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Einrichtungsbefragung zur Situation in ausgewählten Gesundheitsfachberufen in Berlin-Brandenburg

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Einrichtungsbefragung in ausgewählten Gesundheitsfachberufen in Berlin-Brandenburg ⎜ 171 MTA-F angerechnet werden können und ob eine Modifizierung der Ausbildungsordnung notwendig wäre. Unter diesen Voraussetzungen wäre gegebenenfalls eine verkürzte berufsbegleitende Ausbildung oder Umschulung möglich. 4.9 Hebammen und Entbindungspfleger 161 4.9.1 Beschäftigungsentwicklung und -struktur Konstante Beschäftigungssituation bei leichtem Zuwachs in den letzten Jahren Die Beschäftigungssituation der Hebammen ist durch eine Spezifik gekennzeichnet: Der überwiegende Teil der Beschäftigten ist freiberuflich tätig, wobei einige sowohl selbstständig als auch sv-pflichtig beschäftigt sind. Ein kleinerer Teil arbeitet ausschließlich in einem sv-pflichtigen Beschäftigungsverhältnis. Aufgrund der Datenlage kann die Gesamtzahl der in diesem Beruf Tätigen nur geschätzt werden. 162 Legt man die zur Verfügung stehenden Zahlen zugrunde, so übten 2012 in Berlin und Brandenburg 1.650 Frauen den Beruf Hebamme aus. Fast drei Viertel hiervon waren in Berlin und entsprechend etwa ein Viertel in Brandenburg tätig. Die Relationen zwischen freiberuflich tätigen und angestellten Hebammen stellt sich in Berlin nach Angaben der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales wie folgt dar (vgl. Tabelle 99). Tabelle 99: Anzahl der freiberuflichen und angestellten Hebammen mit freiberuflicher Nebentätigkeit in Berlin Jahr Hebammen (ausschließlich freiberuflich Davon bzw. angestellt mit freiberuflicher Nebentätigkeit) Ausschließlich freiberuflich Angestellt mit freiberuflicher Nebentätigkeit Anzahl Anzahl Prozent Anzahl Prozent 2010 627 406 64,8 221 35,2 2011 579 388 67,0 191 33,0 Quelle: Angaben der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales sowie eigene Berechnungen. Amtliche Angaben zur sv-pflichtigen Beschäftigung von Hebammen können seit Einführung der KldB 2010 ausgewiesen werden. Die Entwicklung zeigt sowohl für Berlin als auch für Brandenburg ein leichtes Wachstum (vgl. Tabelle 100). 161 Da weder in Berlin noch in Brandenburg aktuell ein Entbindungspfleger tätig ist, wird im Folgenden ausschließlich die Berufsbezeichnung „Hebamme“ genutzt. 162 In Berlin und Brandenburg kann auf die Statistik der sv-pflichtig Beschäftigten zurückgegriffen werden und in Berlin zusätzlich auf die von der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales geführte „Integrierte Gesundheits- und Sozialberichterstattung“. In Brandenburg gibt es eine vergleichbare Berichterstattung über die freiberufliche Tätigkeit von Hebammen nicht. Daher wurden in Berlin ermittelte Relationen auf das Land Brandenburg angewendet.

172 ⎜ Einrichtungsbefragung in ausgewählten Gesundheitsfachberufen in Berlin-Brandenburg Tabelle 100: Sv-pflichtige Beschäftigung bei Hebammen 2012-2014 Sv-pflichtig beschäftigte Hebammen Bundesland / (BKZ 8135 der KldB 2010) Region 31.12.2012 30.06.2013 30.09.2013 31.12.2013 30.06.2014 30.09.2014 Berlin 526 541 542 539 553 546 Brandenburg 190 200 199 206 214 213 Berlin- Brandenburg 716 741 741 745 767 759 Quelle: Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit, eigene Berechnungen Hebammen weisen ein sehr hohes Qualifikationsniveau auf. Sie sind fast ausnahmslos auf dem Anforderungsniveau der Spezialistentätigkeit tätig (Stand 2013). Im Rahmen der Befragung haben 229 Antwortende angegeben, entweder Hebammen zu beschäftigen oder als solche freiberuflich tätig zu sein. In den 158 Fällen, in denen konkrete Angaben zur Beschäftigtenzahl vorliegen, wurden insgesamt 611 Hebammen erfasst. 163 Die Beschäftigungsorte der befragten Hebammen lassen sich eindeutig zuordnen: Entweder sind sie freiberuflich tätig – allein, gemeinsam in Geburtshäusern oder Hebammenpraxen oder als Beleghebamme in einem Krankenhaus. Oder sie sind sv-pflichtig in Krankenhäusern beschäftigt – ausschließlich oder zum Teil mit einer freiberuflichen Nebentätigkeit. Die freiberuflich tätigen Hebammen, die auf die Befragung geantwortet haben, hatten fast ausnahmslos keine weiteren Beschäftigten. Der Beruf Hebamme – ein Frauenberuf mit hoher Teilzeitquote Der Frauenanteil der sv-pflichtig beschäftigten Hebammen liegt sowohl in Berlin als auch in Brandenburg bei 100 Prozent. Die Teilzeitquote in der Geburtshilfe liegt im Vergleich der untersuchten Berufe im oberen Drittel. Bei der Betrachtung der Arbeitszeiten sind Unterschiede zwischen Berlin und Brandenburg festzustellen (vgl. Tabelle 101). Als ein Erklärungsansatz kann die vergleichsweise gute Kinderbetreuungssituation sowie die höhere Erwerbsbeteiligung von Frauen in Brandenburg herangezogen werden. 164 Tabelle 101: Sv-pflichtige Beschäftigung in der Geburtshilfe nach Arbeitszeit am 30.06.2013 Davon Teilzeit Vergleich: Teilzeitquote der Bundesland / Region Gesamt untersuchten Berufe in Anzahl Anteil in Prozent Prozent Berlin 541 314 58,0 44,3 Brandenburg 200 122 61,0 46,2 Berlin-Brandenburg 741 436 58,8 45,1 Quelle: Bundesagentur für Arbeit, eigene Darstellung 163 Um Doppelzählungen zu vermeiden, wurden die Antworten, in denen Hebammen sowohl freiberuflich als auch sozialversicherungspflichtig tätig waren, bei der Auswertung dieser Frage nicht berücksichtigt. 164 Anzumerken ist, dass die Teilzeitquote aller hier untersuchten Berufe nicht der Situation im Gesundheits- und Sozialwesen in Berlin und Brandenburg entspricht. Dies lässt sich auf die Teilzeitquoten vor allem in den Berufen der Altenpflege zurückführen, die in Brandenburg wesentlich höher ausfallen als in Berlin. Dementsprechend ist für diese Berufe auch nach alternativen Erklärungsansätzen zu suchen.

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