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Einrichtungsbefragung zur Situation in ausgewählten Gesundheitsfachberufen in Berlin-Brandenburg

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Einrichtungsbefragung in ausgewählten Gesundheitsfachberufen in Berlin-Brandenburg ⎜ 223 Erweiterungsbedarf bei beiden Projektionsszenarien Unter Berücksichtigung dieser beiden Szenarien können in der beruflichen Tätigkeit Logopädie folgende Entwicklungen des Beschäftigtenbestandes erwartet werden: Tabelle 136: Mögliche Beschäftigungsentwicklungen in der beruflichen Tätigkeit Logopädie Status-quo-Annahme Szenario beschleunigtes Wachstum Bundesland /Region 2013 2020 2025 2030 2013 2020 2025 2030 Berlin 1.068 1.250 1.350 1.500 1.068 1.400 1.700 2.100 Brandenburg 644 750 750 750 644 850 950 1.050 Berlin-Brandenburg 1.712 2.000 2.100 2.250 1.712 2.250 2.650 3.150 Quelle: eigene Berechnungen; Selbständige und sozialversicherungspflichtige wurden zusammengefasst Selbst unter Status-quo-Annahmen ist eine Steigerung des Beschäftigtenbestandes in der Logopädie zu erwarten. Bis zum Jahr 2020 wird sich die Anzahl der Logopäden und Logopädinnen in Berlin und Brandenburg auf etwa 2.000 Erwerbstätige erhöhen (vgl. Tabelle 136). Im Zeitraum bis 2020 entsteht ein Erweiterungsbedarf von rund 300 Fachkräften. Bis 2030 ist unter Status-quo-Annahmen nur noch in Berlin Erweiterungsbedarf wahrscheinlich (ca. 250 Fachkräfte). In der Entwicklungsvariante unter beschleunigten Wachstumsbedingungen wird sich der Beschäftigtenbestand in der Logopädie in Berlin und Brandenburg bis zum Jahr 2020 auf rund 3.000 Fachkräfte erhöhen. Bis 2020 entsteht bei dieser Entwicklung ein Erweiterungsbedarf von etwa 500 Fachkräften. Danach folgt bis 2030 Erweiterungsbedarf in Berlin und Brandenburg von zusammen rund 900 Fachkräften. Geringer Ersatzbedarfe für ausscheidende Beschäftigte Nachfrage nach Fachkräften entsteht auch durch Ersatzbedarf (Renteneintritte und Fluktuation). Aufgrund der jungen Altersstruktur der sv-pflichtig Beschäftigten in der Logopädie fällt der altersbedingte Ersatzbedarf in der Zeit bis 2020 sehr gering aus und bleibt voraussichtlich unter 50 Beschäftigten. In Anlehnung an die oben zitierte Untersuchung zu den Gesundheits- und Krankenpfleger/innen wird darüber hinaus angenommen, dass rund zehn Prozent der Beschäftigten in der Logopädie in eine andere berufliche Tätigkeit wechseln werden. Daraus kann ein fluktuationsbedingter Ersatzbedarf für insgesamt 300 Logopäden und Logopädinnen bis 2030 abgeleitet werden. Relevante Nachfrage nach Fachkräften in der Zeit bis 2030 In der Zusammenführung der hier dargestellten Quellen voraussichtlicher Fachkräftenachfrage geht ein deutlicher Anstieg des Bedarfs an Logopäden und Logopädinnen hervor. Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass im Zeitraum bis 2030 in Berlin und Brandenburg für die berufliche Tätigkeit in der Logopädie ein Neubedarf an Fachkräften in der Größenordnung von insgesamt 1.000 bis 2.000 Beschäftigten entstehen wird (vgl. Tabelle 137).

224 ⎜ Einrichtungsbefragung in ausgewählten Gesundheitsfachberufen in Berlin-Brandenburg Tabelle 137: Übersicht über die Quellen des Fachkräftebedarfs an Logopäden und Logopädinnen 2013 bis 2030 Berlin Zeiträume Altersbedingter Ersatzbedarf Erweiterungsbedarf Szenario A* Erweiterungsbedarf Szenario B* Fluktuationsbedingter Ersatzbedarf Fachkräfteneubedarf Szenario A* Fachkräfteneubedarf Szenario B* 2013-2020 200 350 50 100 350 500 2020-2030 250 700 50 100 400 850 2013-2030 insgesamt 450 1.050 100 200 750 1.350 Brandenburg Zeiträume Altersbedingter Ersatzbedarf Erweiterungsbedarf Szenario A* Erweiterungsbedarf Szenario B* Fluktuationsbedingter Ersatzbedarf Fachkräfteneubedarf Szenario A* Fachkräfteneubedarf Szenario B* 2013-2020 100 200 50 50 200 300 2020-2030 0 200 50 50 100 300 2013-2030 insgesamt 100 400 100 100 300 600 Berlin-Brandenburg Zeiträume Altersbedingter Ersatzbedarf Erweiterungsbedarf Szenario A* Erweiterungsbedarf Szenario B* Fluktuationsbedingter Ersatzbedarf Fachkräfteneubedarf Szenario A* Fachkräfteneubedarf Szenario B* 2013-2020 300 550 100 150 550 800 2020-2030 250 900 100 150 500 1.150 2013-2030 insgesamt 550 1.450 200 300 1.050 1.950 *Szenario A = Szenario Status quo; Szenario B = Szenario Beschleunigtes Wachstum; Quelle: eigene Berechnungen Diesem Fachkräftebedarf stehen angebotsseitig Potenziale aus dem Bestand der Arbeitslosen sowie im Rahmen der Ausbildung zur Verfügung. Der Arbeitslosenbestand ist jedoch, wie gezeigt, zu vernachlässigen. Legt man die aktuellen Absolventenzahlen aus der Ausbildung zu Grunde, so ist jährlich mit rund 60 neuen Fachkräften (50 in Berlin, 10 in Brandenburg) zu rechnen. Dementsprechend sind bis 2020 rund 420 neue Fachkräfte durch Ausbildung zu erwarten. Hinzu kommen – eine Verstetigung der primärqualifizierenden Studiengänge vorausgesetzt – in Berlin jährlich ca. zehn weitere Fachkräfte, so dass sich die Anzahl der Fachkräfte bis 2020 auf ca. 480 erhöhen würde. Bis 2030 sind rund 1.200 neue Fachkräfte zu erwarten. Unter der Annahme einer abgeschwächten Wachstumsdynamik (Szenario 1) könnten die aktuellen Ausbildungszahlen gerade ausreichend sein, um entstehende Fachkräftebedarfe zu befriedigen. Eine positivere Entwicklung müsste hingegen durch einen sukzessiven Ausbau der Ausbildungszahlen begleitet werden.

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