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Einrichtungsbefragung zur Situation in ausgewählten Gesundheitsfachberufen in Berlin-Brandenburg

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Einrichtungsbefragung in ausgewählten Gesundheitsfachberufen in Berlin-Brandenburg ⎜ 189 Abbildung 26. Anzahl der Auszubildenden in der Physiotherapie mit bestandener Abschlussprüfung an Schulen des Gesundheitswesens im Zeitverlauf 500 450 400 350 452 463 413 372 318 340 316 300 250 200 150 100 187 194 158 138 139 113 100 50 – 2006/07 2007/08 2008/09 2009/10 2010/11 2011/12 2012/13 Berlin Brandenburg Quelle: Landesamt für Statistik Berlin-Brandenburg Die Physiotherapie ist unter den hier untersuchten Gesundheitsfachberufen der Beruf, in dem die Ausbildungszahlen am deutlichsten rückläufig waren. Ein Grund hierfür kann zumindest in Berlin in den Ausbildungsstrukturen und den damit verbundenen finanziellen Rahmenbedingungen liegen. Auch in Brandenburg hat der Abbau der schulgeldfinanzierten Plätze in den letzten Jahren stark zugenommen. Obwohl hierin nicht der alleinige Grund für die skizzierte Entwicklung zu sehen ist, dürfte die Verschlechterung der Ausbildungsfinanzierung von nicht zu unterschätzender Bedeutung sein. Die Beteiligung der Betriebe an der Ausbildung fällt in der Physiotherapie überschaubar aus. Etwas mehr als ein Viertel der relevanten Einrichtungen gab an, im Ausbildungsjahr (2013/2014) Fachpraktika für die schulische Berufsausbildung anzubieten. Dies ist ein deutlich niedrigerer Wert als in anderen Therapieberufen. Ein Grund hierfür könnte in einer etwas anderen Ausbildungskonzeption der Physiotherapieschulen begründet sein, da in diesem Beruf oftmals größere Gruppen an Auszubildenden die Fachpraktika gleichzeitig absolvieren. Dies könnte aus Sicht v.a. der Praxen dazu führen, dass diese nicht ausreichend Plätze anbieten können. Weitere vergleichende Darstellungen der Situation in Berlin und Brandenburg zeigen, dass in beiden Bundesländern der Anteil der weiblichen Auszubildenden deutlich unter dem Anteil der sv-Beschäftigten liegt. 182 Das könnte ein Hinweis darauf sein, dass es der Physiotherapie mehr und mehr gelingt, die an anderer Stelle eingeforderte Zweigeschlechtlichkeit des Berufes voran zu bringen. 182 Der Anteil weiblicher Auszubildender in Brandenburg am 30.11.2013 an allen Auszubildenden betrug 65 Prozent, in Berlin betrug der Anteil am 01.11.2012 58 Prozent.

190 ⎜ Einrichtungsbefragung in ausgewählten Gesundheitsfachberufen in Berlin-Brandenburg Neben der berufsfachschulischen Ausbildung ist im Rahmen der Modellklausel in den Berufsgesetzen seit 2009 auch eine Ausbildung im Rahmen eines primärqualifizierenden Studiengangs möglich. Ein solcher Studiengang wird in Berlin und in Brandenburg angeboten. Im November 2014 waren in Berlin ca. 110 Studierende eingeschrieben, die sich auf das erste, dritte, fünfte und siebte Semester verteilen. In Brandenburg waren zu diesem Zeitpunkt etwa 90 Studierende eingeschrieben (1. und 3. Semester). Bislang hat noch kein(e) Student/in das Studium abgeschlossen. Dennoch wird mittelfristig ein Teil des fachschulischen Ausbildungsrückgangs durch die Studierendenzahlen aufgefangen. 4.10.3 Zukünftige Beschäftigungsentwicklung und Fachkräftenachfrage Stabile bis steigende Beschäftigungserwartung für die nächsten Jahre In der Physiotherapie ist in Berlin und Brandenburg mit weiterem Beschäftigungswachstum zu rechnen. Zwischen 2011 und 2013 hat in den befragten Einrichtungen die Beschäftigung von Physiotherapeut/innen leicht zugenommen. Auch für den weiteren Verlauf des Jahres 2014 erwartet ein erheblicher Teil der Einrichtungen Beschäftigungswachstum. Bei der Vorausschau auf die Jahre 2015 bis 2017 steigt der Anteil, die eine Beschäftigungszunahme erwarten, sogar auf über ein Drittel (vgl. Tabelle 114). Vor allem Praxen erwarten einen Beschäftigungszuwachs, während fast alle Krankenhäuser von einem etwa gleichbleibenden Bestand an Beschäftigten in der Physiotherapie ausgehen. Tabelle 114: Tendenzen künftiger Beschäftigungsentwicklung in der beruflichen Tätigkeit Physiotherapeut/in – Ergebnisse der Onlinebefragung Tendenzen der Beschäftigungsentwicklung Physiotherapeut/in Beschäftigungszeiträume steigend gleichbleibend fallend noch unklar Anteile der Antwortenden in Prozent 2014 29 57 2 12 2015-2017 35 42 4 19 Quelle: SÖSTRA/IMU Einrichtungsbefragung 2014 Als Orientierung für die Abschätzung längerfristiger Wachstumspotenziale kann die Analyse der Bestandsveränderung in den vergangenen zehn Jahren genutzt werden. Vor der Einführung der Klassifikation der Berufe (KldB) 2010 gehörten die Physiotherapeuten zu der Gruppe der Masseure, Krankengymnasten und verwandte Berufe (KldB 1988). Aus einem Strukturvergleich der entsprechenden Teile beider Klassifikationen kann geschlossen werden, dass rd. 65 Prozent dieser Gruppe den Physiotherapeut/innen zugerechnet werden können.

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