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Einrichtungsbefragung zur Situation in ausgewählten Gesundheitsfachberufen in Berlin-Brandenburg

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Einrichtungsbefragung in ausgewählten Gesundheitsfachberufen in Berlin-Brandenburg ⎜ 43 nenden Pflegereform getan, die voraussichtlich weiteren Beschäftigungszuwachs erforderlich macht. Für die Gesundheits- und Krankenpflege wird die Krankenhausreform entscheidend sein. Das besonders für die Therapieberufe wichtige Präventionsgesetz liegt im Referentenentwurf vor. Unklar ist auch, wie mit dem Anspruch ambulant vor stationär weiter verfahren wird und welche Beschäftigungseffekte gewählte Ansätze nach sich ziehen. Angesichts dieser Ungewissheiten werden im Folgenden zwei Projektionen der möglichen Bestandsentwicklung dargestellt, ein Status quo Szenario und ein Alternativ-Szenario, das stärkere Veränderungen der Entwicklungsfaktoren unterstellt. Die Status quo Annahme geht davon aus, dass sich der Bedarf an Leistungen von Gesundheitsfachkräften auch weiterhin im Maße der bisherigen Entwicklungen verändert. Die Projektionen schreiben die Entwicklungen der letzten Jahre fort. Diese Fortschreibung wurde im Rahmen mehrerer Fachgespräche und ergänzender Datenlagen (bspw. der Bevölkerungsvorausberechnung für Berlin und Brandenburg) auf Plausibilität geprüft und ggf. angepasst. 55 Im Alternativszenario werden die Faktoren, die im hier definierten Perspektivzeitraum in ihrer Konsequenz auf den Fachkräftebedarf abschätzbar sind, bei der Projektion berücksichtigt. Status quo Entwicklung Unter Status quo Annahmen variiert die durchschnittliche jährliche Beschäftigungsentwicklung in den untersuchten Gesundheitsfachberufen und Helfertätigkeiten bis 2030 zwischen minus 0,5 Prozent für die medizinisch-technischen Laboratoriumsassistent/innen und plus 4 Prozent für die Altenpfleger/innen. Entsprechend unterschiedlich entwickeln sich Beschäftigtenbestände und der daraus resultierende Erweiterungsbedarf. Insgesamt ergibt sich in den untersuchten Berufen bis 2030 unter Status quo Annahmen ein Erweiterungsbedarf von rund 60.000 Fachkräften. Hinzu kommt Ersatzbedarf für altersbedingt aus der Erwerbstätigkeit ausscheidende Beschäftigte und für Beschäftigte, die in eine andere berufliche Tätigkeit wechseln (Fluktuation). Trotz der relativ jungen Altersstruktur in der Mehrzahl der Berufe entsteht altersbedingter Ersatzbedarf in der Größenordnung von rund 40.000 Fachkräften. Möglicherweise in noch größerem Umfang verursacht die Fluktuation Ersatzbedarf. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass dieser Schätzung relativ unsichere Annahmen zu Grunde liegen und insbesondere die Angaben zu den Altenpflegehelfer/innen, die rund die Hälfte der Gesamtsumme zur Fluktuation ergeben, mit großer Unsicherheit behaftet sind. Insgesamt würde in der Berlin-Brandenburger Region unter Status quo Bedingungen bis 2030 mit rund 150.000 Fachkräften eine Arbeitskräftenachfrage in einer Größenordnung entstehen, die deutlich den gegenwärtig vorhandenen Beschäftigtenbestand in diesen Tätigkeiten übersteigt (das gilt auch für das jeweilige Bundesland), (Vgl. Tabelle 18). 55 Für die Bestimmung des rentenbedingten Ersatzbedarfs wurde die berufsspezifische Altersstruktur in den Blick und ein fiktives Rentenalter von 65 angenommen. Zur Eingrenzung der Fluktuationsrate in den hier untersuchten Berufen wurde auf vorliegende Studien zum Thema zurückgegriffen.

44 ⎜ Einrichtungsbefragung in ausgewählten Gesundheitsfachberufen in Berlin-Brandenburg Berlin-Brandenburg Tabelle 18: Bestandsentwicklung und Fachkräftebedarf in Gesundheitsfachberufen 2013-2030 unter Status Quo- Bedingungen Beschäftigtenbestand Arbeitskräfteneubedarf 2013-2030 Tätigkeit 2013 2020 2030 Erweite- samt Ersatzbedarf Fluktua- alterstionsbedingt bedingt rungs- bedarf Insge- Altenpfleger/in 15.291 20.100 29.800 14.500 4.700 10.000 29.200 Altenpflegehelfer/in 19.737 26.000 38.400 18.600 6.700 24.000 49.300 Gesundheits- und Krankenpfleger/in Gesundheits- und Krankenpflegehelfer/in Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in Hebammen/ Entbindungspfleger 51.195 54.900 60.600 9.400 14.000 7.000 30.400 13.397 14.400 15.900 2.500 4.500 2.000 9.000 5.063 5.300 4.900 -150 1.500 500 1.850 741 * Ergotherapeut/in 3.484 4.200 6.900 3.400 800 1.000 5.200 Physiotherapeut/in 14.500 16.700 27.200 12.700 4.100 3.500 20.300 Logopäde/ Logopädin 1.712 2.000 2.250 550 200 300 1.050 Podologe/Podologin 284 * MTA Laboratorium 6.064 5.950 5.700 -400 2.500 600 2.700 MTA Radiologie 2.108 2.300 2.500 400 900 300 1.600 MTA Funktions- diagnostik 280 * Insgesamt 133.856 151.850 194.150 61.500 39.900 49.200 150.600 *Tabellenfach gesperrt, weil Aussage nicht sinnvoll; Quelle: eigene Berechnungen; Rundungsdifferenzen möglich

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