Entgegen den gegenwärtigen Anzeichen für ein weiterhin schwaches Beschäftigungswachstum liegt es im Bereich des Möglichen, dass in nächster Zeit positive Impulse für die Beschäftigungsentwicklung ausgelöst werden. Schlüsselfrage für die Weiterentwicklung der Beschäftigung der Pflegenden ist die Krankenhausreform. Wenn es mit der Reform gelingt, die Leistungserbringung der Krankenhäuser stärker am Nutzen für die Patientenversorgung zu orientieren und zu messen und dafür auch den erforderlichen Personaleinsatz durch die Klärung der entsprechenden Finanzierungsvoraussetzungen zu ermöglichen, kann eine positivere Beschäftigungsentwicklung als bisher erwartet werden. Wird die Krankenhausreform noch 2015 beschlossen und ihre Umsetzung begonnen, ist noch für den Zeitraum bis 2020 eine Steigerung der durchschnittlichen jährlichen Beschäftigungsentwicklung auf drei Prozent möglich. Dabei werden zeitlich begrenzt bis zum Übergang in die 2020er Jahre auch Nachholeffekte in der Personalausstattung der Krankenhäuser unterstellt, die durch den Abbau gegenwärtig bestehender extremer Arbeitsverdichtung und Belastungen entstanden sind. Für die anschließende „normale“ Beschäftigungsentwicklung in veränderten Strukturen wird eine jährliche Basisrate von zwei Prozent angenommen. Sie wird im Zeitraum bis 2030 durch die differenzierte Bevölkerungsentwicklung von Berlin und Brandenburg in den beiden Ländern unterschiedlich beeinflusst. Zu den dann voll wirkenden Strukturveränderungen der Krankenhausreform kommt in Berlin das Bevölkerungswachstum als stärker spürbare Triebkraft der Beschäftigungsentwicklung hinzu. Für Berlin wird daher ebenso für diesen Zeitraum eine Erweiterung des Bestandes an Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und -pflegern um jährlich drei Prozent angenommen. In Brandenburg werden sich möglicherweise die gegensätzlichen Wirkungen von Bevölkerungsrückgang und -alterung auf den Nachfrageumfang nach Krankenhausleistungen ausgleichen und insofern insgesamt begrenzte Wirkungen auf das Beschäftigungswachstum haben. Für Brandenburg wird daher bei den Gesundheits- und Krankenpflegern die Fortsetzung der vor allem mit der Krankenhausreform induzierten Bestandserweiterung von zwei Prozent jährlich angenommen. Unter Berücksichtigung dieser beiden Szenarien können in der beruflichen Tätigkeit Gesundheits- und Krankenpfleger/in folgende Entwicklungen des Beschäftigtenbestandes erwartet werden:

78 ⎜ Einrichtungsbefragung in ausgewählten Gesundheitsfachberufen in Berlin-Brandenburg Tabelle 28: Mögliche Beschäftigungsentwicklungen in der beruflichen Tätigkeit Gesundheits- und Krankenpfleger/in Bundesland Status-quo-Annahme (1 prozentiger Beschäftigungs- zuwachs) Szenario beschleunigtes Wachstum (2 bis 3 prozentiger Beschäftigungszuwachs) 2013 2020 2025 2030 2013 2020 2025 2030 Berlin 31.494 33.800 35.500 37.300 31.494 38.700 44.900 52.100 Brandenburg 19.701 21.100 22.200 23.300 19.701 24.200 26.800 29.500 Berlin-Brandenburg 51.195 54.900 57.700 60.600 51.195 62.900 71.700 81.600 Quelle: eigene Berechnungen Selbst unter Status-quo-Annahmen ist eine deutliche Steigerung des Beschäftigtenbestandes zu erwarten. Bis zum Jahr 2030 wird sich die Anzahl der Gesundheits- und Krankenpfleger/innen in Berlin und Brandenburg auf rund 60.000 Erwerbstätige erhöhen (vgl. Tabelle 28). Im Zeitraum bis 2020 entsteht ein Erweiterungsbedarf von rund 4.000 Fachkräften. Im darauf folgenden Zeitraum bis 2030 kommt Erweiterungsbedarf in der Größenordnung von weiteren 5.000 Fachkräften hinzu. In der Entwicklungsvariante unter beschleunigten Wachstumsbedingungen wird sich der Beschäftigtenbestand der Gesundheits- und Krankenpfleger/innen in Berlin und Brandenburg bis zum Jahr 2030 auf rund 81.000 Fachkräfte erhöhen und damit um über 50 Prozent erweitern. Bis 2020 entsteht ein Erweiterungsbedarf von rund 12.000 Fachkräften und anschließend bis 2030 von weiteren 18.000 Fachkräften. Ersatzbedarfe verstärken die Nachfrage Fachkräftenachfrage Nachfrage nach Fachkräften wird in den vorgenannten Projektionszeiträumen auch durch Ersatzbedarf für aus dieser beruflichen Tätigkeit ausscheidende Erwerbstätige entstehen (Fluktuation und Renteneintritte). Die relativ junge Altersstruktur der Gesundheits- und Krankenpfleger/innen führt dazu, dass in dieser beruflichen Tätigkeit der altersbedingte Ersatzbedarf nicht den gleichen Stellenwert wie in anderen Tätigkeiten einnimmt. Gleichwohl ist aufgrund der hohen Beschäftigtenzahlen ein mittelfristig relevanter Ersatzbedarf erkennbar. Bis 2020 muss mit rund 7.000 altersbedingt ausscheidenden Fachkräften gerechnet werden. Im darauf folgenden Jahrzehnt kommen weitere 7.000 Beschäftigte hinzu. Dieser Ersatzbedarf fällt in Berlin auch anteilig gesehen etwas höher aus. In Anlehnung an die oben zitierte Untersuchung zu den Gesundheits- und Krankenpfleger/innen wird angenommen, dass im Beobachtungszeitraum rund 10 Prozent der Beschäftigten in eine andere berufliche Tätigkeit wechseln. Daraus kann ein fluktuationsbedingter Ersatzbedarf für insgesamt 6.000 bis 8.000 Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und -pfleger bis 2030 abgeleitet werden. Hohe Nachfrage nach Fachkräften in der Zeit bis 2030 Aus der Zusammenführung der hier dargestellten Quellen geht ein enormer Anstieg des Fachkräftebedarfs für die Zeit bis 2030 hervor. Der altersbedingte Ersatzbedarf ist hierbei

Publications in English

Publikationen auf deutsch

Clusterreport Verkehr, Mobilität und Logistik
Schienenverkehrstechnik
Verkehrstelematik
Logistik
Automotive in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg
Aerospace Industrie
Biotech- und Pharmaindustrie
Forschung für die Gesundheit
Gesundheitsversorgung und Prävention
Potenzialstudie Medizintourismus Berlin-Brandenburg_2015
Clusterbroschuere Gesundheitswirtschaft
Prävention und Gesundheitsförderung
Rehabilitation in Berlin und Brandenburg
Games Industrie in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg
Digitale Wirtschaft in Berlin
Fernsehen in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg
Fashion in Berlin
Best Practice Wireless in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg
Medien und Kreativwirtschaft in Berlin-Brandenburg
Turbomaschinen und Kraftwerkstechnik
Energienetze und -speicher in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg
Kreislaufwirtschaft in Berlin
Wasserwirtschaft in Berlin
Energietechnik in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg
Inkubationsprogramme in der Energiewirtschaft
Service Packages für Unternehmen in Berlin
Unternehmensservice in den Berliner Bezirken