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Einrichtungsbefragung zur Situation in ausgewählten Gesundheitsfachberufen in Berlin-Brandenburg

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Einrichtungsbefragung in ausgewählten Gesundheitsfachberufen in Berlin-Brandenburg ⎜ 73 Zusätzlicher Fachkräftebedarf aufgrund von Fluktuation Neben rentenbedingten Abgängen aus dem Beruf ist ein zusätzlicher Fachkräfteverlust aufgrund von Fluktuation zu beobachten. Zu diesem Aspekt steht für den Beruf Krankenschwester, -pfleger 75 eine eigenständige Untersuchung für die Länder Berlin und Brandenburg zur Verfügung. 76 Demnach sind nach 15 Jahren in Berlin noch 83 Prozent der Krankenpfleger/innen in ihrem Beruf tätig, in Brandenburg sind es knapp 86 Prozent. Damit ist für diesen Beruf eine vergleichsweise hohe Berufstreue zu verzeichnen, die durch mehrere Studien bestätigt wird. Gleichwohl führt die Fluktuation alleine aufgrund des großen Beschäftigungsumfangs zu einer deutlichen Erhöhung des Fachkräftebedarfs. 4.1.2 Arbeitskräfteangebot Deutlich sinkende Arbeitslosenzahlen Der Bestand an Arbeitslosen verweist auf aktuell nicht genutzte Gestaltungsspielräume des Arbeitsmarktes. Für die berufsspezifischen Arbeitslosenzahlen liegen Zeitreihen der Jahresdurchschnitte von 2007 bis 2013 vor. Abgebildet wird der Zielberuf der arbeitslos gemeldeten Personen. Insgesamt weist der Beruf Gesundheits- und Krankenpfleger/in einen kontinuierlichen Rückgang der Arbeitslosenzahlen auf, der sich in den letzten beiden Jahren allerdings abschwächt (vgl. Abbildung 3). Abbildung 3: Bestand an Arbeitslosen – Fachkräfte, Spezialisten, Experten (ohne Helfer) 2007-2013 (Jahresdurchschnitte) – Gesundheits- und Krankenpfleger/innen 700 663 600 500 425 475 401 400 300 314 251 361 349 294 278 208 195 191 188 200 100 0 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 Berlin Brandenburg Quelle: Bundesagentur für Arbeit, eigene Darstellung 75 76 In der Studie wird die alte Berufsbezeichnung verwendet. Wiethölter (2012): Berufstreue in Gesundheitsberufen in Berlin und Brandenburg, in iab Regional Berlin-Brandenburg 3/2012

74 ⎜ Einrichtungsbefragung in ausgewählten Gesundheitsfachberufen in Berlin-Brandenburg Die klare Mehrheit der arbeitslos gemeldeten Personen sind Frauen. Das korrespondiert mit der Beschäftigungssituation in diesem Beruf. Die Altersstruktur der arbeitslos gemeldeten Personen entspricht weitgehend der der Beschäftigten. Insgesamt wird deutlich, dass es kaum noch Möglichkeiten gibt, den Fachkräftebedarf aus dem Kreis arbeitsloser Personen zu befriedigen. Gegensätzliche Ausbildungsaktivitäten in Berlin und Brandenburg Für die Ausbildung der Gesundheits- und Krankenpfleger/innen sind fast ausschließlich die Krankenhäuser verantwortlich. Die Ausbildungsplätze werden von den Krankenhäusern zum Teil in sehr hoher Anzahl angeboten. In der Einrichtungsbefragung wird deutlich, dass die Einrichtungen kaum Probleme bei der Besetzung der Ausbildungsstellen haben. Im Zeitraum zwischen 2005/2006 und 2012/2013 77 ist die Anzahl der Auszubildenden bei den Gesundheits- und Krankenpfleger/innen über alle Ausbildungsjahrgänge hinweg um zwei Prozent gesunken (vgl. Abbildung 4). Dieser Rückgang ist auf die Entwicklung in Brandenburg zurückzuführen. Festzuhalten ist aber auch, dass trotz des Rückgangs der Ausbildungszahlen bei den Gesundheits- und Krankenpfleger/innen in Brandenburg deren Anteil an allen Auszubildenden höher liegt als der Anteil an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Auch in Brandenburg fallen die Ausbildungsaktivitäten in diesem Beruf überdurchschnittlich hoch aus. In Berlin zeigt sich dagegen ein kontinuierlicher, wenn auch langsamer Anstieg der Zahl besetzter Ausbildungsplätze. 78 Die unterschiedliche Entwicklung dürfte vor allem demografisch bedingt sein. Abbildung 4: Anzahl der Auszubildenden in Berlin und Brandenburg im Zeitverlauf – Gesundheits- und Krankenpfleger/innen 2.800 2.400 2.320 2.341 2.377 2.391 2.408 2.425 2.429 2.444 2.053 2.000 1.890 1.851 1.768 1.786 1.865 1.924 1.854 1.600 2005/06 2006/07 2007/08 2008/09 2009/10 2010/11 2011/12 2012/13 Berlin Brandenburg Quelle: Landesamt für Statistik Berlin-Brandenburg 77 78 Zahlen zum Ausbildungsjahr 2013/2014 liegen nur für Brandenburg vor. Aus Gründen der Vergleichbarkeit beschränkt sich die Darstellung auf den Zeitraum bis 2012/2013. Es handelt sich jeweils um besetzte Plätze, die vorhandenen Kapazitäten sind größer.

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