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Einrichtungsbefragung zur Situation in ausgewählten Gesundheitsfachberufen in Berlin-Brandenburg

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Einrichtungsbefragung in ausgewählten Gesundheitsfachberufen in Berlin-Brandenburg ⎜ 183 Günstige Altersstruktur der sv-Beschäftigten, höheres Durchschnittsalter der Selbständigen Hinsichtlich der Zusammensetzung nach Alter zeigt sich folgendes Bild (vgl. Tabelle 111): Tabelle 111: Sv-pflichtige Beschäftigte nach Alter am 30. Juni 2013 - Physiotherapie Bundesland / Region Gesamt Unter 35 Jahre 35 bis unter 50 Jahre davon 50 bis unter 55 Jahre 55 bis unter 60 Jahre 60 Jahre und älter Berlin 6.510 2.800 2.243 773 473 221 Brandenburg 4.205 1.977 1.537 389 218 84 Berlin-Brandenburg 10.715 4.777 3.780 1.162 691 305 Angaben in Prozent Berlin 100,0 43,0 34,5 11,9 7,3 3,4 Brandenburg 100,0 47,0 36,6 9,3 5,2 2,0 Berlin-Brandenburg 100,0 44,6 35,3 10,8 6,4 2,8 untersuchte Gesundheitsfachberufe gesamt Quelle: Bundesagentur für Arbeit, eigene Darstellung 100,0 33,0 37,5 14,3 9,9 5,3 Unabhängig vom Bundesland fällt der hohe Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Physiotherapie im Alter von unter 35 Jahren auf. Damit handelt es sich um einen „jungen“ Beruf. Neben den Beschäftigten spielt insbesondere in den Therapieberufen die Selbstständigkeit eine große Rolle. Zur Altersstruktur der selbständig Tätigen liegen jedoch keine Daten der amtlichen Statistik vor. Entsprechende Hinweise müssen sich daher auf andere Datenquellen stützen. So liegen Angaben zur Altersstruktur der Mitglieder des Bundesverbandes selbständiger Physiotherapeuten (IFK e. V.) deutlich über dem Altersdurchschnitt der Beschäftigten in diesem Beruf. 173 Knapp 45 Prozent der Mitglieder sind 50 Jahre oder älter. Auch wenn diese Angaben in keiner Weise den Anspruch der Repräsentativität beanspruchen können, deuten sie doch auf einen stärkeren altersbedingten Ersatzbedarf hin, als er durch die bloße Betrachtung der Altersstruktur sozialversicherungspflichtig Beschäftigter deutlich wird. Verflechtungsbeziehungen zwischen Berlin und Brandenburg In der Physiotherapie besteht ein relevanter Fachkräfteaustausch zwischen Berlin und Brandenburg. Von den in der Physiotherapie sozialversicherungspflichtig Beschäftigten kommen in Berlin rund 11 Prozent aus Brandenburg und in Brandenburg rund 7 Prozent aus Berlin. In absoluten Zahlen: im Juni 2013 pendelten in dieser Tätigkeit 700 Brandenburger Fachkräfte nach Berlin und 300 Berliner Fachkräfte nach Brandenburg. Zu anderen 173 Dieser Tatbestand ist plausibel, da Selbständigkeit in der Regel erst zu einem späten Zeitpunkt der eigenen Berufskarriere eine relevante Option darstellt – zumal Physiotherapeut/innen über fachspezifische Fortbildungen verfügen müssen, bevor sie sich kostendeckend selbständig machen können.

184 ⎜ Einrichtungsbefragung in ausgewählten Gesundheitsfachberufen in Berlin-Brandenburg Bundesländern weist Berlin in der Physiotherapie nur geringe Verflechtungsbeziehungen auf (vgl. Tabelle 112). Tabelle 112: Pendler in der Physiotherapie am 30.06.2013 mit Wohn- oder Arbeitsort Berlin Berlin Gesamt Brandenburg Mecklenburg- Vorpommern Davon nach Wohn- oder Arbeitsort Sachsen Sachsen- Anhalt Andere Bundesländer Auspendler 371 306 4 4 * Ca. 55 Einpendler 795 697 12 12 15 59 Saldo +424 +391 +8 +8 Ca. +14 Ca. +4 Quelle: Bundesagentur für Arbeit, eigene Darstellung Brandenburg hat ebenfalls Pendlerverflechtungen zu anderen Bundesländern. Zusammen mit den Einpendlern aus diesen Ländern erhöht sich der Anteil der aus anderen Bundesländern kommenden Fachkräfte an allen Physiotherapeut/innen in Brandenburg auf 12 Prozent und erreicht damit sogar einen etwas höheren Wert als in Berlin (vgl. Tabelle 113). Tabelle 113: Pendler in der Physiotherapie am 30.06.2013, Wohn- oder Arbeitsort Brandenburg Brandenburg Gesamt Berlin Davon nach Wohn- oder Arbeitsort Mecklenburg- Vorpommern Sachsen Sachsen- Anhalt Andere Bundesländer Auspendler 817 697 36 44 10 30 Einpendler 488 306 24 59 84 15 Saldo -329 -391 -12 +15 +74 -15 Quelle: Bundesagentur für Arbeit, eigene Darstellung Trotz dieses relativ hohen Anteils an Einpendlern erleidet der Brandenburger Arbeitsmarkt Fachkräfteverluste. In der Saldierung bleibt ein Fachkräfteverlust von rund 8 Prozent des aktuellen Beschäftigtenumfangs. Lohnunterschiede zwischen Berlin und Brandenburg 2012 lag das nominale monatliche Medianentgelt 174 der sv-pflichtig vollzeitbeschäftigten Physiotherapeut/innen in Berlin bei 1.814 Euro und in Brandenburg bei 1.615 Euro. Im Vergleich dazu lag das monatliche Medianentgelt in der Physiotherapie bundesweit bei 2.014 Euro. Um die Angaben auch in das regionale Entgeltgefüge einordnen zu können, ist darauf zu verweisen, dass der Vergleichswert für alle Beschäftigten 2012 in Berlin bei 2.744 Euro und in Brandenburg bei 2.177 Euro lag. Betrachtet man die Lohnentwicklung 174 Der Median ist der Wert einer Verteilung, der in der Mitte aller Einzelwerte liegt. Ein Einkommensmedian von 2.500 Euro im Jahr besagt, dass zu diesem Zeitpunkt jeweils gleich viele Beschäftigte mehr oder weniger verdienten. Im vorliegenden Fall wird der Median auf vollzeitbeschäftigte Personen angewandt. Ein Vorteil des Medians ist, dass er robust gegen hohe und niedrige Einzelwerte ist, anders als das bekanntere arithmetische Mittel. Ein weiterer Grund für die Verwendung des Einkommensmedians ist die Zensierung durch die Beitragsbemessungsgrenze. In den Entgeltmeldungen muss nur das Einkommen bis zur Beitragsbemessungsgrenze angegeben werden. Hierzu Wiethölter et al. 2013: Die Gesundheitswirtschaft in Berlin-Brandenburg; IAB-Regional Berlin-Brandenburg 01/2013, S. 52.

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