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Einrichtungsbefragung zur Situation in ausgewählten Gesundheitsfachberufen in Berlin-Brandenburg

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Einrichtungsbefragung in ausgewählten Gesundheitsfachberufen in Berlin-Brandenburg ⎜ 177 Berlin als auch im Land Brandenburg. Die Ausbildung in der Geburtshilfe hat von diesem quantitativen Bedeutungszuwachs insgesamt profitieren können. Im Zeitraum zwischen 2005/2006 und 2012/2013 ist die Anzahl der Auszubildenden über alle Ausbildungsjahrgänge hinweg um 68 Prozent gestiegen. Diese Steigerung ist aber fast vollständig auf die Entwicklung in Berlin zurückzuführen (vgl. Abbildung 23). Abbildung 23: Anzahl der Auszubildenden in der Geburtshilfe in Berlin und Brandenburg im Zeitverlauf 120 100 85 84 85 83 103 109 80 60 61 60 40 20 13 13 17 16 15 16 15 15 - 2005/06 2006/07 2007/08 2008/09 2009/10 2010/11 2011/12 2012/13 Berlin Brandenburg Quelle: Landesamt für Statistik Berlin-Brandenburg Ausbildungsabbrüche oder Abgänge ohne Abschlusszeugnis sind bei den Hebammen nur in Einzelfällen festzustellen. Dies spricht für eine hohe Motivation der Auszubildenden. Dementsprechend kann davon ausgegangen werden, dass die absolut angegebenen Ausbildungszahlen ungefähr drei Jahre später auch dem verfügbaren Potenzial neuer Arbeitskräfte entsprechen. Neben der Ausbildung an den Hebammenschulen ist im Rahmen der Modellklausel auch eine Ausbildung im Rahmen eines primärqualifizierenden Studiengangs möglich. Ein solcher Studiengang wird derzeit in Berlin angeboten. In jedem Jahr werden jeweils zum Wintersemester (erstmals Wintersemester 2013/2014) 20 Studienplätze zugelassen. Bislang hat noch keine Studentin bzw. kein Student das Studium abgeschlossen. 169 Die Einrichtungen und Hebammen wurden auch gefragt, ob im Ausbildungsjahr (2013/2014) Praktika für die schulische Berufsausbildung angeboten werden. In diesem Punkt zeigt sich einmal mehr die Sonderstellung dieses Gesundheitsfachberufs: Während Praktika sowohl von Krankenhäusern, Geburtshäusern oder Hebammenpraxen in Vorbereitung auf eine berufliche Ausbildung angeboten werden, bieten Externate für Auszubildende eine Möglichkeit, den Arbeitsalltag einer freiberuflichen Hebamme kennenzulernen. Prozent in nicht-akademischen Erstausbildungen der Gesundheitsfachberufe zu verzeichnen ist. Vgl. Zöller 2014: Gesundheitsfachberufe im Überblick; Wissenschaftliche Diskussionspapiere des BIBB, Heft 153. 169 Die Angaben beruhen auf Aussagen der Hochschule.

178 ⎜ Einrichtungsbefragung in ausgewählten Gesundheitsfachberufen in Berlin-Brandenburg Während die antwortenden Krankenhäuser ausnahmslos Praktika im o. g. Sinne angeboten haben, werden Externate nur von einem geringen Anteil der antwortenden Hebammen angeboten. 4.9.3 Zukünftige Beschäftigungsentwicklung und Fachkräftenachfrage Unsichere Beschäftigungserwartungen für die nächsten Jahre In der Geburtshilfe ist in Berlin und in Brandenburg ein leichtes Beschäftigungswachstum durchaus möglich. Mehrere Indikatoren deuten darauf hin, dass sich die Beschäftigungsentwicklung der vergangenen Jahre künftig fortsetzen könnte: Zwischen 2011 und 2013 hat die sv-pflichtige Beschäftigung von Hebammen sowohl in Berlin als auch im Land Brandenburg leicht zugenommen. Für den weiteren Verlauf des Jahres 2014 erwarten fast zwei Drittel der befragten Einrichtungen einen gleichbleibenden Beschäftigtenbestand. Von einem Beschäftigtenzuwachs gehen sieben Prozent aus. Ein Beschäftigungszuwachs wird interessanterweise ausschließlich von den antwortenden Hebammen erwartet. Da diese jedoch andere Hebammen nicht beschäftigen, kann davon ausgegangen werden, dass es sich entweder um Hebammenpraxen oder Geburtshäuser handelt, die weiteren Hebammen die Möglichkeit der Mitarbeit unter einem gemeinsamen Dach anbieten wollen. Die befragten Krankenhäuser gehen von einem gleichbleibenden Beschäftigungsbestand aus. Bei der Vorausschau auf die Jahre 2015 bis 2017 steigt der Anteil der Einrichtungen, die eine Beschäftigungszunahme erwarten, geringfügig auf neun Prozent. Wiederum handelt es sich hierbei ausschließlich um Antworten von freiberuflichen Hebammen. Deutlich nimmt aber die Unsicherheit in der Einschätzung der weiteren Entwicklung zu. Rund ein Viertel der Antwortenden ist sich über die Entwicklung im Zeitraum von 2015 bis 2017 im Unklaren. Tabelle 105: Tendenzen künftiger Beschäftigungsentwicklung in der beruflichen Tätigkeit Hebamme – Ergebnisse der Onlinebefragung Tendenzen der Beschäftigungsentwicklung Hebammen Beschäftigungszeiträume steigend gleichbleibend fallend noch unklar Anteile der Antwortenden in Prozent 2014 7 63 12 18 2015-2017 9 55 12 23 Quelle: SÖSTRA/IMU Einrichtungsbefragung 2014 Eine über 2017 hinausgehende Vorausschau der weiteren Beschäftigungsentwicklung in der Geburtshilfe wäre auf der Grundlage bisheriger Entwicklungstendenzen mit sehr großen Unsicherheiten behaftet. Die zur Verfügung stehende Datenbasis ist für eine langfristige Projektion nicht ausreichend. Daher werden nachfolgend zur Annäherung an mögliche Größenordnungen des Fachkräftebedarfs voraussichtliche Entwicklungstrends des Beschäftigtenbestandes auf der Basis der Bevölkerungsprognose abgeleitet. Dieser Be-

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